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Finanzierungslösungen für den Mittelstand - Klassische Mezzanine-Darlehen im Vergleich zu einer indirekten Kapitalmarktfinanzierung mittels Preferred Pooled Shares

Bachelor Thesis, 2006, 74 Pages
Author: Matthias Gelmroth
Subject: Economics / Business: Investment and Finance

Details

Category: Bachelor Thesis
Year: 2006
Pages: 74
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 68  Entries
Language: German
Archive No.: V55021
ISBN (E-book): 978-3-638-50080-7

File size: 747 KB


Excerpt (computer-generated)

HfB – Business School of Finance and Management
Bachelor Thesis

Finanzierungslösungen für den Mittelstand –
Klassische Mezzanine-Darlehen im Vergleich zu einer indirekten
Kapitalmarktfinanzierung mittels Preferred Pooled Shares

 

eingereicht von
Matthias Gelmroth

Januar 2006

 

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... IV
ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS ... VI

1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG ... 1

2. AKTUELLE SITUATION DER FINANZIERUNG MITTELSTÄNDISCHER UNTERNEHMEN ... 3
2.1. Begriff des Mittelstandes ... 3
2.2. Finanzierungssituation des Mittelstandes ... 5
2.3. Problematik der risikoadjustierten Bepreisung bei der Kreditfinanzierung durch die Kreditwirtschaft ... 8
2.4. Problematik des begrenzten Zugangs zum Kapitalmarkt für deutsche Mittelstandsunternehmen ... 9
2.5. Mezzanine-Kapital als Lösungsansatz zur Stärkung der Eigenkapitalbasis ... 13

3. KLASSISCHE MEZZANINE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE ... 14
3.1. Begriff Mezzanine-Kapital ... 14
3.2. Generelle Ausgestaltung und Bedeutung von Mezzanine- Darlehen bei der Unternehmensfinanzierung ... 15
3.3. Equity-Mezzanine ... 18
3.3.1. Genussrechte ... 18
3.3.2. Stille Beteiligungen ... 20
3.4. Debt-Mezzanine ... 21
3.4.1. Nachrangdarlehen ... 21
3.4.2. Partiarische, indexierte und Verkäufer-Darlehen ... 23
3.4.3. Schuldscheindarlehen ... 24
3.4.4. Hochzinsanleihen / High-Yield-Debt ... 24
3.5. Auswirkungen des Einsatzes klassischer Mezzanine-Darlehen ... 25
3.5.1. Auswirkungen bei dem kapitalnehmenden Unternehmen ... 25
3.5.2. Auswirkungen bei dem kapitalgebenden Kreditinstitut ... 27

4. INNOVATIVE FORMEN DER MITTELSTANDSFINANZIERUNG MITTELS PREFERRED POOLED SHARES ... 28
4.1. PREPS als Brücke zum Kapitalmarkt ... 28
4.1.1. Kooperation zwischen der HypoVereinsbank und der Capital Efficiency Groupv 28
4.1.2. Hintergrund und Motivation zum Angebot von PREPS durch die HypoVereinsbank ... 29
4.1.3. Der Wunsch des Mittelstandes nach einer bankenunabhängigen Finanzierungsquelle ... 30
4.2. Aufbau und Ablauf einer PREPS-Transaktion ... 31
4.2.1. Strukturierung einer PREPS-Transaktion und daran beteiligte Parteien ... 31
4.2.2. Identifikation PREPS-fähiger Unternehmen mit darauffolgendem Ratingprozess ... 35
4.2.3. Verwendung der Finanzierungsmittel ... 38
4.2.4. Platzierung eines PREPS-Portfolios am Kapitalmarkt ... 38
4.2.4.1. Investoren ... 38
4.2.4.2. Konditionen ... 39
4.3. Auswirkungen der Finanzierung einer beispielhaften PREPSTransaktion ... 40
4.3.1. Auswirkungen für die HypoVereinsbank unter Ertrags- und Risikogesichtspunkten ... 40
4.3.2. Auswirkungen für die durch die Transaktion mit Kapital ausgestatteten Unternehmen ... 41

5. VERGLEICH DES PRODUKTES PREPS MIT ÄHNLICHEN PRODUKTEN DER WETTBEWERBER ... 42
5.1. Ein Vergleich mit dem Produkt equiNotes der Deutschen Bank ... 43
5.2. Ein Vergleich mit dem Produkt ge׀mit der DZ-Bank ... 44

6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK ... 46

LITERATURVERZEICHNIS ... VII

ANLAGEN ... VIII

 

1. Einleitung und Problemstellung

Die vergangenen, konjunkturell gesehen schlechteren Jahre, einhergehend mit den gestiegenen Unternehmensinsolvenzen, stellen den Mittelstand hinsichtlich der Kapitalbeschaffung vor eine neue schwierige Aufgabe. Ebenso haben sich die Banken mit einem erhöhten, auch zunehmend internationalen Rentabilitätsdruck auseinander zusetzen. Die zunehmende Globalisierung, nochmals verschärft durch die EUOsterweiterung im Jahre 2004, sowie die Neuorientierung der Banken und die zu erwartenden Entwicklungen aufgrund der Basel II-Vorgaben verstärken diesen Wandlungsprozess.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit dem Begriff sowie einer Definition des Mittelstandes, um anschließend die aktuelle Finanzierungssituation und das daraus resultierende Fremdkapitalbeschaffungsproblem des Mittelstandes darzustellen.

