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Termpaper, 2005, 40 Pages
Author: Sebastian Passow
Subject: Environmental Sciences
Details
Institution/College: Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Tags: Reaktionen, Deutschland, Europa, Klimawandel, Treibhauseffekt, Energie, Umwelttechnik
Year: 2005
Pages: 40
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 35 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-44775-1
File size: 746 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die unterschiedlichen Reaktionen von Deutschland, Europa
und den USA auf den Klimawandel und den Treibhauseffekt
von: Sebastian Passow
GLIEDERUNG
1. EINLEITUNG- UMWELTSZENARIO 2050 4
2. DAS KLIMA DER ERDE 6
2.1 KLIMAMODELLE 7
2.2 TREIBHAUSEFFEKT 8
2.2.1 DER ANTHROPOGENE TREIBHAUSEFFEKT 9
2.2.2 TREIBHAUSGASE- KLIMARELEVANTE UND ATMOSPHÄRISCHE SPURENGASE 10
2.2.2.1 Wasser - H2O 11
2.2.2.2 Kohlendioxid- CO2 11
2.2.2.3 Methan- CH4 12
2.2.2.4 Distickstoffmonoxid- N2O 13
2.2.2.5 Fluorchlorkohlenwasserstoffe- FCKW 13
2.2.2.6 Ozon-O3 14
2.2.2.7 Sulfat-Aerosole 15
2.2.3 TREIBHAUSPROBLEM 15
2.2.4 GLOBALE FOLGEN DES TREIBHAUSEFFEKTES 17
2.3 ERWARTETE UND NOTWENDIGE MAßNAHMEN 20
3. REAKTIONEN AUF DEN KLIMAWANDEL UND TREIBHAUSEFFEKT 21
3.1 GLOBALE HISTORIE DER KLIMAPOLITIK 22
3.2 KYOTO-PROTOKOLL ALS KERNGEGENSTAND GLOBALER KLIMAPOLITIK 24
3.2.1 INSTRUMENTE DES KYOTO-PROTOKOLLS 25
3.2.2 BEWERTUNG UND SACHSTAND DES KYOTO-PROTOKOLLES 25
3.3 REAKTIONEN UND KLIMAPOLITIK DER BRD 26
3.3.1 DAS „DEUTSCHE“ KLIMAPOLITIKMODELL 27
3.3.2 AKTUELLER SACHSTAND DER EMISSIONEN IN DEUTSCHLAND 28
3.4 REAKTIONEN UND KLIMAPOLITIK AUS EU- PERSPEKTIVE 32
3.5 REAKTIONEN UND KLIMAPOLITIK DER USA 34
3.5.1 DAS „AMERIKANISCHE“ KLIMAPOLITIKMODELL 35
3.5.2 AKTUELLER SACHSTAND DER AMERIKANISCHEN KLIMAPOLITIK 36
4. ZUSAMMENFASSUNG 36
5. LITERATURVERZEICHNIS 38
6. INTERNETQUELLENVERZEICHNIS 40
1. Einleitung - Umweltszenario 2050
Aktuelle Katastrophen wie die Zunahme der Anzahl und Gewalt der Hurrikans, verheerende „Jahrhunderthochwasser“, Dürren in Gebieten wo es sonst immer Regen gab und Überschwemmungen in Gebieten in denen oftmals lange auf Regen gewartet wurde, sind heute scheinbar an der Tagesordnung. Es ist nicht allein nur El- Ninjo der immer häufiger und kräftiger in Erscheinung tritt, sondern das Klima des blauen Planeten ist ernsthaft in Gefahr. Durch das Verbrennen von Kohle, Erdöl und Erdgas und die fortschreitende Abholzung der tropischen Regenwälder nimmt der Kohlendioxidgehalt, der Methan- und Lachgasgehalt und der Anteil von künstlich hergestellten Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) in der Erdatmosphäre ständig zu. Den Meinungen der Klimaforschern zu folge führt dies zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre, die einhergeht mit einer kritischen Zunahme des Ozonlochs über der Antarktis. Die Konsequenzen aus diesem durch den Menschen herbeigeführten Wandel werden in der Gegenwart immer deutlicher. Welche Konsequenzen noch folgen werden ist - so die Annahme in der Politik - oftmals übertrieben oder gar „Schwarzmalerei“; werden jedoch die Fakten und Forschungsergebnisse vieler wissenschaftlicher Teilbereiche, denn der Klimawandel ist längst zum interdisziplinären Problem geworden, betrachtet, wird deutlich, dass konsequente Handlungsstrategien auf allen Ebenen initiiert werden müssen um eine drohende Klimakatastrophe abwenden zu können.
