Subkulturforschungtheorie als Bestandteil von Cultural Studies mit einer beispie... close Bitte warten
Subkulturforschungtheorie als Bestandteil von Cultural Studies mit einer beispielhaften Auseinandersetzung der Punk Subkultur

Autor: Lars Nemeth
Fach: Anglistik - Kultur und Landeskunde

Lesen Sie im E-Book



Details

Veranstaltung: Kulturtheorien
Institution/Hochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Anglistik)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 28
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 199 KB
Archivnummer: V50394
ISBN (E-Book): 978-3-638-46625-7
ISBN (Buch): 978-3-638-66034-1

Zusammenfassung / Abstract

Diese Arbeit widmet sich der Subkulturforschung im Rahmen der Cultural Studies und insbesondere der des Centre for Contemporary Cultural Studies in Birmingham (Birmingham School). Es soll dargelegt werden in welcher Weise die Theorien über Subkulturen sich in den Bereich der Cultural Studies eingliedern und somit die Überlegungen der Wissenschaftler zweiter Generation an die Forschungsergebnisse der Kulturtheoretiker erster Generation des CCCS, wie zum Beispiel Richard Hoggarts und Raymond Williams anknüpfen. Im ersten Teil dieser Arbeit soll zunächst die Entstehungsgeschichte der Cultural Studies so wie der Wandel und die Neufassung des Kulturbegriffs beschrieben werden. Ich werde den kulturellen Diskurs am Beispiel der Forscher Richard Hoggart, Raymond Williams und Roland Barthes, bzw. an deren grundlegenden Erkenntnisse veranschaulichen. Das darauf folgende Kapitel skizziert die Anfänge der Subkulturforschung, ab den zwanziger Jahren, des amerikanischen Soziologen Albert K. Cohen. Der Hauptteil dieser Arbeit befasst sich mit den Forschungsergebnissen des Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) im Bereich subkultureller Strategien und Stilmerkmale. Dabei stehen der von Claude Levi-Strauss geprägte Begriff Bricolage sowie die diesbezüglichen Untersuchungen des Kulturwissenschaftlers Dick Hebdige im Fokus dieser Arbeit. Im Schlussteil werde ich den Wandel subkultureller Stilmerkmale am Beispiel der Punks darstellen. Es wird auf die Einflüsse afrikanischer (Sub)Kulturen auf Punk eingegangen, sowie den Einfluss und Wandel afrikanischer Kulturen im Allgemeinen auf Subkulturen, erörtert werden.

Textauszug (computergeneriert)

Carl von Ossietzki Universität Oldenburg
Seminar: Kulturtheorien
Sommersemester 2005
8. Semester Magister

Subkulturforschungtheorie als Bestandteil von Cultural
Studies mit einer beispielhaften Auseinandersetzung
der Punk Subkultur

von: Lars Nemeth

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Cultural Studies

2.1 Entstehung und Wandel der Cultural Studies:  4

Theorien von:
Raymond Williams 7
Roland Barthe 8
Richard Hoggarts 9

3. Kodieren und Dekodieren 11

4. Subkulturtheorie

4.1 Begriffsbestimmung Subkultur 13
4.2 Entstehung der Subkulturtheorie - Chicago School 15

5. Subkulturforschung im Centre for Contemporary Cutural Studies 18

Dick Hebdige 19
5.1 Stilschöpfung durch Bricolage 19
5.2 Hegemonie und die Bedeutung von Zeichen 22
5.3 Stilanalyse am Beispiel von Punk 24
5.4 Dialektische Bewegung von weiß zu schwarz 26

6. Schlussbemerkung 27

7. Literaturverzeichnis 28




 

1. Einleitung

Diese Hausarbeit widmet sich der Subkulturforschung im Rahmen der Cultural Studies und insbesondere der des Centre for Contemporary Cultural Studies in Birmingham (Birmingham School). Es soll dargelegt werden in welcher Weise die Theorien über Subkulturen sich in den Bereich der Cultural Studies eingliedern und somit die Überlegungen der Wissenschaftler zweiter Generation an die Forschungs-ergebnisse der Kulturtheoretiker erster Generation des CCCS, wie zum Beispiel Richard Hoggarts und Raymond Williams anknüpfen.

Im ersten Teil dieser Arbeit soll zunächst die Entstehungsgeschichte der Cultural Studies so wie der Wandel und die Neufassung des Kulturbegriffs beschrieben werden. Ich werde den kulturellen Diskurs am Beispiel der bedeutendsten Forscher wie Richard Hoggart, Raymond Williams und Roland Barthes, bzw. an deren grundlegenden Erkenntnisse veranschaulichen. Das darauf folgende Kapitel skizziert die Anfänge der Subkulturforschung, ab den zwanziger Jahren, des amerikanischen Soziologen Albert K. Cohen.

