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Scholary Paper (Seminar), 2005, 21 Pages
Author: Daniela Scharnagl
Subject: Romance Languages - French Linguistics
Details
Institution/College: LMU Munich (Institut für Romanistik)
Tags: Encyclopédie, Diderot, Alembert, Proseminar, Französische, Sprachwissenschaft, Französische, Sprachgeschichte
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-46583-0
File size: 302 KB
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Excerpt (computer-generated)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Romanische Philologie
Proseminar-Arbeit mit Abgabetermin
Februar 2005, Wintersemester 2004/05
Die Encyclopédie von Diderot und d’Alembert
von: Daniela Scharnagl
INHALTSVERZEICHNIS
1 Das Zeitalter der Aufklärung und die Encyclopédie von Diderot und d’Alembert 3
2 Die Encyclopédie von Diderot und d’Alembert 4
2.1 Biographien der wichtigsten Mitarbeiter 4
2.1.1 Denis Diderot 4
2.1.2 Jean Le Rond d’Alembert 5
2.1.3 Louis de Jaucort 6
2.1.4 Montesquieu 7
2.1.5 Voltaire 7
2.1.6 Jean-Jacques Rousseau 8
2.2 Historische Rahmenbedingungen der Encyclopédie 9
2.2.1 Das Zeitalter der Aufklärung 9
2.2.2 Politik und Wirtschaft 10
2.2.3 Gesellschaft und Kultur 11
2.3 Entstehungsgeschichte der Encyclopédie 13
2.3.1 Ursprünge und Anfänge 13
2.3.2 Schwierigkeiten und Hindernisse 14
2.3.3 Das vollendete Werk 16
2.4 Besprechung des Artikels Ypaina 17
2.4.1 Thematik und Struktur 17
2.4.2 Inhaltliche Zusammenfassung 17
2.4.3 Kritisierende Aspekte des Exzerpts 18
3 Resümee 20
4 Bibliographie 21
4.1 Primärquellen 21
4.2 Sekundärliteratur 21
4.3 Internetadressen 21
1 DAS ZEITALTER DER AUFKLÄRUNG UND DIE ENCYCLOPÉDIE VON DIDEROT UND D’ALEMBERT
Die Encyclopédie von Diderot und d’Alembert gilt als eines der wichtigsten und herausragendsten Werke der europäischen Aufklärung. Das Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert bildet in so mancher Hinsicht die Basis unseres heutigen Staatenwesens und unserer Auffassung über Herrschaftsform, Menschenrechte und geisteswissenschaftliche Auseinandersetzung. Es kennzeichnet den Übergang von heute als archaisch angesehenen Regierungsformen hin zur Französischen Revolution und dem Entstehen eines neuen Menschen- und Gesellschaftsverständnisses. Die Encyclopédie gilt als erstes Werk in der Geschichte des Buchwesens, das versucht, alles menschliche Wissen in sich zu vereinen. Besonderen Wert legten die Verfasser auf die Herausstellung bisher nicht berücksichtigter Wissensgebiete wie beispielsweise dem Handwerk, und versuchten aber auch durch ein verwinkeltes Verweissystem, den Leser mit ihrem aufklärerischen Gedankengut in Kontakt zu bringen.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln. Zunächst werden die wichtigsten Charaktere der Aufklärung und gleichzeitig bedeutende Autoren der Encyclopédie näher betrachtet, um deren Motivation und persönlichen Hintergrund zu eruieren. Im zweiten Abschnitt werden die historischen Rahmenbedingungen zur Entstehung der Encyclopédie in Augenschein genommen, also die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten des 18. Jahrhunderts. In einem dritten Teilbereich erfolgt die Betrachtung der Entstehungsgeschichte der Encyclopédie. Von der Idee, über Schwierigkeiten und Hindernisse bei der jahrzehntelangen Erarbeitung, bis hin zum vollendeten Werk. Um einen Eindruck von der Gestaltung der Encyclopédie und ihrer inhaltlichen Brisanz zu erhalten, wird abschließend der Artikel mit dem Titel Ypaina einer detaillierten inhaltlichen Analyse unterzogen, die durch eigenständige Interpretationen ergänzt werden soll. Das Thema der Encyclopédie weist meiner Ansicht nach einen hohen Forschungsstand auf, es konnte auf umfangreiche Materialien zurückgegriffen werden. Besonders hervorgehoben sei exemplarisch das sehr junge Werk „Die Welt der Encyclopédie“ von Anette Selg und Rainer Wieland, welches zum Verständnis der kritisierenden Aspekte bestens geeignet erscheint.
