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Autor: Astrid Vorhoff
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Tags: Menschen, Straßenverkehr
Jahr: 2004
Seiten: 15
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 14 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 151 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-53691-2
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Vechta, SS 2004
Studiengang : Gerontologie
Ältere Menschen im Straßenverkehr
von: Astrid Vorhoff
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung S. 3
2 Ältere Menschen im Straßenverkehr S. 4
2.1 Ältere Menschen zu Fuß im Straßenverkehr S. 4
2.2 Ältere Menschen mit dem Fahrrad im Straßenverkehr S. 5
3 Autofahren im Alter S. 6
3.1 Demographischer Wandel im Straßenverkehr S. 6
3.2 Daten zu Unfällen älterer Autofahrer S. 7
3.3 Der Alterungsprozess und seine Auswirkungen auf das Autofahren S. 8
3.3.1 Erkrankungen der Sinnesorgane S. 8
3.3.2 Bewegungseinschränkungen S. 9
3.3.3 Kognitive Fähigkeiten S. 10
4 Kompensationsmöglichkeiten S. 11
4.1 Fahrtenmanagement S. 11
4.2 Verkehrssicherheitsprogramme S. 12
5 Zukunftsausblick S. 13
6 Literaturverzeichnis S. 14
1 Einleitung
„Senioren sind auf der Straße weiterhin stark gefährdet“ – so titelt die Oldenburgische Volkszeitung am 31.03.2004; die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes ist überschrieben mit „Straßenverkehrsunfallbilanz 2003: 7% mehr getötete Senioren“.1
Was aber steckt hinter diesen Schlagzeilen? Welchen Risiken sind Senioren im Straßenverkehr ausgesetzt? Welchen Gefahren sind ältere Menschen ausgesetzt, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto auf den Straßen unterwegs sind und welches Risiko geht von den Senioren2 aus? Wie wirken sich welche gesundheitlichen Veränderungen auf die Teilnahme am Straßenverkehr aus? Diesen Fragen soll in der Arbeit nachgegangen werden. Ein Hauptaugenmerk in der zum Thema vorhandenen Literatur liegt auf dem Gebiet Autofahren im Alter, da gerade hier die Entwicklungen aufgrund demographischer Veränderungen zur Zeit und in näherer Zukunft sehr spannend sind. Der Bereich des öffentlichen Nahverkehrs wird bewusst ausgeblendet, da hier statistisch gesehen relativ wenig Unfälle geschehen. Interessant ist dieses Thema wenn man auf die Möglichkeiten der Mobilität eingeht.
Abschließend soll noch auf Chancen des Verkehrssicherheitstrainings und technische Möglichkeiten in Kraftfahrzeugen zur potentiellen Verbesserung der Unfallstatistiken hingewiesen werden. Aus gerontologischer Sicht ist dieser Unterpunkt des großen Themengebietes Mobilität nicht nur wichtig um die Zahlen der verletzten und getöteten Senioren im Straßenverkehr möglichst zu minimieren, sondern auch um die subjektive Zufriedenheit der älteren Menschen, die sich durch „das Mobil sein“ ergibt, so lange es geht aufrecht zu erhalten oder sogar zu erhöhen. Was wiederum nicht nur für die Zielgruppe der Senioren gut ist, sondern auch ein Interesse der Gesellschaft sein sollte.
2 Ältere Menschen im Straßenverkehr
2.1 Ältere Menschen zu Fuß im Straßenverkehr
In die amtlichen Statistiken gehen alle Unfälle im Straßenverkehr ein, die von der Polizei aufgenommen wurden. „Verunglückte“ sind Personen, die bei einem Unfall verletzt oder getötet wurden; „Getötete“ sind Personen, die innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall an den Unfallfolgen sterben; „Schwerverletzte“ sind Personen, die unmittelbar (für mind. 24 Stunden) nach dem Unfall zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus mussten. Alle übrigen zählen als „Leichtverletzte“.3 Für alle Bereiche des Straßenverkehrs gilt, dass bei derselben Gewalteinwirkung die Wahrscheinlichkeit zu sterben für einen 75jährigen dreimal so groß ist wie für einen 18jährigen.4
Nach den neusten Unfallstatistiken sind im Jahr 2003 391 Personen über 65 Jahre als Fußgänger ums Leben gekommen.5 Erst im Alter von über 75 Jahren steigt das Risiko älterer Fußgänger deutlich an, verbunden mit der erhöhten Vulnerabilität des Alters. Hauptverursacher der Fußgängerunfälle waren (1999) nur in 22% der Unfälle die älteren Verkehrsteilnehmer selbst, 78% der Unfälle wurden von den beteiligten Kraftfahrern verursacht (der Durchschnittsfußgänger in Deutschland ist zu 36% Hauptverursacher der Fußgängerunfälle).6 Als häufigstes Fehlverhalten bei den älteren Fußgängern wurde das „Überschreiten der Fahrbahn, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten“ festgestellt (58%). Weiter folgen auf der Liste mit 11% das falsche Verhalten an Überwegen, 8% traten plötzlich hinter Sichthindernissen hervor, 7% machten Fehler an ampelgeregelten Überwegen, 5% standen unter Alkoholeinfluss, 2% benutzten nicht den Gehweg und in 1% der Fälle wurde das Fehlverhalten mit „geistigen Mängeln“ erklärt.7
Viele Probleme der älteren Fußgänger ergeben sich durch die bauliche und betriebliche Verkehrsumwelt, die in erster Linie auf den Kfz- Verkehr ausgerichtet ist. U.a. sind dies große Umwege durch ein geringes Angebot sicherer Querungsmöglichkeiten über Straßen, unkomfortable Unter- und Überführungen, lange Wartezeiten und vor allem zu kurze Räumzeiten an Lichtsignalanlagen, baulich zu schmale Gehwege, mangelhaft abgesenkte Borde an Querungsstellen und grobe oder unebene Gehwegbeläge.8
2.2 Ältere Menschen mit dem Fahrrad im Straßenverkehr
[...]
1 Oldenburgische Volkszeitung vom 31.03.2004 und Statistisches Bundesamt (2004) Pressemitteilung vom 30.03.2004
2 im folgenden sind mit Senioren immer auch Seniorinnen mit gemeint, es sei denn es wird spezifisch auf geschlechtliche Unterschiede hingewiesen
3 Limbourg/ Reiter (2001), S. 212
4 Brouwer (2000), S. 50
5 Statistisches Bundesamt (2004), Pressemitteilung
6 Limbourg/ Reiter (2001), S. 216
7 ebd., S. 216f.
8 Draeger/ Klöckner (2001), S. 45
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