Der Hauptteil dieser Arbeit befasst sich mit den Forschungsergebnissen des Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) im Bereich subkultureller Strategien und Stilmerkmale. Dabei stehen der von Claude Levi-Strauss geprägte Begriff Bricolage sowie die diesbezüglichen Untersuchungen des Kulturwissenschaftlers Dick Hebdige im Fokus dieser Arbeit. Im Schlussteil werde ich den Wandel subkultureller Stilmerkmale am Beispiel der Punks darstellen. Es wird auf die Einflüsse afrikanischer (Sub)Kulturen auf Punk eingegangen, sowie den Einfluss und Wandel afrikanischer Kulturen im Allgemeinen auf Subkulturen, erörtert werden.

2.1 Entstehung und Wandel der Cultural Studies:

Cultural studies sind ein Feld der Sozialwissenschaften und Kulturwissenschaften. Dieser interdisziplinäre Forschungsansatz kombiniert Soziologie, Filmtheorie, Literaturtheorie und Kulturanthropologie in der Betrachtung von kulturellen Phänomenen der Gesellschaft, vor allem der Populärkultur im Gegensatz zur vermeintlichen Hochkultur. Cultural studies erforscht die Bedeutung (meaning) von Kultur als Alltagspraxis (everyday practice).1 Der Begriff „Kultur“ hat im Laufe der Geschichte äußerst unterschiedliche und viele, oft gegensätzliche Bedeutungen angenommen. Sogar als wissenschaftlicher Terminus kann er durchaus Gegensätzliches ausdrücken. So kann er sowohl von biologischer Bedeutung (Züchtung von Organismen) sein, als auch einen anthropologisch, ethnologischen Ansatz für bestimmte Lebensweisen und Umstände beinhalten.2 In der Entwicklung und andauernden Debatte über Kultur entstand eine enorme Vielfalt und Ausdehnung bezüglich der Definition und Verwendung des Kulturbegriffes. Diese Debatte war und ist Gegenstand in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Bereich der Cultural Studies.

Erst Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre hielten die Cultural Studies, als akademisches Forschungsgebiet, Einzug in die Universitäten. Für die Entstehungsgeschichte der Cultural Studies, gilt das 1964 von Richard Hoggart gegründete Institut CCCS (Centre for Contemporary Cultural Studies) in Birmigham als wegweisend. Die Gründungsväter Richard Hoggarts The Uses of Literacy (1957), Raymond Williams Culture and Society (1958) und The Long Revolution, sowie E.P. Thompsons The making of the English Working Class (1961), waren mit diesen zentralen Schriften maßgeblich für den Forschungsgegenstand dieser neuen Wissenschaft wegweisend.3

Einer der zentralen Forderungen der Cultural Studies war die Kultur nicht einfach nur von Außen zu betrachten, sondern von Innen heraus zu analysieren. Aus dieser Forderung ergab sich für die Gründungsväter, dass die Anhänger der Cultural Studies, Lehrende sowie Studierende sich innerhalb der zu untersuchenden kulturellen Millieus bewegen mussten (Siehe „Subkulturforschung im CCCS“ S. 16). In diesem Zusammenhang war besonders in den Anfangsjahren der Cultural Studies der Begriff der Klasse ein wichtiges analytisches Instrument.4

Die (neo-)marxistisch orientierten Forscher der CCCS stammten aus der Arbeiterklasse und galten als Vertreter der New Left Großbritaniens. Die Ergebnisse der Cultural Studies waren von daher von deren ideologischen Einstellungen geprägt und spiegelten ihre politischen und persönlichen Einflüsse durch aus wieder. Ihr sozialer Aufstieg und damit einhergehenden Berührungen mit anderen (Klassen-)Kulturen begann in der Erwachsenenbildung und setzten sich in akademischen Kreisen fort.5 Ab Mitte der fünfziger Jahre begann ein Wandlungsprozess, der heute auch als „Verbürgerlichung der Arbeiterklasse“6 bezeichnet wird. Aus der im Zuge, der zunehmenden Modernisierung und Amerikanisierung und weiterentwickelten Massenmedien eine Art Massenkultur hervor ging.

[...]


1 Wikipedia.de: Cultural Studies

2 Hebdige, Dick: Subculture: the meanin of style, London 1979. S. 3

3 Stuart Hall in: Storey, John: An Introductory Guide to Cultural Theory and Popular Culture, Hertfordshire 1993. S.10 f.

4 Hebdige, Dick: Subculture: the meanin of style, London 1979. S.12 f.

5 Müller-Bachmann, Eckart: Jugendkulturen Revisted; Musik- und Stilbezogene Vergemeinschaftsform (Post-) Adoleszenter im Modernisierungskontext. Hrsg. Griese, Hartmut, Münster 2002. S 28

6 Ebd. S. 28

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/50394/