Gelingt dies auf einer langen Perspektive nicht, wäre das im Folgenden dargestellte Umweltszenario des Jahres 20501 gar nicht mehr so abwegig. Es beruht insgesamt auf den Ausführungen von Kachelmann (2002), Crutzen/Müller (1991) und Weiner (1990) und stellt eine Art „Zusammenfassung“ von den in ihren Werken gemachten Visionen dar. Exemplarisch dazu stellt Weine r (1990, S.120) in seinem Buch „Die nächsten hundert Jahre“ eine recht globale Vorhersage vor, die Syokuro Manabe vom Geophysical Fluid Dynamics Laboratory nach dem Wetterrekordjahr 1998 für den Fall der Verdopplung des Kohlendioxidgehaltes prognostiziert. Seine Prognose enthält acht Vorraussagen, die sich bereits zum Teil jetzt, 15 Jahre später, gar nicht mehr als so entfernt erscheinen.
1. Die Temperatur in der Troposphäre wird steigen, die in der Stratosphäre wird fallen.
2. Die globale Erwärmung wird in den höheren Breitengraden zwei- oder dreimal höher ausfallen als in den niederen. Daraus ergibt sich eine folgenschwere Rückkopplung- das Eis der Meere wird zurückweichen, die Pole werden dunkler und „schlucken“ mehr Wärme. Tropische Klimate werden eine Durchschnittstemperaturzunahme von 2° Celsius, die subtropischen Breiten von 3°Celsius, die gemäßigten Breiten von 5° Celsius und die oberen Breitengrade (Linie Stockholm- Anchorage) von über 10° Celsius verzeichnen.
3. Temperaturerhöhung über dem Arktischen Ozean wird im Winter ein Maximum und im Sommer ein Minimum erreichen.
4. Der globale Gezeitenzyklus wird hyperaktiv, d.h. durch die Erwärmung wird jeden Tag mehr Wasser fallen und steigen, was sich dann aber nicht gleichmäßig abregnet, so dass es an einigen Stellen deutlich nasser und an anderen deutlich trockener wird.
5. Die Eiskappen auf den polaren Meeren werden ungleichmäßig dünner.
6. Schnee wird auf den Kontinenten jedes Jahr früher schmelzen.
7. In den Flussgebieten Sibiriens und Kanadas wird 30% mehr Wasser ins Meer fließen.
8. Da der Winterschnee schneller schmilzt, wird der Frühlingsregen früher einsetzen und somit auch wieder früher aufhören was dazu führt, dass die sommerlichen Trockenperioden größer werden.
