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Autor: Sandy Brunner
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Tags: Unsere, Stimme, Ausdruck, Emotionen, Persönlichkeit, Aspekt, Kommunikation
Jahr: 2004
Seiten: 19
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 32 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 285 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-47309-5
Textauszug (computergeneriert)
Unsere Stimme - ein Ausdruck unserer Emotionen und
unserer Persönlichkeit? Ein Aspekt der nonverbalen –
vokalen Kommunikation
von: Sandy Brunner
Semester: WS (2003/2004)
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 1
2. Begriffsklärungen 2
2.1. Was ist nonverbale Vokalisierung? 2
2.2. Was sind Emotionen? 3
2.3. Was ist Persönlichkeit? 4
3. Die Stimme 5
3.1. Grundlagen der Stimme 5
3.1.1. Der Interaktionseffekt 5
3.2. Was verraten Stimmeigenschaften? 6
3.2.1. Die Stimmlage 6
3.2.2. Die Lautstärke 7
3.2.3. Die knarrende Stimme 7
3.2.4. Die behauchte Stimme 7
3.2.5. Die Flüsterstimme 8
3.2.6. Die raue Stimme 8
3.2.7. Das Näseln 8
3.3. Die Stimmeigenschaften von psychisch Kranken 9
3.4. Gibt es kulturelle Unterschiede? 9
4. Vokalisierung zwischen Babys und Erwachsenen 11
4.1. Nehmen Babys Sprachlaute wahr? 11
4.2. Warum sprechen Erwachsene mit Babys „anders“? 11
4.3. Was sagt das Schreien eines Babys? 12
5. Probleme von Untersuchungen und Ergebnisse 13
5.1. Die Stimme, aber bitte ohne Worte! 13
5.2. Wissenschaftliche Ergebnisse 13
6. Nachwort 14
Literaturverzeichnis 16
Abbildungen 17
1. Vorwort
„Liebe Kinder, ich muss ausgehen, um Futter zu holen. Seid auf der Hut vor dem Wolf und lasst ihn nicht herein. Passt gut auf! Der Bösewicht verstellt sich oft, aber an seiner rauen Stimme und an seinen schwarzen Pfoten könnt ihr ihn erkennen. Lasst ihn nur ja nicht ins Haus, sonst frisst er euch alle miteinander.“(Grimm) (Fischer, 1990, S. 64) Dieses ist ein Auszug aus dem Märchen „Der Wolf und die sieben jungen Geißlein“. In diesen Märchen werden zwei Dinge miteinander gekoppelt. Einerseits wird dem Kind vermittelt, dass der Wolf eine raue Stimme hat, böse ist (Persönlichkeitsmerkmal)und wütend, weil er hunger hat (Emotion). Andererseits wird diese Beschreibung vom Kind mit „Angst haben“(Emotion) assoziiert. In Märchen werden oft Normen, Werte und Rollen vermittelt und sie besitzen häufig einen Lehrinhalt. Das Kind soll aus den Märchen Schlüsse ziehen. Wenn man einem Kind Märchen erzählt, versucht man einen Bezug zum realen Leben herzustellen. Bezogen auf meinen kurzen Ausschnitt könnte man auch sagen: “Lass nie jemand Fremdes in die Wohnung, wenn du alleine zu Hause bist!“ Wie ist das aber mit der Stimme des Wolfes? Werden jetzt alle Personen, welche eine raue, tiefe Stimme haben, mit den bösen Wolf in Verbindung gebracht und als böse und wütend identifiziert? Bekommt das Kind Angst, wenn es eine raue Stimme hört? Häufig verbindet man bestimmte Stimmeigenschaften von Menschen mit gewissen Emotionen und manchmal meint man sogar dadurch, die Persönlichkeit einer Person beurteilen zu können. So z.B. vereinigt man eine zittrige Stimme mit Aufregung, eine leise, monotone Stimme mit Trauer oder eine laute Stimme mit Wut und Dominanz Kann man deshalb verallgemeinern, dass die Stimme ein Ausdruck für Emotionen sein kann oder ganz und gar Persönlichkeiten definiert? Mit diesem Thema möchte ich mich in meiner Hausarbeit befassen.
