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Case Management im Krankenhaus

Other, 2003, 28 Pages
Author: Bernhard Bischof
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Institute: Fachschule für Organisation und Führung, Radolfzell
Tags: Case, Management, Krankenhaus
Category: Other
Year: 2003
Pages: 28
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V48067
ISBN (E-book): 978-3-638-44868-0

File size: 262 KB


Excerpt (computer-generated)

Case Management im Krankenhaus

von: Bernhard Bischof

 


Inhaltsverzeichnis

1 Case Management Seite 2

1.1 Einleitung Seite 2
1.2 Definition Seite 3
1.3 Geschichte Seite 4
1.4 Case Management in amerikanischen Krankenhäusern Seite 6

2 Situation in Deutschland Seite 8

2.1 Netzwerkgedanke in der Sozialarbeit Seite 8
2.2 Situation im Krankenhaus Seite 11
2.2.1 Konsequenzen der DRG′s in der Krankenhausfinanzierung Seite 13

3 Case Management als Organisationsverfahren Seite 14

3.1 Verschiedene Case Management Modelle Seite 14
3.2 Ziele des Case Managements Seite 15
3.3 Weitere Aufgaben des Case Managements Seite 20
3.4 Case Management unter dem Blickwinkel der Imagepflege Seite 21
3.5 Persönliche Voraussetzung eines Case Managers und Fragen der Besetzung Seite 22

4 Schlußbetrachtung Seite 23

Grafische Darstellung Seite 26

Anlage Seite 27

Glossar Seite 29

Literaturverzeichnis Seite 30



 

1 Case-Management

1.1 Einleitung

Seit der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes werden in der Gesellschaft verschiedene Wege und Möglichkeiten diskutiert, wie das gesamte Gesundheitswesen in Deutschland effizient gemacht werden kann. Unter Effizienz verstehen dabei die Verantwortlichen auf Seiten der Politik, Krankenversicherungen, Bürgern, Unternehmen und Betreibern bzw. Trägern von Krankenhäusern einerseits Qualitätsverbesserungen in der Patientenversorgung, die andererseits Kostenreduzierung ermöglichen. Dies scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf (staatlich verordnetem) Wettbewerb der Institutionen untereinander, aber auch innerhalb der Institutionen, Beide Aspekte haben den Begriff "Gesundheitsmarkt" hervorgebracht hat, da das Gesundheitswesen in zunehmendem Umfang Markt- Merkmale im Sinne von Angebot und Nachfrage aufweist. Dem entsprechend befindet sich auch die Terminologie im Wandel.

Der Wettbewerb soll gewährleistet werden durch Transparenz der Aufbau1- und Ablauforganisation2 der unterschiedlichen Einrichtungen als Voraussetzung für Vergleichbarkeit: Organisationen werden systematisch überprüft und nach sinnvollen, das heißt dem Anspruch der Effizienz fördernden Veränderungsmöglichkeiten untersucht. Case Management greift zudem den Aspekt der "Fallführung" auf. Als "Fall" versteht es den Patienten/Klienten, der individuell durch den Prozeß des Krankenhausaufenthaltes geführt wird: von der Aufnahme über die Behandlung bis zur Entlassung. Case- Management ist eine Methode, die Wirtschaftlichkeit, Fallführung sowie Qualitätsverbesserung der Versorgung in Einklang zu bringen sucht.

1.2 Definition

In der Literatur findet sich keine einheitliche Definition von Case- Management. Neben einer Vielzahl anderer trifft nachfolgende Definition von Allen Rubin aus dem Jahre 1987, aus Sicht der Patienten, wohl am ehesten die Kernforderungen:

"Case-Management ist ein Ansatz der Erbringung von Dienstleistungen, der für Klienten mit komplexen und vielfältigen Problemen und Behinderungen sicherzustellen sucht, daß sie rechtzeitig und in angemessener Form die Leistungen erhalten, die sie benötigen. Es handelt sich um einen bereichsübergreifenden Ansatz, der nicht einen spezifischen direkten Dienst bietet, sondern Case Manager einsetzt, die den Klienten an das unübersichtliche Angebot der Erbringer direkter Leistungen heranführen. Von diesen Case Managern wird erwartet, daß sie die letzte Verantwortung dafür übernehmen, daß das System der Leistungserbringung den Erfordernissen bei jedem einzelnen Klienten nachkommt (...)." 3 Ein entsprechendes Pendant, das tendenziell die Sichtweise und Interessen der Organisation widerspiegelt, findet sich bei der "Case Management Society of America" (CMSA)4, die 1995 folgende Formulierung (nach deutscher Übersetzung) gebilligt hat:5 "Case Management ist ein Prozeß der Zusammenarbeit, in dem eingeschätzt, geplant, umgesetzt, koordiniert und überwacht wird und Optionen und Dienstleistungen evaluiert werden, um dem gesundheitlichen Bedarf eines Individuums mittels Kommunikation und mit den verfügbaren Ressourcen auf qualitätvolle und kostenwirksame Ergebnisse hin nachzukommen"6. Die unterschiedlichen Perspektiven, aber auch die unterschiedlichen Entwicklungen in verschiedenen Ländern mit jeweils eigenen Sozialgesetzgebungen und Sozialsystemen, sowie die Tatsache, daß sich Case Management noch immer weiterentwickelt, bedingen, daß bis heute für Case Management noch keine eindeutige Definition gefunden wurde. Es ist wohl eher eine Grundhaltung, dessen Wesenskern so schlicht und unspezifisch ist, daß er den unterschiedlichen Ausformungen ausreichend Raum bietet: Michael Ewers schreibt dazu in seinem Buch:

"Kurz gefaßt besteht das Proprium (Wesenskern)7 des anglo - amerikanischen Case Management darin, daß es in Anlehnung an die Zielvorstellung einer kontinuierlichen und integrierten Versorgung (continuum of care) der zeitlichen und räumlichen Dimensionen des Versorgungsgeschehens überbrückt und insofern auf zentrale Herausforderungen in komplexen und hochgradig arbeitsteiligen Sozial- und Gesundheitssystemen reagiert (ROTHMAN 1991, BOWER 1995)"8

1.3 Geschichte

[...]


1 Aufbauorganisation: siehe Glossar

2 ebd.

3 Vgl. WENDT, 1997, S.48

4 Case Managemant Gesellschaft von Amerika

5 Vgl. SCHWEIBERGER, S. 17

6 SCHWEIBERGER, S. 17 f.

7 Vgl. EWERS, S. 54

8 ebd.


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