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Autor: Nadine Knurr
Fach: Skandinavistik
Details
Institution/Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Abteilung für Skandinavistik, Germanistisches Seminar)
Tags: Runenstein, Eggja, Runen, Magie, Religion
Jahr: 2005
Seiten: 30
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 15 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 926 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-45478-0
Textauszug (computergeneriert)
Der Runenstein von Eggja
von: Nadine Knurr
7. und 6. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 3
2. Äußere Umstände S. 4
2.1. Der Fund S. 4
2.2. Der Stein S. 6-7
3. Deutungen der Inschrift S. 8-10
3.1. Zeile I S. 10
3.1.1. a) Ni s solu sot uk ni sakse stain skorin S. 10-13
3.1.2. b) Ni xxxx mar nakda ni snarxxr ni wiltir manr lagixx S. 13-15
3.2. Zeile II S. 16
3.2.1. a) Hin warb naseu mar made þaim kaiba i bormoþa huni. S. 16-18
3.2.2. b) huwar ob kam harxxx hi a lat gotna S. 18-19
3.2.3. c) fiskr or fxxna uim suemade folk I fxaxnx xx galandi s S. 19-21
3.2.4. Zeile III S. 21-22
3.3. Weitere Übersetzungen S. 22-24
4. Die Pferdezeichnung S. 25
5. Datierung S. 26
6. Zeitgeschichtlicher Hintergrund S. 26-28
7. Fazit S. 28-29
Literaturverzeichnis S. 30
1. Einleitung
Die Absicht dieser Arbeit ist es, den Runenstein von Eggja auf mehreren Ebenen vorzustellen. Es wird auf die Umstände seines Fundes eingegangen, sowie auf seine Beschaffenheit und die der auf ihm eingeritzten Runen. In zuerst mehr deskriptiver Form wird auf die Runenzeilen, auf einzelne Wörter sowie auf ihre Lesung eingegangen. Diese werden daraufhin dann gezielt gelesen und interpretiert.
Zur Veranschaulichung werden mehre Bilder und Zeichnungen eingefügt, die die Problematik der Lesung verdeutlichen. Da es mir nicht möglich sein wird, eine eigene Interpretation einzubringen, beziehe ich mich in diesem Teil auf fremde Interpretationen. Einige Interpretationsansätze werde ich im Detail erörtern, lasse aber auch andere Meinungen einfließen, um ein Gesamtbild entstehen zu lassen. Auch hier werden einige Zeichen zur Visualisierung der Runen und Lakunen eingefügt. Ferner soll ein zeitgeschichtlicher Aspekt diskutiert werden, der einen tieferen Blick in die kulturellen bzw. religiösen Hintergründe bieten soll. Zum Ende nehme ich eine zeitliche Einteilung der Entstehung des Steines von Eggja vor, in der auch die stilisierte Pferdezeichnung berücksichtigt wird. Die Hausarbeit soll sowohl einen Eindruck von der Geschichte des Steines vermitteln, als auch einen Überblick der verschiedenen Interpretationen und Meinungen verschaffen, die teilweise stark voneinander abweichen. Diese Arbeit wird keine neue Interpretation liefern, sie versucht vielmehr einen roten Faden in die Vorangegangenen zu ziehen, wobei auch die Wertungen der Arbeiten größtenteils den Runologen überlassen wird.
2. Äußere Umstände
In dem nachfolgenden Kapitel werden die äußeren Umstände des Fundes, des Fundortes, sowie des Steins und seiner Runen erläutert. In Schrift und Bild wird ein Gesamteindruck entstehen, der den Stein und seine Geschichte vorstellt.
2.1. Der Fund
Der Runenstein von Eggja wurde am 5.Juni 1917 beim Pflügen auf einem Acker in der Nähe des Hofes Eggja in Sogndal, Sogn og Fjordane fylke in Westnorwegen entdeckt. Er lag an einem steilen Felshang etwa 600 Meter über dem Fjord, nur 40 m von der Scheune des Hofes Egge entfernt. Der Direktor des Bergener Museums, Professor Haakon Shetelig, wurde verständigt. Als der jedoch 14 Tage später dort ankam, schoss bereits das Korn hoch und er war gezwungen bis zur Ernte zu warten. Im Herbst, am 15. September 1917, konnte die Untersuchung dann begonnen werden. In nur etwa 20 cm Tiefe - etwa Pflugtiefe - entdeckte man einen Stein und auf ihm eine umfassende Runenritzung. Die Schriftseite lag nach unten gewandt. 1
Vermutlich handelte es sich um ein Flachgrab, dessen Deckel der Stein bildete, welches jedoch umfassend zerstört und offenbar geplündert wurde. Es fanden sich unter dem Stein keine Knochenreste oder Ähnliches, lediglich ein Eisenmesser ohne Spitze, ein Feuerstahl und ein paar benagelte Holzteile wurden entdeckt. 2 Es kann davon ausgegangen werden, dass das Grab zuvor von Grabplünderern heimgesucht wurde. Unklar ist jedoch, ob es sich bei dem Fund um ein vollständiges Grab oder um einen Kenotaph handelte.
2.2. Der Stein
Der Stein4 ist etwa 162 cm lang, 72 cm breit und etwa 10 cm stark. Seine Hauptbestandteile sind Gneis und Glimmer, also sehr weiche Gesteine. Auf ihm befinden sich etwa 200 Runenzeichen, deren Größe von 3 bis 5,2 cm variiert. Es ist damit die längste Runeninschrift aus älterer Zeit. Die Zeichen sind auf den weicheren Partien eingeritzt und verlaufen über die gesamte Länge des Steins. Viele Runen sind gut lesbar, durch die starke Verwitterung sind jedoch einige Zeichen umfassend zerstört und unlesbar. Gut erkennbar ist die Darstellung eines halben Pferdes, welche in der Mitte der Runenzeichen verläuft. Die Zeichnung wird in den letzteren Kapiteln mehr Aufmerksamkeit finden, zunächst liegt der Schwerpunkt auf der Deutung der Runenzeichen. Dies ist eine Kopie der Runenzeichen des Eggja-Steins und sie hält die exakte Inschrift des Steins fest, welche deutlich auf dem Stein zu erkennen ist.
2.3. Die Lesung
[...]
1 Vgl. Jankuhn, Herbert und Krause, Wolfgang: Die Runeninschriften im älteren Futhark, Göttingen 1966, S. 227- 228.
2 Vgl. Heiermeier, Annie: Der Runenstein von Eggja, Halle a.d.S.1934, S. 11.
3 Vgl. Norske runeinnskrifter I unter: http://www.arild-hauge.com/innskrifter.htm [15.12.2005] [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
4 Vgl. Jankuhn, Herbert und Krause, Wolfgang, S. 228.
5 Darstellung ohne Pferd vgl. Heiermeier, Annie. Faltblatt.
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