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Autor: Anja Engel
Fach: Medien / Kommunikation - Rundfunk und CD
Details
Tags: Hörfunk-Nachrichten, Auswahl, Zusammenstellung, Präsentation
Jahr: 2004
Seiten: 28
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 192 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-47110-7
ISBN (Buch): 978-3-638-66140-9
Zusammenfassung / Abstract
Der hier vorgestellte Umfang erfasst lediglich einen kleinen Bereich der Nachrichtenkonzeption, aber sicherlich einen der interessantesten. Ziel dieser Hausarbeit wird es sein, die Auswahl, Zusammenstellung und Präsentation von Radionachrichten näher zu bestimmen. Als erstes gilt es, die verschiedenen Präsentationsformen zu untersuchen, um sich dann dem Schwerpunkt, der einzelnen Meldung, ihrem Verlauf sowie ihrem Inhalt und ihrer Wirkung sowie der Schwierigkeiten zu widmen. Es soll außerdem gezeigt werden, dass es eine klare Sprachdefinition gibt und diese durchaus genaue Angaben macht, wie eine Meldung zu verfassen ist. Im Folgenden wird überwiegend die Auswahl der Nachrichtenthemen im Mittelpunkt stehen, wobei hier ergänzend zu sagen ist, dass es sich ausschließlich um einige der vorhandenen Theorien handelt. Abgerundet wird diese Arbeit durch die unterschiedlichen Meldungen und dem Layout einer Nachrichtensendung. Sowohl das Werk von Horsch/Ohler/Schwierau als auch das Werk von Wolfgang Zehrt waren eine große Hilfe bei der Erstellung dieser Arbeit.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Potsdam
HS: Medienmanagement
WS 2003/2004
Hörfunk-Nachrichten
von: Anja Engel
Einleitung 3
1 Qualität im Radio 4
1.1 Der Mensch und das Signal 4
1.2 Nachrichten und Formatradio 4
1.3 Der Unterschied zwischen Lesern und Hörern 5
2 Der Aufbau von Radio – Nachrichten 6
2.1 Nachrichten-Konzepte und ihre Präsentationsformen 6
2.2 Nachrichtengrundsätze 7
3 Die Einzelmeldung 8
3.1 Der Aufbau der Meldung 8
3.2 Die Nachrichtensprache 9
3.2.1 Der Lead-Satz 10
3.2.2 Schachtelsatz und Klemmkonstruktionen 11
3.2.3 Zeiten und Zeitenfolge 11
3.2.4 Begriffsverwendungen 12
3.2.5 Weitere wichtige Regeln für das richtige Schreiben 13
3.3 Die Verständlichkeitsforschung 14
4. Die Nachrichtensendung 15
4.1 Nachrichtenwerte 15
4.2 Aspekte der Nachrichtenauswahl 16
4.2.1 Gatekeeper-Modell 17
4.2.2 News-Bias-Modell 18
4.2.3 Nachrichtenwert-Theorie 18
4.3 Leitlinien zur Orientierung im Nachrichtendickicht 18
4.4 Die unterschiedlichen Meldungen 20
4.4.1 Service-Meldungen 20
4.4.2 Gesprächswert-Meldungen 20
4.4.3 Parlaments-Meldungen 20
4.4.4 Bunte Meldungen 21
4.4.5 Wetter-Meldungen 21
4.5 Das Layout von Nachrichtensendungen 21
4.6 Nachrichten mit O-Tönen 22
4.7 Die Herkunft von Meldungen 23
4.8. Die Ausrichtung von Nachrichten: von überregional bis lokal 24
Fazit 26
Literatur 28
Einleitung
Die Nachrichten im Radio werden mit am häufigsten diskutiert und wissenschaftlich untersucht. Doch welche Rolle nehmen sie im Radio überhaupt ein? Sind sie Ausdruck öffentlich-rechtlicher Informationskompetenz und erfüllen damit einen wesentlichen Teil des Programmauftrags? Oder sind Nachrichten eher verkaufsfördernd und imagebildend? Werden sie gesendet, weil Nachrichten eben dazugehören?1
Nachrichten bilden das Informationsgitter des Radioprogramms und sind zugleich Strukturelement des Gesamtprogramms. „Es ist die Zeit der Kommunikatoren, der professionellen Vermittler, der Medienmacher, der Journalisten. Auf deren professionelle Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Verantwortungsbewußtsein kommt es an. Es sind also Menschen, die die Informationen vermitteln und nicht Geräte.“2 Letztere haben lediglich eine unterstützende Funktion.
Der hier vorgestellte Umfang erfasst lediglich einen kleinen Bereich der Nachrichtenkonzeption, aber sicherlich einen der interessantesten. Ziel dieser Hausarbeit wird es sein, die Auswahl, Zusammenstellung und Präsentation von Radionachrichten näher zu bestimmen. Als erstes gilt es, die verschiedenen Präsentationsformen zu untersuchen, um sich dann dem Schwerpunkt, der einzelnen Meldung, ihrem Verlauf sowie ihrem Inhalt und ihrer Wirkung sowie der Schwierigkeiten zu widmen. Es soll außerdem gezeigt werden, dass es eine klare Sprachdefinition gibt und diese durchaus genaue Angaben macht, wie eine Meldung zu verfassen ist. Im Folgenden wird überwiegend die Auswahl der Nachrichtenthemen im Mittelpunkt stehen, wobei hier ergänzend zu sagen ist, dass es sich ausschließlich um einige der vorhandenen Theorien handelt. Abgerundet wird diese Arbeit durch die unterschiedlichen Meldungen und dem Layout einer Nachrichtensendung. Sowohl das Werk von Horsch/Ohler/Schwierau als auch das Werk von Wolfgang Zehrt waren eine große Hilfe bei der Erstellung dieser Arbeit. Es gab bei den grundlegenden Themen, wie eben genannt, große Übereinstimmungen in diesen beiden Hauptwerken, deshalb werden nur explizite Sachverhalte bzw. differierende Aussagen durch Fußnoten gekennzeichnet.