2 DIE ENCYCLOPÉDIE VON DIDEROT UND D’ALEMBERT
2.1 DIE BIOGRAPHIEN DER WICHTIGSTEN MITARBEITER
An der Entstehung der Encyclopédie wirkten weit mehr als 100 Schriftsteller verschiedenster Geistesrichtungen mit. An dieser Stelle sollen die herausragendsten Charaktere näher beleuchtet werden.
2.1.1 DENIS DIDEROT
Denis Diderot wurde am 5. Oktober 1713 als Sohn des Messerschmieds Didier Diderot und seiner Frau Angélique Vigneron in Langers / Campagne geboren. Drei der sechs geborenen Kinder erreichten das Erwachsenenleben, doch nur zu seiner Schwester Denise, die er sehr liebte und schätzte, behielt er ein herzliches Verhältnis. Im Alter von zehn Jahren trat er in ein Jesuiten-Collège ein. Nach drei Jahren beschloß er dann, das väterliche Handwerk zu erlernen, der Versuch jedoch scheiterte. Nun entschied er sich für den Beruf des Priesters und beabsichtigte, in den Jesuitenorden einzutreten. 1726 erhielt er die Tonsur, jedoch wollte er bereits zwei Jahre später seine Studien in Paris fortsetzen. Er besuchte fortan das Collège Louis-le-Grand oder das Collège d’Harcourt in Paris. (Borek 2000, 21-23)
1732 bis 1735 studierte er an der Sorbonne, die er als maître-es-lettres abschloß, doch anschließend konnte er sich immer noch nicht entscheiden, welchen Beruf er nun eigentlich ergreifen wollte. Daraufhin wurde ihm die finanzielle Unterstützung seitens seiner Eltern entzogen. In den folgenden Jahren „lebt Diderot von Gelegenheitsarbeiten im literarischen Untergrund, schreibt Predigten für angehende Geistliche, gibt Mathematikstunden, arbeitet […] als Hauslehrer, lernt Englisch, begeistert sich für das Theater und verbringt viel Zeit in den Cafés.“ (Borek 2000, 145) Als er 1743 nach Hause reiste, um die Einwilligung zu seiner Heirat mit Anne- Toinette Champion zu erlangen, ließ ihn sein Vater gefangensetzen, doch ihm gelang die Flucht zurück nach Paris, wo die heimliche Hochzeit stattfand. Dieser eher unglücklichen Verbindung entsprang Diderots vielgeliebte und einzig überlebende Tochter Angélique. Im Juni 1746 wurde Diderot Mitglied am Encyclopédie-Projekt, wobei er auch Jean Le Rond d’Alembert kennenlernte. Aufgrund der Anstößigkeit seiner persönlichen Werke wurde er 1749 für einige Monate inhaftiert, nach Geloben von künftigem Wohlverhalten jedoch gegen Ende des Jahres wieder entlassen. Diese Episode sollte ihm eine Lehre bleiben.
Seiner unglücklichen Ehe erwuchsen auch zahlreiche Liebschaften, wovon wohl die Beziehung zu Sophie Volland die bekannteste wurde. Sehr schwere Jahre hatte Diderot zwischen 1757 und 1759 zu durchleiden. 1757 kam es zum irreparablen Bruch mit seinem Freund Jean-Jacques Rousseau, im Januar 1758 zog sich d’Alembert aus der Mitherausgeberschaft der Encyclopédie zurück und im Juni 1759 starb sein Vater, zu dem er trotz schwerer Mißverständnisse ein gutes Verhältnis bewahrt hatte. Finanziell konnte Diderot inzwischen gut von seinen Einkünften aus dem Encyclopédie-Projekt leben. 1765 verkaufte er zusätzlich seine Bibliothek an die russische Zarin Katharina II., die ihn als Bibliothekar auf Lebenszeit einsetzte. Einige Jahre später folgte er auch ihrer Einladung zu einem Besuch in Rußland. 1767 wurde Diderot Mitglied der Akademie der Künste, doch sollte er zeitlebens nicht in die Académie française aufgenommen werden, was für ihn die höchste aller Ehren gewesen wäre. Im Februar 1784 erlitt Diderot einen Schlaganfall und erholte sich nur schwerlich. Am 31. Juli starb der Herausgeber der Encyclopédie an Herzversagen. (Borek 2000, 147f.)
2.1.2 JEAN LE ROND D’ALEMBERT
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