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Tragfähigkeitsberechnungen von Ratzel, Penck, Fischer, Holstein und dem Club of Rome

Scholary Paper (Seminar), 2004, 11 Pages
Author: Nicole Becker
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning

Details

Event: Bevölkerungsgeographie Proseminar
Institution/College: University of Trier
Tags: Tragfähigkeitsberechnungen, Ratzel, Penck, Fischer, Holstein, Club, Rome, Bevölkerungsgeographie, Proseminar
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 11
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V57285
ISBN (E-book): 978-3-638-51784-3

File size: 111 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Trier 
Sommersemester 2004
Fachbereich VI – Geographie/Geowissenschaften
Wirtschafts- und Sozialgeographie
Proseminar: Bevölkerungsgeographie

Tragfähigkeitsberechnungen von Ratzel, Penck, Fischer,
Holstein und dem Club of Rome

von

Nicole Hettich

5. Semester

 

 

Inhaltsverzeichnis 

1. Einleitung 3

2. Der Begriff der Tragfähigkeit
2.1 Definition 4
2.2 Arten der Tragfähigkeit 4

3. Tragfähigkeitsberechnungen
3.1 Friedrich Ratzel 6
3.2 Albert Penck 7
3.3 Alois Fischer 8
3.4 W. Holstein 8
3.5 Club of Rome 9

4. Fazit 10

5. Literaturverzeichnis 11

 

 

1. Einleitung

Die momentane Weltbevölkerung liegt bei 6,2 Mrd. Menschen und sie steigt täglich weiter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass im Jahre 2050 etwa 9 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Da es ja in der heutigen Zeit schon Länder gibt, in denen es an Nahrung und Ressourcen fehlt und sie kaum überleben können stellt sich automatisch die Frage, wie viele Menschen kann die Erde aus eigener Kraft noch ernähren? Dem schließt sich dann die Frage an, wo ist die Grenze der Tragfähigkeit? In den letzten zwei Jahrhunderten haben sich Wissenschaftler mit dieser Frage immer wieder aufs Neue beschäftigt und haben bestimmte Rechnungen angestellt um heraus zu finden, wie viele Menschen die Erde noch ernähren kann. Das Thema der Hausarbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Berechnungen zur Tragfähigkeit der Erde. Das Thema der Tragfähigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn die Bevölkerung wächst und die Nahrungsmittel und Ressourcen werden immer geringer.

Zu Beginn dieser Arbeit steht zunächst eine Definition, die verschiedene Arten von Tragfähigkeit voneinander abgrenzt und dem Leser als Grundlage für das weitere Verständnis dieser Ausarbeitung dient. Weiterhin wird die Differenzierung des Begriffs der Tragfähigkeit näher erläutert.

Der zweite Abschnitt gibt dann die Auskunft über die wichtigsten Berechnungen bezüglich der Grenzen des Wachstums nach Ratzel, Penck, Fischer, Holstein und dem Club of Rome.
Abschließend bietet ein Fazit nochmals eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

2. Der Begriff der Tragfähigkeit

2.1 Definition

Unter dem Begriff der Tragfähigkeit versteht man „diejenige Menschenmenge, die in diesem Raum unter Berücksichtigung des hier/heute erreichten Zivilisationsstandes auf agrarischer/natürlicher/gesamtwirtschaftlicher Basis ohne/mit Handel mit anderen Räumern unter Wahrung eines bestimmten Lebensstandards/des Existenzminimums auf längere Sicht leben kann.“1

Eine weitere Definition lautet:
Unter dem Begriff der Tragfähigkeit versteht man „diejenige Menschenmenge eines Raumes, die in diesem unter Berücksichtigung des dort erreichten Kultur- und Zivilisationsstandes auf agrarischer , natürlicher oder gesamtwirtschaftlicher Basis unter Wahrung eines bestimmten Lebensstandards auf längere Sicht leben kann.“2

Man sieht also, dass der Begriff der Tragfähigkeit einheitlich definiert ist in der Wissenschaft. Jedoch lassen sich auf diesen beiden Definitionen verschiedene Arten der Tragfähigkeit erkennen, auf die ich im Folgenden kurz eingehen möchte.

2.2 Arten der Tragfähigkeit

Wie eben schon erwähnt ergeben sich aus diesen Definitionen diverse Arten der Tragfähigkeit, die von unterschiedlicher Bedeutung sind.

Heute, im 21. Jahrhundert, stellt die „gesamtwirtschaftliche“ Tragfähigkeit die wichtigste Form dar. Hierbei werden neben dem Nahrungsmittelangebot eines Raumes noch weitere Aspekte wie die Zahl der Menschen, die zukünftig an Kultur, Verkehr und Bildung teilnehmen können, eingehen betrachtet. Diese Form der Tragfähigkeit ist deshalb von Bedeutung, da sie einen weiträumigen Blick auf die Tragfähigkeitsprobleme einer Nation zulässt und sich nicht auf eine spezielle Sache versteift.

Ein weiterer wichtiger Typus ist die „agrare“ Tragfähigkeit, die eine Aussage über die Menschenmenge zulässt, die ein Naturraum ernähren kann, ohne dass der Naturhaushalt längerfristig beschädigt wird.

[....]


1 Vgl. Borcherdt/Mahnke 1973, S. 16

2 vgl. Leser, H. et al. , 1993, S. 302


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