1 Qualität im Radio
1.1 Der Mensch und das Signal
Mensch und Werkzeuge sind untrennbar miteinander verbunden und Signale sind Werkzeuge, deren Aufgabe in der Übermittlung von Nachrichten besteht. Sie gestatten es dem Menschen, auf das, was ihn umgibt, einen Einfluss auszuüben. Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft hatte die Entwicklung der Systeme zur Folge, zu denen notwendigerweise die Signale gehören. Dies bedeutet, dass sie zu den wertvollsten Hilfsmitteln der menschlichen Verständlichkeit geworden sind. Ein Kommunikationsakt ist das Senden eines Signals, d.h. der Erzeuger und Auslösende eines sogenannten Kommunikationsaktes beabsichtigt, einen Empfänger über etwas zu informieren oder zu befragen bzw. ihm auch etwas zu befehlen. Dies nennt man eine Nachricht.3
1.2 Nachrichten und Formatradio
Die Arbeit eines Nachrichtenredakteurs kann unterschiedlicher nicht sein, entweder beinhaltet sie eine kaum zu bewältigende Informationsflut, die unter Zeitdruck kanalisiert, selektiert und schließlich umgeschrieben wird oder aber es gibt einfach keine Meldungen. Aber dennoch ist die Erledigung der Nachrichtenarbeit unabdingbar: neutral, möglichst objektiv in der Auswahl, sprachlich präzise und zudem interessant für den Hörer. Hörfunknachrichten bieten wegen ihrer Prägnanz und Häufigkeit eine bequeme und schnelle Methode für das Publikum, sich einen Überblick über das aktuelle Tagesgeschehen zu verschaffen. Die Herausforderung für die Radiomacher besteht darin, sich in einer Form zu präsentieren, die zum Zuhören anregt, verständlich ist und die das Behalten der Meldungen fördert. Der Zielkonflikt, der hierin besteht ist, das gerade anregende und als originell geltende Gestaltungsformen das Behalten und Verstehen der Meldungen auch einschränken können.
Doch wie muss die Qualität bei Nachrichten im Radio beschaffen sein? Die Frage nach der Attraktivität einer Nachrichtensendung muss inzwischen differenzierter gestellt werden, früher sollte es möglichst allen gefallen, heute möglichst der avisierten Zielgruppe. Bis jetzt ist häufig das Alter eine Dimension einer Zielgruppe, möglich sind aber auch Bildungsniveau, Geschlecht, Lifestyle etc. Aus der Sicht des Publikums hat die Zielgruppendifferenzierung ihre Berechtigung, denn Hörer unterschiedlichen Alters unterscheiden sich in ihren Erwartungen an das Radio.4
Vor allem junge Jugendliche und Erwachsene messen den Hörfunknachrichten weniger Gewicht bei und nehmen die Sendungen eher selektiv auf. Die über 50Jährigen konzentrieren sich schon stärker auf die Meldungen. Generell begünstigt wird das Erinnern durch Themen außerhalb der internationalen Politik.
1.3 Der Unterschied zwischen Lesern und Hörern
Der Radiotext bekommt seine persönliche Färbung erst durch die Stimme, die jeweilige Stimmwahl und die Geschwindigkeitswahl. Radiosprache ist nicht gesprochene Sprache im eigentlichen Sinn; sie braucht zwar eine Stimme, bewahrt sich aber viele Elemente der geschriebenen Sprache. Dadurch kann es aber auch zu Verständnisschwierigkeiten kommen. LaRoche schrieb dazu, dass das Lesen als Hauptbeschäftigung eine größere Konzentration benötigt als das Radio, das als Nebenbei-Medium gilt.5 Lesertexte werden durch Schriftarten, ihre Aufmachung, Satzzeichen etc. aufgelockert und unterstützt, Radiotexte dagegen sind nur durch akustische Mittel gekennzeichnet. Eine Gliederung bei Lesertexten, die Überblicke schafft, fehlt beim Radio dagegen gänzlich. Auch kann der Leser z.B. sein eigenes Tempo bestimmen, wogegen der Hörer keinerlei Einfluss auf das Sprechtempo des Sprechers hat und er kann auch nicht wie der Leser zurück blättern und muss sich somit mit dem einmal gehörten Wort begnügen. Wenn er nicht alles gleich versteht, kann er sich alle Details merken. Dies ist das Besondere am Radio, der Hörer muss sofort wissen, worum es geht, sein Interesse muss geweckt werden innerhalb kürzester Zeit.
2 Der Aufbau von Radio – Nachrichten
2.1 Nachrichten-Konzepte und ihre Präsentationsformen
[...]
1 Arnold, Bernd-Peter: ABC des Hörfunks, Konstanz 1999
2 vgl. ebenda, S. 116
3 Prieto, Luis J.: Nachrichten und Signale, Berlin, 1972
4 Schönbach, Klaus/Goertz, Lutz (Hrsg.): Radionachrichten: Bunt und flüchtig?, München, 1996
5 LaRoche, Walter/Buchholz, Axel (Hrsg.): Radiojournalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis im Hörfunk, München, 2000
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