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Essay, 2004, 13 Pages
Author: Syntje Krause
Subject: Sociology - Methodology and Methods
Details
Tags: Befragung, Befragungsarten, Beispiel, Fragebogen
Year: 2004
Pages: 13
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45772-9
File size: 265 KB
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Excerpt (computer-generated)
Befragung - Befragungsarten, Beispiel "Fragebogen"
von: Syntje Krause
1. Einführung in die unterschiedlichen Befragungsarten
2. Ablauf der Erstellung einer schriftlichen Befragung - „Der Fragebogen“
3. Zu beachtende Faktoren bei der Erstellung eines Fragebogens
4. Eigener Fragebogen- „Kommunikation“
5. Quellen
1. Wie bekomme ich heraus, was die Menschen bewegt, wie sie sich verhalten oder was sie sich in der Zukunft wünschen?
Nicht nur zur Aufklärung dieser Fragen gibt es ein mögliches Instrument zur Beantwortung: Die Befragung ist nach wie vor das Standardinstrument der empirischen Sozialforschung, wenn man Fakten, Wissen, Meinungen, Einstellungen oder Bewertungen einholen und überprüfen möchte. Wir unterscheiden hier die mündliche Befragung/ Interview, die schriftliche Befragung und das Telefoninterview. (siehe Abb1- W. Stangl, Diekmann, Esser) Welche Erhebungsmethode im Einzelnen gewählt wird, richtet sich nach dem jeweiligen Untersuchungsanliegen und besonders danach, ob und wie der Informationswunsch am besten, ökonomischsten und schnellsten durch eine Erhebung befriedigt werden kann. Einen wesentlichen Einfluss auf die Wahl der Erhebungsmethode hat das zur Verfügung stehende Budget.
Abb1.: Anhand dieser Grafik erkennt man die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Befragungen [Abbildung in de Downloaddatei vorhanden]
2. Ich werde im Folgenden die Vorgehensweise bei schriftlicher Befragung mit Hilfe eines Fragebogens näher beschreiben und anschließend meinen eigenen entwickelten Fragebogen mit einbringen. Im Allgemeinen werden schriftliche Befragungen durchgeführt, indem ein Fragebogen an Befragte per Post versendet wird (Mail Survey) , mit der Bitte, diesen auszufüllen und an die jeweilige Forschungsgruppe zurückzuschicken. (Esser S. 335) Im ersten Stadium muss festgelegt werden, was analysiert oder erhoben werden soll. Ziel dieser Phase ist es, ein klares Bild dessen zu erhalten, was letztendlich abgefragt werden soll. Was sind die Ziele ? Ist die gewünschte Methode dazu auch geeignet ? Dann kann man weiter ins Detail gehen und sich direkt zur Hypothese über die dafür benötigten „Werkzeuge“ Gedanken machen. Wir unterscheiden:
- offene Fragestellungen: jede Antwort ist denkbar- schwer auszuwerten (Diekm. S. 408, Esser S. 308f)
- geschlossene Fragestellungen: Antworten sind eingegrenzt (ebenda); beispielsweise:
- dichotome Fragen: zwei Antworten zur Auswahl
z. B. : Waren Sie dieses Jahr im Urlaub? Ja Nein
- Multiple choice, Alternativfragen: drei oder mehr Alternativen stehen zur Auswahl, entweder 1
oder mehrere Antwortmöglichkeiten (Dieckm. S. 404)
z. B. : Woher haben Sie die Infos zu ihrem Urlaub? (max.2 Antwortmöglichkeiten)
Reiseführer/ Katalog durch Reisebüroangestellte
über Bekannte/ Freunde andere Infos
übers Internet/ TV
- Likert-Skala: eine Aussage, mit der die Befragten den Grad ihrer
Zustimmung bzw. Ablehnung angeben können. (In meinem Fragebogen habe ich mich nach
dieser Skala gerichtet.) (Diekm. S. 209f, Esser S. 181f)
z. B. : Urlaubsangebote über das Reisebüro bieten mehr Auswahl.
Stimme ich Stimme ich Unent- Stimme Stimme ich
überhaupt nicht zu nicht zu schieden ich zu voll zu
Während der Fragebogenerstellung sollte man sich bereits Gedanken über die verschiedenen Skalierungen machen:
nominal (z.B.: Haarfarbe, ja/nein- Fragen, Codierung spielt keine Rolle)
ordinal (es liegt eine Ordnung vor, z.B.: Schulnoten, Beurteilungen,...)
metrisch bzw. quantitativ (Intervallskala, Verhältnisskala, z.B.: Gewicht, Alter, Einkommen - nicht gruppiert) (Diekm. S. 249f, Esser S. 136f)
Man sucht weiter nach eigenem Ermessen die Elemente aus der Grundgesamtheit heraus, die als besonders typisch erachtet werden und schließt von den erzielten Ergebnissen entsprechend auf die Grundgesamtheit. Ich kann hier zum Beispiel eine einfache Zufallsstichprobe anwenden. Die Elemente, die in das Stichprobensample eingehen, werden unmittelbar aus der Grundgesamtheit gezogen, wie wir wissen. Voraussetzung: Vollständigkeit der Grundgesamtheit, gleiche Auswahlchance. (Diekm. S. 328f, Esser S. 255f) Ich kann aber auch das Modell der geschichteten Zufallsstichprobe anwenden. Die Grundgesamtheit wird dann in mehrere Untergruppen (Schichten) aufgeteilt, aus denen dann jeweils die, in die Gesamtstichprobe eingehenden Elemente, mittels eines reinen Zufallsverfahrens ausgewählt werden. (Bei meinem Fragebogen wählte ich die einfache Zufallsstichprobe.) (Diekm. S. 337, Esser S. 261f) Die Klumpenauswahl ist ebenfalls möglich. Die Grundgesamtheit wird hier in Klumpen (Flächen) unterteilt und dann wird rein zufällig eine bestimmte Zahl dieser Klumpen ausgewählt und mit allen ihren Elementen in das Sample einbezogen. Nicht einzelne Elemente, sondern ganze Gruppen bilden die Auswahleinheit – die Grundgesamtheit muss vollständig vorliegen. z. B. : (Städteplanung)- Planquadrate eines Stadtplans, oder Häuserblocks (Die gezogenen Klumpen gehen entweder als Gesamtheit in die Stichprobe ein, oder es werden aus ihnen wiederum Teilstichproben nach einfacher Zufallsauswahl gezogen) (Diekm. S. 336, Esser S. 262f) Die Größe der Stichprobe ist meist durch die finanziellen Möglichkeiten bestimmt.
[...]
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