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Diploma Thesis, 2005, 96 Pages
Author: Christian Lambertz
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Tags: Währungsmanagement, Unternehmen, Probleme, Lösungsansätze
Year: 2005
Pages: 96
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 123 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-51873-4
File size: 442 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Erlangen-Nürnberg
Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen - Probleme und Lösungsansätze
Christian Lambertz
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung ... 2
1.2 Vorgehensweise ... 3
2 Das Währungsrisiko in der internationalen Unternehmung ... 4
2.1 Bedeutung des Währungsmanagements in international tätigen Unternehmen ... 4
2.2 Währungsrisiko ... 6
2.2.1 Wechselkursrisiko ... 8
2.2.2 Konvertierungs- und Transferrisiko ... 9
2.2.3 Währungseventualrisiko ... 10
2.2.4 Einordnung der Währungsrisiken ... 10
2.3 Wechselkursrisikokonzepte ... 11
2.3.1 Translation-Risk-Konzept ... 12
2.3.2 Economic-Risk-Konzept ... 14
3 Anforderungen und Probleme des Währungsmanagements ... 17
3.1 Notwendigkeit des Währungsmanagements ... 17
3.1.1 Rechtliche Begründung ... 18
3.1.2 Ökonomische Begründung ... 19
3.2 Probleme des Wechselkurs-Risikomanagements in der Praxis ... 22
3.3 Organisation des Wechselkurs-Risikomanagements ... 24
3.3.1 Zentralisierungsgrad des Wechselkursmanagements ... 25
3.3.2 Prozess des Wechselkursmanagements ... 28
4 Der Devisenmarkt als Determinante des Wechselkursrisikomanagements ... 30
4.1 Prognose als Grundlage der unternehmerischen Entscheidung ... 32
4.2 Bestimmungsfaktoren der Wechselkursentwicklung ... 34
4.3 Effizienz von Devisenmärkten ... 40
5 Lösungsansätze zur Steuerung des Wechselkursrisikos ... 41
5.1 Wechselkursrisiko als mittel- und langfristiges Cash-Flow-Risiko ... 42
5.1.1 Quantifizierung des Einflusses von Wechselkursänderungen auf die Wettbewerbsposition ... 42
5.1.2 Strategische Maßnahmen zur Risikoreduzierung ... 46
5.2 Wechselkursrisiko als kurzfristiges Cash-Flow-Risiko ... 48
5.2.1 Quantifizierung des Transaktionsrisikos durch Bildung von Nettopositionen ... 48
5.2.2 Risikostrategien zur Absicherung des Transaktion-Exposures ... 49
5.2.2.1 Strategie der vollständigen Absicherung ... 50
5.2.2.2 Strategie des vollständigen Absicherungsverzichts ... 50
5.2.2.3 Strategie der selektiven und partiellen Absicherung ... 51
5.2.3 Kriterien zur Wahl der richtigen Absicherungsinstrumente ... 52
5.2.4 Klassische Finanzinstrumente des Währungsmanagements ... 53
5.2.4.1 Devisentermingeschäft ... 53
5.2.4.2 Währungsfuture ... 55
5.2.4.3 Devisenoptionen ... 56
5.2.5 Optimierte Risikoabsicherung durch Finanzinstrumente ... 57
5.2.5.1 Spezielle Terminkontrakte ... 57
5.2.5.1.1 Option-Date Forward-Kontrakte ... 57
5.2.5.1.2 Break-Forward-Kontrakte ... 57
5.2.5.2 Strukturierte Optionen ... 59
5.2.5.2.1 Zero-Cost-Konstruktionen ... 59
5.2.5.2.2 Barrier-Optionen ... 63
5.2.6 Erfolgskontrolle durchgeführter Maßnahmen ... 64
6 Schlussbetrachtung ... 65
Anhang ... 68
Literaturverzeichnis ... 77
Internetquellen ... 87
Rechtsquellenverzeichnis ... 88
1 Einleitung
„Managers are awaking to the fact that refusing to deal with exposure risk does not make it disappear; it merely transfers the risk to the customer or the supplier.“ 1
Durch den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems fixer Wechselkurse im Jahre 1973 sind Wechselkursschwankungen zum festen Bestandteil der alltäglichen Realität an den internationalen Devisenmärkten geworden. Seit 1999 hat sich das Wechselkursrisiko ceteris paribus zwar für die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft durch die Einführung des Euro als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in insgesamt zwölf Ländern der Europäischen Union verringert.2 Jedoch mussten Unternehmen in jüngster Vergangenheit erfahren, dass die starken Wertschwankungen anderer Währungen einen ebenso großen Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben wie die Fähigkeit, Produkte erfolgreich zu produzieren und abzusetzen. Der härtere internationale Wettbewerb verhindert es zunehmend, in der Heimatwährung zu fakturieren, wodurch der Währungsexposure vieler Unternehmen eine steigende Tendenz aufweist.3 Beispiele aus der Automobilindustrie zeigen das Ausmaß an wechselkursinduzierten Verlusten, welche im Zeitalter der flexiblen Wechselkurse auftreten können. So erwarten Analysten der WestLB, dass bei BMW die Währungseffekte aus dem amerikanischen Geschäft das Ergebnis im Geschäftsjahr 2004 um 886 Millionen Euro verschlechtert. Für Volkswagen gehen Experten sogar von einem Verlust von mehr als eine Milliarde Euro aus.4
Dies zeigt, dass selbst Großkonzerne kein Rezept für den Umgang mit Währungsrisiken gefunden haben. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass es an konkreten Hilfestellungen für den Einsatz der immer komplexer werdenden Instrumente zur Absicherung des Umwechslungsrisikos mangelt.5 Neben den Umwechslungsrisiken im Zusammenhang mit Fremdwährungspositionen ist es das wechselkursinduzierte Wettbewerbsrisiko, das Unternehmen zunehmend bedroht.
