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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 19
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 18  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 266 KB
Archivnummer: V49030
ISBN (E-Book): 978-3-638-45578-7

Textauszug (computergeneriert)

Soziobiologie

von: Monika Blazek

 


Gliederung

1. Einleitung

2. Was genau ist Soziobiologie?

3. Gruppenbildung in der Tierwelt

3.1. Formen der Gruppenbildung in der Tierwelt
3.2. Vorteile des Gruppenlebens
3.3. Nachteile des Gruppenlebens

4. Wettbewerb, Kooperation und Konflikte in einer Gruppe

4.1. Die Allgegenwart des natürlichen Wettbewerbs
4.2. Kampf und Dominanz
4.3. Kooperation und Altruismus

5. Gruppenphänomene

5.1. Territorialität
5.2. Zwischengruppenkonflikte
5.3. Ausschlussreaktionen (Ostrazismus)

6. Geschlechterbeziehungen

6.1. Innergeschlechtliche Konkurrenz und Partnerwahl
6.2. Fortpflanzungssysteme

7. Differentielles Elterninvestment

7.1. Differentielles Elterninvestment wegen unterschiedlicher Ressourcenverfügbarkeit
7.2. Differentielles Elterninvestment nach den verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Kindern
7.3. Differentielles Elterninvestment nach der Vitalität der Kinder
7.4. Differentielles Elterninvestment nach dem Geschlecht der Kinder

8. Kritik an der Soziobiologie

9. Literatur
 



 

1. Einleitung

Hat sich nicht schon jeder einmal gefragt, warum wir Menschen uns zu sozialen Gruppen zusammenschließen und uns gegenseitig unterstützen, anstatt unser Leben auf eigene Faust zu meistern. Wie kommt es dazu, dass Tiere sich untereinander bekämpfen und sich unter anderen Umständen helfen? Und wer ist der beste Fortpflanzungspartner für wen? ...? Die Soziobiologie versucht diesen und anderen Fragen auf den Grund zu gehen. Die folgende Hausarbeit soll einen Grundriss der Soziobiologie darstellen und ihre Funktion für die menschliche Evolution liefern, denn kann man wirklich von Tieren auf Menschen schließen?

2. Was genau ist Soziobiologie?

Die Soziobiologie befasst sich grundsätzlich mit dem Phänomen Vergesellschaftung, studiert deren Formeln und versucht deren allgemeine Mechanismen zu ergründen. Ihr Kern liegt in der Anwendung der Evolutionsbiologie auf das Sozialverhalten der Tiere, einschließlich des Menschen. (vgl. Barash, 1980, S.16) Der Begriff Soziobiologie wurde erstmals auf einer Konferenz in New York verwendet und diente dazu Brücken zwischen mehreren Fachgebieten zu schlagen, wodurch sie zu einer interdisziplinärer Wissenschaft wurde, die durch vergleichende Studien allgemeine und allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten des sozialen Verhalten beim Tieren und beim Menschen zutage bringen soll. Häufig bringt man Darwin mit der Soziobiologie in Verbindung, da sie zwar auf seiner Evolutionstheorie beruht, aber dennoch in gewisser Hinsicht von dieser abweicht. Mit zwei Wurzeln bleib sie allerdings mit Darwins Theorie verbunden: 1. Darwins Vorstellung des Wettbewerbes wird übernommen, sowie die Annahme, dass Individuen unterschiedliche Eignungen besitzen. 2. Beide Parteien sehen die Möglichkeit, dass das soziale Verhalten der Lebewesen auf evolutionsbiologischer Grundlage zu erklären sei. (vgl. Wuketits, 1997, S. 15ff)

3. Kooperation und Konflikt in sozialen Gruppe

3.1. Formen der Gruppenbildung in der Tierwelt

Als sozial werden alle Lebewesen bezeichnet, deren Individuen sich zu Gruppen zusammenschließen. Die Größe der Gruppe ist von Art zu Art verschieden, sie kann aus zehn aber auch aus 100 Mitgliedern bestehen. Das zentrale Merkmal einer Gruppe ist ein Mindestmaß an Kooperation unter den Individuen. Erst dann kann man von einer Sozietät sprechen. Anders hingegen verhalten sich die Aggregationen, die zwar auch aus mehreren Einzeltieren der gleichen Art bestehen, aber keine Gruppe im qualitativen Sinn bilden. Der Zusammenschluss erfolgt eher durch ein zufälliges Ereignis, das durch äußere Faktoren bedingt wurde (Bsp.: Klapperschlangen, die sich für den Winterschlaf an einem bestimmten Ort einfinden). Es gibt auch Aggregationen, in denen mehrere Tierarten aufzufinden sind. Hierbei handelt es sich um Tieransammlungen, beispielsweise an einem Wasserloch, die nichts mit einer sozialen Gruppe zutun haben. Eine weitere Gruppenform stellt die Eusozialität dar (beispielsweise ein Ameisenstaat). Die Mitglieder bleiben über Generationen in einem kooperativen Gruppenleben, das nur einem oder wenigen Individuen die Fortpflanzung gestattet, während die anderen Tiere die Aufgabe von Helfern übernehmen. (vgl. Wuketits, 1997, S.27)

Heuschrecken, unter anderem, schließen sich zu so genannten Schwärmen zusammen, hierbei handelt es sich um ein mehr oder weniger lockeren zeitlich begrenzten Zusammenschluss von mehreren, oftmals Millionen, Individuen, die normalerweise eine solitäre Lebensform verkörpern. Auf der Ebene eines Schwarms findet man bereits Vorstufen für die Kooperation im engeren Sinne. Durch gegenseitige Unterstützung entsteht eine größere Bewegungsfreiheit und ein höherer energetischer Nutzgewinn für das einzelne Individuum. Des Weiteren steigt in einem Schwarm die Wahrscheinlichkeit einen Geschlechtspartner zu finden enorm an. Systematisch gesehen lassen sich zwei Grundtypen der Gruppenbildung erkennen und auch auseinander halten. Da seien zunächst einmal die offenen Gesellschaften (z.B. Schwärme, Scharen). Sie bestehen aus vielen Individuen, die anonym in einem Verband leben und nahezu beliebig austauschbar sind, ohne dass sich dadurch die Grundstruktur der Gruppe ändern würde. Des Weiteren seien die geschlossenen Gesellschaften genannt, auf die die Bezeichnung eusozial zutrifft. Ihre Mitglieder verhalten sich gruppenfremden Individuen gegenüber anders, als ihren Gruppengenossen. Allerdings gibt es auch hier den Unterschied zwischen anonymen (z.B. Insektenstaaten) und individualisierten (z.B. Wolfsrudel) Gesellschaften. Die anonymen Verbände sind, im Gegensatz zu den individualisierten, relativ groß. In beiden Fällen sind aber die Individuen nicht beliebig austauschbar, wie das bei einer offenen Gesellschaft festzustellen ist. (vgl. Wuketits, 1997, S.33) Natürlich gibt es noch andere Formen von Sozietäten, wie zum Beispiel das Rudel, die Herde, etc. Aber alle aufzuzählen würde den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen.

3.2. Vorteile des Gruppenlebens

a) Verringerung des Raubdrucks

[...]

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