Meine Hausarbeit ist in vier Teile gegliedert. Der erste Teil (Kap.2) klärt die Begriffe Vokalisierung, Emotionen und Persönlichkeit. Im zweiten Teil (Kap.3), beziehe ich mich auf die Stimme. Dabei wird auf bestimmte Grundlagen der Stimme eingegangen und auf den Interaktionseffekt, es werden einige Stimmeigenschaften vorgestellt sowie auf kulturelle Unterschiede hingewiesen. Im nächsten Kapitel (Kap.4) geht es um die Lautsprache von Babys, - warum Erwachsene häufig anders im Umgang mit Babys sprechen und was das Schreien eines Babys aussagt, da Babys noch nicht über die verbale Sprache verfügen und das mein Thema, denke ich, interessant macht. Der vorletzte Teil (Kap.5) zeigt, welche Probleme bei der Stimmanalyse auftreten und nennt einige wissenschaftliche Ergebnisse, bevor ich meine Hausarbeit mit dem Nachwort abschließe. Zu erwähnen ist, dass ich aus systematischen Gründen, nicht auf alle Stimmeigenschaften eingehen konnte und dieses nur ein kurzer Überblick sein soll, über das vorliegende Thema.
2. Begriffsklärungen
2.1. Was ist nonverbale Vokalisierung?
Wenn man sich an die Definition nonverbale Kommunikation erinnert, ist nonverbale Kommunikation Körpersprache, d.h. „es ist die unvermittelte und/oder vermittelte Verständigung zwischen den Lebewesen mit allen nichtsprachlichen Mitteln (Rebel 1993, S.75).“Auch die vokale Kommunikation gehört in den Bereich des Nonverbalen. Sie bezeichnet die inhaltsunabhängigen Aspekte der sprachlichen Kommunikation. Hierzu zählen u.a. Tonfall, Stimmhöhe, Betonung, zeitliche Abstimmung und vokale nicht Inhaltsgebundener Äußerungen wie z.B. „ähm“. Vokalisierung basiert auf einer Abfolge von Lauten. (Argyle, 1979 325 ff.)
Viele Tierarten kommunizieren untereinander mit Lauten. Sie sind das wichtigste Verständigungsmittel für einige Vögel, Insekten und Fische. Zum Beispiel warnen einige Vögel und Primaten vor Raubtieren in einer tiefen Tonlage, da dieses den Platz des Rufers nicht erkennen lässt. Würden Vögel in einer höheren Tonlage warnen, könnten sie von dem Raubtier gefressen werden. ( Argyle, 1979, S.44 f.) In vielen Punkten ist die menschliche nonverbale Kommunikation der tierischen Kommunikation ähnlich, aber in mancher Hinsicht auch differenziert. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass der Mensch für die Kommunikation die Sprache verwendet. Die Sprache ist eng mit der Körpersprache verbunden, d.h. sie wird von ihr verstärkt, sie ergänzt die verbalen Äußerungen, gibt ein Feedback und lenkt die Synchronisierung im Gespräch.
Auch der Mensch gebraucht nonverbale Laute wie, zum Beispiel: Lachen, Weinen, Stöhnen, Schreien, Niesen usw. hauptsächlich jedoch, verwendet der Mensch seine Stimme um zu sprechen. ( Argyle 1979, S.325ff.) Ein Großteil der Kommunikation, die beim sprechen stattfindet, erfolgt über nonverbale Hinweise. Nicht das „Was“ einer Botschaft, ist für die zwischenmenschliche Beziehung von alleiniger oder größter Bedeutung, sondern das „Wie“ es gesagt wird. Oder wie ein altes Sprichwort schon sagt: „Der Ton macht die Musik!“
Man kann zum Beispiel den Unterschied erkennen, ob es sich um eine militärische Sprechweise handelt (Befehlston) oder um eine Mutter, welche ihr Kind beruhigt. Es ist auch möglich die Wirkung der Stimme selbst zu testen, indem man zum Beispiel einen Satz („Ich liebe Dich“) mit freundlichem Gesicht und freundlicher Stimme zu seinen Partner sagt. Man wird wahrscheinlich eine positive Wirkung erzielen. Wenn man aber nun diesen Satz mit freundlichem Gesicht, jedoch mit unfreundlicher Stimme zu seinen Partner sagt, wird dieses auf den Partner unglaubwürdig wirken, d.h. man wird eine negative Wirkung erzielen. (Neuhäuser - Metternich 1994 S.59 f.) Dieses sollte nur ein Beispiel dafür sein, wie man Informationen aus unserer Stimme gewinnen kann, über die Stimmigkeit einer Aussage. Die Graphik von Argyle(1979, S.326) soll noch einmal veranschaulichen was die nonverbale Vokalisierung beinhaltet.
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