Dieser ökonomische Aspekt des Währungsrisikos ist langfristiger Natur und entzieht sich somit dem traditionellen Instrumentarium des Währungsmanagements. Das Währungsmanagement einer internationalen Unternehmung wird daher mehr und mehr mit strategischen Aufgaben betraut werden und Lösungen erarbeiten müssen, die unter dem Schlagwort Natural Hedging die aktuelle Diskussion bestimmen.
So ist es unbestritten, dass das gestiegene Wechselkursrisiko den Bedarf nach einem klar konzipierten Währungsmanagement erhöht, das die jüngsten Innovationen im Bereich der Finanzprodukte6 zur Wechselkursabsicherung integriert.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Das unternehmerische Währungsmanagement als Teilgebiet des internationalen Finanzmanagements stellt die Frage in den Vordergrund, wie auf die währungsbezogene Zusammensetzung unternehmerischer Zahlungsströme zielgerichtet Einfluss genommen werden kann. Die Frage der währungsbezogenen Zusammensetzung unternehmerischer Zahlungsströme leitet ihre Bedeutung in erster Linie aus dem Problem der Ungewissheit hinsichtlich der künftigen Entwicklungen von Wechselkursen zwischen verschiedenen Währungen her. Dementsprechend soll auch im Rahmen dieser Arbeit unter dem Währungsmanagement einer Unternehmung das Management von Wechselkursrisiken verstanden werden. Die Bearbeitung wird sich zudem ausschließlich auf das System flexibler Wechselkurse konzen- trieren. Hierbei handelt es sich um eine bewusste Betrachtungsverengung, um den Umfang der Untersuchung zu begrenzen. In dieser Arbeit werden verschiedene Methoden und Instrumente zum Management des Wechselkursrisikos analysiert, um Lösungsansätze für die Probleme der Praxis mit dem Umgang des Wechselkursrisikos zu finden. Bei der Betrachtung wird eine europäische Perspektive eingenommen.7 Im Mittelpunkt steht das Management des Wechselkursrisikos, das aus dem Grundgeschäft einer Unternehmung entsteht. Auf Grund der steigenden Komplexität der heutigen Finanzinstrumente und Märkte sowie des immer schneller werdenden technologischen Fortschritts steigen auch die Risiken bei der Verwendung von Finanzinstrumenten zur Absicherung von Wechselkursrisiken.8 Daher wird insbesondere das Ziel verfolgt, eine Risikobeurteilung verschiedener Finanzinstrumente zur Absicherung des Wechselkursrisikos in Form von Auszahlungs-Diagrammen vergleichend darzustellen.
1.2 Vorgehensweise
[...]
1 Shoup (1998), S. 8.
2 Zur historischen Entwicklung der Weltwährungsordnung vgl. Jarchow/Rühmann (2002) - im Besonderen zum Bretton-Woods-System S. 79 ff. und zum europäischen Währungssystem S. 281 ff.
3 Vgl. Fastrich/Hepp (1991), S. 17.
4 Vgl. o. V. (12.02.2005), S. 11.
5 Zum praktischen Umgang mit Währungsrisiken in Unternehmen vgl. u. a. Glaum (2000), S. 33-36; Bodnar/Gebhardt (1998), S. 9-16; Linearis (1999), S. 226-269.
6 Zum Begriff „Finanzinnovation“ vgl. Eller (1999), S. 6-8.
7 Diese Einschränkung erklärt sich durch die länderspezifischen Unterschiede der Praxis des Währungsmanagements. Diese ergeben sich durch verschiedene Faktoren, wie bspw. Devisenmarkttiefe und Volatilität der relevanten Währungen, Tradition sowie Länderrisiko (vgl. Shoup (1998), S. 7 f.).
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