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Ikonographie und Exkurs Politische Ikonographie

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 14 Pages
Author: Sabine Reich
Subject: Art - Overall Considerations

Details

Event: Bilder Verstehen - Studium Fundamentale
Institution/College: University of Erfurt
Tags: Ikonographie, Exkurs, Politische, Ikonographie, Bilder, Verstehen, Studium, Fundamentale
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2005
Pages: 14
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V54689
ISBN (E-book): 978-3-638-49828-9

File size: 656 KB


Excerpt (computer-generated)

Ikonographie und Exkurs Politische Ikonographie

von: Sabine Reich

 


INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG 3

2. IKONOGRAPHIE 3

2.1 DEFINITION 3
2.2 GESCHICHTE DER IKONOGRAPHIE 3
2.3 DAS PANOFSKY MODELL 4
2.4 IKONOGRAPHISCHE EPOCHEN 4
2.5 BEISPIEL 5

3. EXKURS POLITISCHE IKONOGRAPHIE 5

3.1 ENTWICKLUNG DES FORSCHUNGSFELDES 5
3.2 ZUM PROBLEM DER DEFINITION POLITISCHER IKONOGRAPHIE 6

3.2.1 Formal- und Materialobjekt 6
3.2.2 Methodische Unterschiede 6
3.2.3 Erweiterung des Ikonographiebegriffes 7

3.3 BEISPIELHAFTE INTERPRETATIONSANSÄTZE IM SINNE POLITISCHER IKONOGRAPHIE 7

3.3.1 Macht 7
3.3.2 Machtverlust 8
3.3.3 Bündnisse 9
3.3.4 Wahlkampf 10

3.4 ZUSAMMENFASSUNG BEISPIELE 10
3.5 KARIKATUREN 11

4. FAZIT 11

5. VERZEICHNISSE 12

5.1 LITERATUR 12

Print 12
Online 12

5.2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 12

 

 

 

1. Einleitung

Diese Hausarbeit hat zum Ziel, die kunsthistorische Methode der Ikonographie zu erläutern. Besondere Beachtung möchte ich jedoch in einem kurzen Exkurs dem relativ neuen Forschungsansatz der Politischen Ikonographie schenken. Einige dabei neu entstanden Fragen und Anwendungsgebiete versuche ich an kleinen Beispielen zu verdeutlichen.

2. Ikonographie

2.1 Definition

Ikonographie ist die Kunst der Bildbeschreibung. Der Name stammt ursprünglich von den griechischen Worten ‚Eikon’ (=Bild) und ‚Graphein’ (=schreiben). Im Mittelpunkt dieser Wissenschaft steht nicht die Qualität im ästhetischen und künstlerischen Sinne, sondern die Bildaussage. Die Wissenschaft entstammt der analytischen Kunstgeschichte und hat Themen und Motive der Bildenden Künste als Untersuchungsgegenstand.

2.2 Geschichte der Ikonographie

Die Geschichte der Ikonographie reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Der Italiener Giovanni Pietro Bellori war der Erste, der dem Thema eines Bildes und seiner tieferen Bedeutung ernsthafte Aufmerksamkeit schenkte. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte wächst das Interesse an Quellen und Bedeutungsschichten der Kunstwerke. Grundlegende Weiterentwicklungen gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Rahmen des Warburg-Kreises, dessen Begründer Aby Warburg (1866-1929) den Bildbegriff als solchen erweiterte. Das Bild wurde im Bezug auf Entstehung und Aussage hinter einem breiteren kulturellen und soziologischen Hintergrund betrachtet. Die folgerichtige Einordnung in politische, soziale und kulturelle Umstände wird somit zur Grundlage einer umfassenden Interpretation. Im 20. Jahrhundert führte Erwin Panofsky (1892-1968) die Wissenschaft der Ikonographie fort und entwickelt die weiterführende Methode der Ikonologie. Ebenfalls zu Panofsky’s Verdiensten zählt die Entwicklung eines Leitschemas zur Anwendung der Methoden. Es bildete für nachfolgende Wissenschaftler die Grundlage ihrer Betrachtungen und wurde von ihn en nicht geändert sondern lediglich ergänzt. Ikonographie und Ikonologie existieren also in einer Art Symbiose. Ikonographie, im engeren Sinne, hat die genaue Bildbeschreibung und Einordnung der im Bild enthaltenen Attribute, Symbole und Allegorien zum Gegenstand, wohingegen die Ikonographie diese erst vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte und Quellenforschung analysiert und interpretiert.

2.3 Das Panofsky Modell

Erwin Panofsky’s dreiteiliges Analyse-Schema soll dem interessierten Anwender zu einer ausführlichen und geordneten Übersicht der Bildinhalte führen. Begonnen wird mit der vorikonographischen Beschreibung. Ein erster Blick genügt, um festzustellen was grob auf einem Bild dargestellt wird. Dieser so genannte Phänomensinn lässt den Betrachter das natürliche Subjet erschließen, d. h. Farben, Formen und Muster werden registriert. Realienkunde, d. h. das erlernte, menschliche Wissen um Form und Farbe von Dingen des alltäglichen Lebens helfen zu erschließen, was dargestellt ist. Dabei soll noch nicht bewertet werden, warum etwas dargestellt ist. Auf die vor-ikonographische Beschreibung folgt die ikonographische Analyse, die sich mit den Hintergründen der Bildentstehung befasst. Dazu gehören sowohl zeitliche Themen und Vorstellungen, das kulturhistorische Umfeld des Künstlers sowie Quellenkunde. In diesem Fall können Bücher oder andere Bilder, auf die das Werk basiert oder von denen es sich sein Thema bezog, zum Verständnis herangezogen werden. Dabei können alltägliche Gegenstände eine andere Bedeutung innerhalb der Bildkomposition erlangen. Panofsky’s Analyse-Modell schließt mit der ikonoglogischen Interpretation ab. Hier werden nun Bilder oder Allegorien auf ihren Symbolgehalt hin untersucht und deren eigentliche Bedeutung soll erschlossen werden. Dabei muss Bezug auf die beiden vorhergehenden Stufen und deren Ergebnisse genommen werden, um wechselnde Bedeutungen aus dem kulturhistorischen Kontext erschließen zu können.

2.4 Ikonographische Epochen

In der Geschichte der Ikonographie wurden bisher drei entscheidende Epochen festgemacht, innerhalb derer Symbole und deren Gehalt definierbar war. Chronologisch ist dabei zuerst die antik-mythologische Ikonographie zu nennen, die sich für den Laien als schwer erschließbar erweist, da Allegorien und Anekdoten, die in Bildern dargestellt werden, nur noch begrenzt dem heutigen Kulturkreis bekannt sind. Das zweite große Feld ist die christliche Ikonographie, die auch heute noch leicht erschließbar ist, da sie sich mit der Verbreitung des Christentums immer wieder selbst erneuert hat und im Kulturgedächtnis verankert hat. In der Modere haben sich eine Vielzahl spezifischer Symboliken herausgebildet. Sie wird schlicht weg unter profane Ikonographie zusammengefasst und ist damit nicht weiter zu differenzieren, außer das man sagen kann sie umfasst alle Symbolbereiche, die von den beiden vorher genannten nicht abgedeckt werden. Außerdem scheint es in der zunehmenden Visualisierung des Alltags immer schwieriger, Symbole zu kategorisieren oder gar zu katalogisieren.

2.5 Beispiel

[...]


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