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Autor: Anonym
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Soziologie)
Tags: Weber, Protestantismus, Kapitalismus, Einführung, Theorie
Jahr: 2005
Seiten: 5
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 105 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46715-5
Essay zu Max Webers Zusammenhang Protestantismus-Kapitalismus
Textauszug (computergeneriert)
Fiedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Soziologie
Lehrstuhl für Allgemeine und Theoretische Soziologie
Seminar: Einführung in die klassische soziologische Theorie
Thema: Max Weber: Protestantismus und Kapitalismus
Max Weber: Protestantismus und Kapitalismus
Frage: Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen religiösen Glaubensvorstellungen und Wirtschaftsethik im Allgemeinen und den Zusammenhang von Protestantismus und Kapitalismus im Besonderen. In dem Text „Askese und kapitalistischer Geist“ geht Max Weber auf die Religion an sich sowie auf ihre Auswirkung auf das Wirtschafts- und Arbeitsverhalten der Gläubigen, dass aus der Auslegung und Befolgung der religiösen Glaubensgrundsätze resultiert, ein.
Im Allgemeinen hatte die Religion, egal welche, früher einen sehr starken Einfluss auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der ihr angehörigen Menschen. Für den modernen Menschen von Heute gilt dieses nicht mehr und ist demnach sehr schwer zu Verstehen, denn die moderne Gesellschaft ist „entmystiziert“ und auch wenn Religion für manche noch eine starke Rolle spielt, die Vorstellung, dass das irdische Leben nur eine Vorbereitung auf das Jenseits, das „wahre“ Leben ,ist, ist mittlerweile Verworfen und die genauste Auslebung der religiösen Grundsätze ist für einen in die Gesellschaft integrieren Menschen nicht mehr möglich oder auch wichtig. Früher aber bildete der Glaube einen bestimmten „Volkscharakter“, nach dem man noch heute, auch durch geschichtliche Aufzeichnungen, bestimmte Volksgruppen ihrer jeweiligen Religion zuordnen kann.
Wirtschaft, also der Geld- und Güterverkehr, kann nur entstehen, wenn bestimmte oder alle Personen diese Güter, wozu auch das Geld zählt, herstellen, also durch Arbeit. Wirtschaft resultiert aus Arbeit und kann ohne Arbeit nicht bestehen. Da Arbeit von Menschen ausgeübt wird, ist sie auch von persönlichen Einstellungen und Auslebung dieser beeinflussbar. Da die Kirche früher den Menschen „geformt“ hat, war die Art, in der Arbeit ausgeübt wurde von den Glaubensgrundsätzen beeinflusst und mit ihr auch die Wirtschaft. Das Christentum zum Beispiel, verbot seinen Gläubigen Geld gegen Zinsen zu Verleihen, im Judentum war dieses aber erlaubt, demnach hatten viele jüdische Geschäftsmänner diesen Geschäftszweig für eine bestimmte Zeit nur für sich allein gehabt. Die mittelalterliche christliche Haltung zur Arbeit war, dass diese einfach ein notwendiges Mittel zum Überleben, also nicht Gottbezogen, ist. Demnach sollte jeder, der von seinem Besitz nicht leben kann, arbeiten und der Schwerpunkt der Religiosität wurde auf die ethnische Arbeitspflicht, also Gebet und Huldigung Gottes, gelegt. Art der Arbeit und das soziale Milieu in das man hineingeboren wurde (z.B. Stand) waren zufällig geordnet und hatte keine Bedeutung für die Ausübung der Religion. Etwas anders wurden Arbeit und sozialer Stand nach der Reformation von Luther interpretiert. Für ihn waren diese Sachen direkt von Gott bestimmt und genauso wie die Welt an sich, nicht abänderbar. In diesen beiden Fällen hat die Kirche in dem maße Einfluss auf die Wirtschaft, als dass die Menschen diese als nicht besonders wichtig erachten und es dadurch keine Bestrebungen zur allgemeinen wirtschaftlichen Verbesserung gibt. Wenn man seine Position fest zugeschrieben bekommen hat, die Welt nicht verändern kann und es nach dem Tod, im Jenseits, sowieso viel besser sein wird, hat die Masse der Nicht- Besitzenden, was damals über 90% der Bevölkerung ausgemacht hat, auch keine Ansprüche und Motivationen zum wirtschaftlichen Wachstum für die Allgemeinheit. Bei den Weiterentwicklungen des Protestantismus, dem Calvinismus und seinen Abspaltungen, den Puritanern, Quäken, Pietisten und Methodisten hatte die Kirche, wie ich später näher erläutern werde, eine ganz andere Gewichtung in dem Bereich Arbeit, so dass das ständig ansteigende, materielle Allgemeinwohl gefördert und als von Gott legitimiert und gewollt angesehen wurde.
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Kommentare
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27.06.2006 14:56:18
Text ist leider auf einem sehr niedrigen Erstsemestlerniveau.