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Verrechnungspreise und deren Dokumentation

Seminararbeit, 2006, 19 Seiten
Autor: Dipl.-Betriebswirt (FH) Christian Thiede
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 28  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V56247
ISBN (E-Book): 978-3-638-50983-1
ISBN (Buch): 978-3-638-76591-6
Dateigröße: 167 KB

Zusammenfassung / Abstract

In dieser Seminararbeit wird zunächst die steuerliche Problematik internationaler Verrechnungspreise aufgegriffen und auf den Grundsatz des Fremdvergleichs abgestellt. Darauf aufbauend werden verschiedene Methoden zur Verrechnungspreisermittlung und damit zusammenhängende Probleme dargestellt. Abschließend beschäftigt sich diese Seminararbeit mit den aktuellen Dokumentationsvorschriften gemäß den oben genannten Normen. Rund 85 Prozent der betroffenen Unternehmen bezeichnen die Gestaltung der internationalen Verrechnungspreise als das wichtigste steuerliche Thema. Deshalb ist es von besonderem Interesse, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.


Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Trier
Fachbereich Wirtschaft
Seminararbeit
Seminar: Betriebliche Steuerlehre
- Umsatzsteuer / Internationales Steuerrecht - 
Sommersemester 2006

Verrechnungspreise und deren Dokumentation

eingereicht von:
Christian Thiede
Fachsemester: 6

Juni 2006

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... II

1 Einleitung  ... 1

2 Verrechnungspreise und deren Ermittlungsmethoden ... 2
2.1 Begriffsabgrenzungen ... 2
2.2 Angemessenheit der Verrechnungspreise ... 3
2.3 Standardmethoden  ... 3
2.3.1 Preisvergleichsmethode ... 3
2.3.2 Wiederverkaufspreismethode  ... 4
2.3.3 Kostenaufschlagsmethode  ... 5
2.4 Gewinnorientierte Methoden ... 5
2.4.1 Geschäftsvorfallbezogene Nettomargenmethode ... 5
2.4.2 Geschäftsvorfallbezogene Gewinnaufteilungsmethode  ... 6
2.4.3 Gewinnvergleichsmethode  ... 7
2.5 Preisbestimmung bei Bandbreiten ... 7

3 Dokumentation von Verrechnungspreisen ... 8
3.1 Allgemeine und erhöhte Mitwirkungspflichten ... 8
3.2 Spezielle Aufzeichnungspflichten  ... 9
3.3 Sachverhaltsdokumentation ... 9
3.3.1 Allgemeine Unternehmensinformationen ... 9
3.3.2 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen  ... 10
3.3.3 Funktions- und Risikoanalyse  ... 10
3.4 Angemessenheitsdokumentation  ... 11

4 Ausblick und Fazit ... 12

Literaturverzeichnis  ... i

 

1 Einleitung

Internationalen Verrechnungspreisen kommt im Rahmen eines zunehmend globalisierten Wirtschaftslebens eine immer größere Bedeutung zu. Bereits vor vielen Jahren fanden Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen Unternehmen, die multinationalen Konzernen angehören, in einem nicht unbeachtlichen Umfang statt: Schon Anfang der neunziger Jahre ergaben diverse Studien, dass zwischen 50 und 60 Prozent des gesamten Welthandels zwischen international verbundenen Unternehmen abgewickelt wurden.1

Steuerlich stellt sich in diesem Zusammenhang eine höchst interessante Frage, die vor allem die deutsche Finanzverwaltung chronisch misstrauisch zu machen scheint: Inwiefern haben die beteiligten Unternehmen die erzielten Ergebnisse steuerlich akzeptabel zwischen den einzelnen Ländern aufgeteilt?2 Denn durch das in der Regel hohe Gewinntransferpotential besteht für den Fiskus die Gefahr erheblicher Steuerausfälle durch entsprechende Gewinnverlagerungen in das niedriger besteuernde Ausland.3

Um solchem Gestaltungsmissbrauch entgegenzuwirken hat der deutsche Gesetzgeber die Steuerpflichtigen durch § 90 Abs. 3 AO bereits vor einigen Jahren dazu verpflichtet, Aufzeichnungen über Art und Inhalt der Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen im Ausland zu erstellen. Um diese Dokumentationspflichten weiter zu konkretisieren, hat das Bundesfinanzministerium die sog. Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV) vom 13.11.20034 erlassen und zu dieser mit Schreiben vom 12.04.20055 umfänglich Stellung bezogen.6

In dieser Seminararbeit wird zunächst die steuerliche Problematik internationaler Verrechnungspreise aufgegriffen und auf den Grundsatz des Fremdvergleichs abgestellt. Darauf aufbauend werden verschiedene Methoden zur Verrechnungspreisermittlung und damit zusammenhängende Probleme dargestellt. Abschließend beschäftigt sich diese Seminararbeit mit den aktuellen Dokumentationsvorschriften gemäß den oben genannten Normen.

Rund 85 Prozent der betroffenen Unternehmen bezeichnen die Gestaltung der internationalen Verrechnungspreise als das wichtigste steuerliche Thema.7 Deshalb ist es von besonderem Interesse, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

2 Verrechnungspreise und deren Ermittlungsmethoden

2.1 Begriffsabgrenzungen

SCHMALENBACH prägte einst das Postulat ‚Mehr Markt im Betrieb’. Einzelne Abteilungen sollten mehr Eigenverantwortung übernehmen und die innerhalb des Konzerns erbrachten Leistungen an die anderen Abteilungen berechnen, quasi wie eigene Unternehmen handeln. Durch diese sog. innerbetrieblichen Verrechnungspreise versprach er sich, den Gewinn des Gesamtkonzerns zu steigern.8

In der Betriebswirtschaftslehre und im Steuerrecht werden Preise für Güter und Dienstleistungen, die konzernangehörige Unternehmen untereinander in Rechnung stellen, als Konzernverrechnungspreise definiert.9 Denkbar ist dieser Leistungsaustausch sowohl zwischen Teilbereichen von Unternehmen (z. B. zwischen Stammhaus und Betriebsstätte) sowie verschiedenen Unternehmen eines Konzerns (z. B. zwischen Schwestergesellschaften). 10 Im Gegensatz zu innerbetrieblichen Verrechnungspreisen werden Konzernverrechnungspreise effektiv fakturiert, geschuldet und gezahlt.11

[...]


1 Vgl. SCHMID-PICKERT, G. (2005), S. 255 sowie FROTSCHER, G. (2001), S. 267.

2 Vgl. NAUMANN, M. / FÖRSTER, H. (2004), S. 2419.

3 Vgl. hierzu den grundlegenden Beitrag von MANDLER, U. (2002), S. 929 ff.

4 BGBl I 2003, S. 2296; BStBl I 2003, S. 739.

5 BStBl I 2005, S. 570.

6 Vgl. GRÜTZNER, D. (2005), S. 612.


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