Darauf aufbauend wird die Lage der deutschen Kreditwirtschaft veranschaulicht, um die Problematik, der die Banken in der heutigen Zeit in der Mittelstandsfinanzierung unterliegen, näher zu erörtern. Eine seit jeher existierende Form der Unternehmensfinanzierung, die sogenannte (sog.) Mezzanine-Finanzierung, welche in den letzten Jahren eine wahre Renaissance erlebte, wird in ihren vielschichtigen Ausgestaltungen und Verwendungsmöglichkeiten ausführlich vorgestellt. Die Thematik der oftmals für den Mittelstand nicht möglichen direkten Finanzierung über den Kapitalmarkt führt schließlich zu einer detaillierten Vorstellung einer neuen, innovativen Form der Mittelstandsfinanzierung durch die HypoVereinsbank, die auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle spielt.

Im Wesentlichen geht es hierbei darum, den kreditnehmenden Unternehmen mittels der Bereitstellung einer Plattform sowie dem Know-how der Banken einen indirekten Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen.

Um diese Instrumente in einem rasch wachsenden Markt kritisch würdigen zu können, werden ähnliche alternative Instrumente zweier Mitbewerber aus der Kreditwirtschaft untersucht.

Aufgrund der bis heute sehr geringen, aber in der Zukunft wohl immer stärker wachsenden Bedeutung solcher Instrumente, stellt der Teil der innovativen Finanzierungslösungen den Kern der Arbeit dar. Trotz aller positiven Signale seitens der Banken, Unternehmen und auch der Wirtschaftspresse werden die dargestellten Finanzierungsformen einer kritischen Würdigung unterzogen, um klarzustellen, dass diese Finanzierungsarten nicht die Lösung für die strukturell angesiedelten Probleme des Mittelstandes und der Banken sind.

2. Aktuelle Situation der Finanzierung mittelständischer Unternehmen

Nach einer grundlegenden Definition des Mittelstandes wird auf die derzeitige Kapitalausstattung sowie der Finanzierung der Unternehmen eingegangen. Ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) soll die Problematik der heutigen Situation verdeutlichen.

Die sich im Wandel befindliche Kreditwirtschaft nebst der wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Wirtschaft mit den folgenden Kreditausfällen führt auf die Notwendigkeit einer risikoadjustierten Bepreisung der Mittelstandsfinanzierung.

Abschließend erfolgt eine Beleuchtung des Faktes eines fehlenden Zugangs zum Kapitalmarkt für die mittelständischen deutschen Unternehmen mit einer Überleitung auf eine neue zukunftsweisende Form der Finanzierung zur Stärkung der wichtigen Position Eigenkapital.

2.1. Begriff des Mittelstandes

„Der Mittelstand ist ein Anker, der das manchmal schwerfällige Schiff unserer Volkswirtschaft in konjunkturellen Stürmen hält und ein Motor, der es zu neuen Ufern treibt.“ 1

Aufgrund der unbestrittenen und weltweit herausragenden Position als Arbeitgeber und Motor der Wirtschaft für Deutschland kommt dem Mittelstand eine erhebliche Bedeutung zu. Rund 70 % der Arbeitnehmer arbeiten für ein Mittelstandsunternehmen.2 Ebenso werden von diesen Unternehmen annähernd 50 % der Bruttowertschöpfung der Bundesrepublik Deutschland generiert.3

Seit dem 1.1.2005 existiert eine Empfehlung der Europäischen Union (EU) für die Definition des Mittelstandes, welche die Empfehlung aus dem Jahre 1996 ersetzt.

Hierbei wird der Mittelstand in Kleinst-, Klein-, Mittel- und Großunternehmen unterteilt. Eine Klassifizierung erfolgt nach der Anzahl der Beschäftigten, dem Jahresumsatz sowie der Bilanzsumme.

[...]


1 Norbert Lamm (CDU); ehemaliger Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft

2 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Hrsg.): Mittelstandsoffensive „pro Mittelstand“, 28. Juni 2005, S. 1.

3 Vgl. Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Hrsg.): Statistiken.


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