Zusammengefasst wird deutlich, dass eine sehr skurrile Kettenreaktion entstehen kann. Durch die anthropogene Einwirkung kommt es zu einer Anreicherung von CO2 in der Erdatmosphäre was zu einer globalen Erwärmung führt. Diese führt zu einem langsamen Abschmelzen der Polarkappen, dies zu einer Erhöhung des Meeresspiegels, dies zu einer größeren Tidebewegung, was wiederum bedeutet, dass die Küstenregionen auf der einen Seite überflutet und auf der anderen Seite durch die Tideströmung abgetragen werden. Aus kontinentaler Perspektive betrachtet sieht es etwas anders aus. Die Erwärmung führt hier zu einem Abschmelzen des Landeises (Gletscher) und zu einem früheren Abschmelzen des Winterniederschlages- zu Überschwemmungen im Landesinneren in den ersten Monaten des Jahres, welche von den früher einsetzenden Frühjahrsniederschlägen genährt werden. Sind die Überschwemmungen vorbei, kommt es zu einer langen Trockenzeit, die Flüsse führen über lange Zeit Niedrigwasser oder vertrocknen über bestimmte Zeitperioden. Dies führt zu einem Absinken des Grundwasserspiegels und ist die Grundlage der natürlichen Desertifikation. Daraus resultieren Dürren und Trinkwassernot im Landesinneren, währenddessen die Küste „ertrinkt“. Durch die Abnahme des Polareises, des größten Süßwasserreservoirs der Erde, verändert sich der Salzgehalt der Meere, was zu Veränderungen von klimabestimmenden Meeresströmungen führt. Dadurch kommt es zu einer Zunahme von Wetterphänomenen und Naturkatastrophen. Durch die Erwärmung, den Anstieg des Meeresspiegels würde sich zusätzlich die arktische Eisdecke heben, die noch vom festen Boden gehalten wird. Mit dem steigenden Meeresspiegel verliert sich jedoch der Kontakt und das Meerwasser muss das Gewicht des Eises tragen, was wiederum zu einem Anstieg des Meeresspiegels um mehr als fünf Meter führt - das Aus für Millionen Quadratmeter Boden und den darauf lebenden Menschen. Eine kleine „Völkerwanderung“ in Form einer Wanderung ins Landesinnere wäre eine mögliche Folge. Die dann eintretende Wechselwirkung beinhaltet eine Bedarfssteigerung hinsichtlich des Trinkwasserbedarfs, bei gleichzeitig eintretender Wasserverknappung. Ein Krieg um Trinkwasser erscheint zwar heute vielen noch absurd, wäre aber eine Entwicklung, die bei stetigem Bevölkerungswachstum auf der Erde heute vielleicht gar nicht mehr so undenkbar ist. Zu berücksichtigen ist an dieser Stelle, dass zum Teil sehr unterschiedliche und teilweise sogar gegenläufige Vorhersagen hinsichtlich der Veränderung des Klimas postuliert werden, jedoch geht aus allen Vorhersagemodellen deutlich hervor, dass ein Klimawandel, doch auch schon eine Klimaveränderung, gewaltige soziökonomische Konsequenzen in sich birgt (vgl. Rotte 2001, S.13ff.). Als erstes kleines Resümee ist an dieser Stelle zu formulieren, dass diese dargestellte Kettenreaktion keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und nur in Ansätzen wissenschaftlich fundiert ist. Dennoch sollte jedem bewusst sein, was passieren kann. Die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen für das Verständnis der niedergeschrieben Vorgänge liefert das nächste Kapitel der Arbeit. Was zu tun ist, zu tun wäre und dann von den Verursachern, den Menschen, getan wird oder auch nicht, ist Gegenstand des dritten Kapitels der Arbeit, in dem die Klimapolitik verschiedener Länder kritisch betrachtet wird.
2. Das Klima der Erde
Zentraler Bestandteil dieses Kapitels ist das Schaffen einer wissenschaftlichen Grundlage hinsichtlich der einzelnen Komponenten, die das Klima determinieren und die durch das Klima determiniert werden. Ziel dieser Darstellung ist die Vermittlung von theoretischem Grundwissen. Wissen, das nötig ist um in den darauf folgenden Kapiteln die Denkansätze zur Beseitigung des „Klimaproblems“ grundlegend zu verstehen und nachzuvollziehen. Bevor jedoch auf einzelne Komponenten und Bestimmungsgründe des Klimas eingegangen wird, ist es wichtig den Begriff des Klimas näher zu erläutern. Allgemein wird unter dem Begriff des Klimas der für ein bestimmtes geographisches Gebiet charakteristische Ablauf der Witterung aus meteorologischer Perspektive verstanden (vgl. Duden, S.709). Der Begriff des Klimas steht somit für die Gesamtheit aller meteorologischen Erscheinungen, die für den gemittelten Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das gemeinsame Wechselspiel aller Sphären der Erde geprägt (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Klima).
[...]
1 Werden die heutige Bevölkerungsstruktur, die Entwicklung der Alterspyramide, die Alterssterblichkeit, die medizinische Versorgung und auch mögliche Innovationen einkalkuliert, wird deutlich, dass die Lebenserwartung immer höher wird, d.h. ca. 60 Prozent der heute lebenden Menschen der 1. Welt- Staaten wird das Jahr 2050 erleben- ergo geht der Klimaschutz auch sie noch etwas an.
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