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Autor: Elmira Nedelcheva
Fach: Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
Details
Institution/Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Deutsch als Fremdsprache)
Tags: Vielfalt, Relationen, Anaphern, Antezedenten, Textstrukturen
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 287 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-53807-7
ISBN (Buch): 978-3-640-14371-9
Zusammenfassung / Abstract
Welcher Art die Zusammenhänge zwischen Anapher und Antezedent in einer Satzfolge sein können, ist eine Fragestellung, die in dieser Arbeit zum Tragen kommt. Der erste Teil liefert zunächst den theoretischen Hintergrund für die Anaphern. Es wird mit einer allgemeinen Definition der Anaphern und der Antezedenten und mit ihrer Beschreibung als referentielles Phänomen begonnen. Daher wird ausführlich auf die Frage eingegangen, wann ein sprachlicher Ausdruck im Normalfall als Anapher betrachtet werden kann. Dazu werden verschiedene wesentliche Eigenschaften der Anaphern beschrieben. Es folgt dann die Präsentation von Fällen, die von Standardannahmen bei Anaphern deutlich abweichen. Geklärt werden soll auch, inwiefern diese Problembereiche den typischen Charakteristika von Anaphern widersprechen.
Textauszug (computergeneriert)
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
WS 2005/2006
Seminar: Textstrukturen
Zur Vielfalt der Relationen zwischen Anaphern und Antezedenten
vorgelegt von:
Elmira Nedelcheva
7. Semester
Inhaltsverzeichnis:
0. Einleitung 3
1. Theoretischer Rahmen 4
1.1. Definition – Anapher 4
1.2. Definition – Antezedent 6
2. Koreferenz und Anaphernverstehen 7
2.1. Standardannahmen zum Anaphernverstehen 8
2.2. Diskontinuierliche Antezedenten und Anaphern 9
2.2.1. Plurale Anapher 9
2.2.2. Situationsanaphern 9
2.3. Abweichungen von Standardannahmen zu Anaphern 11
2.3.1. Genus- und Numeruskongruenz zwischen Antezedent und Anapher 11
2.3.2. Ambiguitäten bei Anaphern 12
2.3.3. Indirekte Anaphern ohne Antezedenten 13
2.3.4. Veränderung der Referenten 16
2.3.5. „Faulheitspronomina“ 17
3. Zusammenfassung 18
4. Literaturverzeichnis 19
0. Einleitung
Die vorliegende Arbeit versucht einen Einblick in die Vielfalt der Relationen, die zwischen Anaphern und Antezedenten bestehen können, zu vermitteln und beschäftigt sich mit der Frage, welche Regularitäten bewirken, dass es verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der anaphorischen Beziehungen gibt. Dabei soll ein allgemeiner Überblick über anaphorische Ausdrücke in natürlicher Sprache anhand von zahlreichen Beispielen gegeben werden.
Welcher Art die Zusammenhänge zwischen Anapher und Antezedent in einer Satzfolge sein können, ist eine Fragestellung, die in dieser Arbeit zum Tragen kommt. Der erste Teil liefert zunächst den theoretischen Hintergrund für die Anaphern. Es wird mit einer allgemeinen Definition der Anaphern und der Antezedenten und mit ihrer Beschreibung als referentielles Phänomen begonnen. Daher wird ausführlich auf die Frage eingegangen, wann ein sprachlicher Ausdruck im Normalfall als Anapher betrachtet werden kann. Dazu werden verschiedene wesentliche Eigenschaften der Anaphern beschrieben. Es folgt dann die Präsentation von Fällen, die von Standardannahmen bei Anaphern deutlich abweichen. Geklärt werden soll auch, inwiefern diese Problembereiche den typischen Charakteristika von Anaphern widersprechen.
Bei der Analyse werde ich mich vor allem auf die Ausführungen von Schwarz1 und Consten2 berufen.
1. Theoretischer Rahmen
1.1. Definition – Anapher
Die einzelnen Sätze eines Textes befinden sich in einer spezifischen Abhängigkeit voneinander, so dass man in der Lage ist, ihre Aufeinanderfolge als einen zusammenhängenden Text zu erkennen.3 Der Zusammenhang von Text- oder Äußerungsteilen4 wird Kohäsion genannt und durch grammatische und lexikalische Mittel des Sprachsystems ausgedrückt.
„Kohäsionsmittel lassen sich grob zwei Gruppen zuordnen, nämlich einerseits der Rekurrenz, der Wiederkehr bestimmter Elemente, andererseits der Konnexion, expliziten Verknüpfungsmitteln wie insbesondere Konjunktionen.“5
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Beschreibung und Erklärung von Anaphern, die als eines der wichtigsten Elemente zu betrachten sind, die das Ausdrücken von Kohäsion ermöglichen. Im Allgemeinen ist die Rede von Koreferenz, da die anaphorischen Ausdrücke bereits vorher Erwähntes wieder aufnehmen.
Der Begriff „Anapher“ hat seinen Ursprung in der klassischen Rhetorik, wo er als eine Redefigur verstanden wird, die in der Wiederholung eines Wortes oder einer ganzen Phrase besteht. Durch die Wanderung dieses Begriffs von der Rhetorik in die Grammatik wird die Anapher auch als grammatisches Phänomen untersucht, wobei sie eine neue Bedeutung bekommen hat. In der diesbezüglichen Forschungsliteratur gibt es zahlreiche Definitionen von Anaphern, die in der Tat grundlegende Gemeinsamkeiten aufzeigen. Aus diesem Grund wird hier mit einem sehr allgemeinen Definitionsansatz begonnen.
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1 Schwarz, Monika: Indirekte Anaphern in Texten. Studien zur domänengebundenen Referenz und Kohärenz im Deutschen. Tübingen: Max Niemezer Verlag 2000
2 Consten, Manfred: Anaphorisch oder deiktisch? Zu einem integrativen Modell domänengebundener Referenz. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2004
3 Vgl. Palek, Bohumil: Textverweis (Cross-Reference). Ein Beitrag zur Hypersyntax. In: Textlinguistik. Hrsg. von Wolfgang Dressler. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1978, S. 167 – 184
4 Vgl. Kohärenz und Kohäsion. In: Text- und Gesprächslinguistik. HSK 16.1. Berlin: de Gruyter 2000, S. 275 - 279
5 Vgl. Adamzik, Kirsten: Textlinguistik. Eine einführende Darstellung. Tübingen: Max Niemayer Verlag 2004, S. 140
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