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Autoren: Damir Dugandzic, Florian Hock
Fach: Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Details
Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH) (Institut für Sport und Sportwissenschaft)
Tags: Aspekte, Sports, Proseminar, Sportpädagogik
Jahr: 1999
Seiten: 29
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 280 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-53924-1
ISBN (Buch): 978-3-638-66718-0
Zusammenfassung / Abstract
Die Thematik der Untersuchung ökologischer Aspekte des Sports und die darauf basierende Annahme eines Konflikts zwischen Sport und Umwelt muss uns Sportler eigentlich überraschen ,denn eine intakte und natürliche Umwelt als Rahmen unserer Sportaktivitäten setzen wir voraus. Seit Beginn der 80er Jahre werden die negativen Einflüsse des Sports auf die Umwelt als Konflikte in der Öffentlichkeit und Politik diskutiert. Nicht jedoch seit dieser kurzen Zeit ist bekannt ,dass der Sport und seine Folgeerscheinungen zu Beeinträchtigungen Anderer führen kann . Bereits zur Zeit der antiken Olympischen Spiele schrieb der griechische Philosoph Epiktet (um 50-138) : „Werdet ihr dort nicht zusammengepfercht ? Belästigt euch nicht der Lärm und Geschrei und andere Widerwärtigkeiten?“ Doch erst aufgrund des gesteigerten Umweltbewußtseins und Erreichens von Belastbarkeitsgrenzen in vielen Bereichen der Natur, wurde der Sport als Verursacher ökologischer Ungleichgewichte zum Gegenstand einer breiten öffentlichen Diskussion.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Karlsruhe (TH), WS 1998/99
Institut für Sport und Sportwissenschaften
Proseminar 1: Grundlagen der Sportpädagogik
Ökologische Aspekte des Sports
von: Damir Dugandzic und Florian Hock
1. Fachsemester / 1. Fachsemester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des Begriffes „Ökologie“
3. Unmittelbare Auswirkungen des Sports
3.1. Indoor-Sportarten
3.2. Motorsport
3.2.1. Autosport
3.2.2. Motorradsport
3.3. Radsport
3.4. Wassersportarten
3.4.1. Tauchsport
3.4.2. Kanu –und Rudersport
3.4.3. Segel –und Surfsport
3.5. Wintersportarten
3.5.1. Alpiner Skilauf/Snowboarding
3.5.2. Skilanglauf
4. Mittelbare Auswirkungen des Sports
4.1. Abfallproblematik
4.2. Anreise
5. Umweltschutzaktivitäten
5.1. Seitens des Sports
5.1.1. Auf Bundesebene
5.1.2. Auf Landesebene
5.2. Seitens der Politik
5.3. Seitens der Vereine und des Sportlers
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Die Thematik der Untersuchung ökologischer Aspekte des Sports und die darauf basierende Annahme eines Konflikts zwischen Sport und Umwelt ,muß uns Sportler eigentlich überraschen ,denn eine intakte und natürliche Umwelt als Rahmen unserer Sportaktivitäten setzen wir voraus. Seit Beginn der 80er Jahre werden die negativen Einflüsse des Sports auf die Umwelt als Konflikte in der Öffentlichkeit und Politik diskutiert .Nicht jedoch seit dieser kurzen Zeit ist bekannt ,daß der Sport und seine Folgeerscheinungen zu Beeinträchtigungen Anderer führen kann . Bereits zur Zeit der antiken Olympischen Spiele schrieb der griechische Philosoph Epiktet (um 50- 138) :
„Werdet ihr dort nicht zusammengepfercht ? Belästigt euch nicht der Lärm und Geschrei und andere Widerwärtigkeiten?“1 Doch erst aufgrund des gesteigerten Umweltbewußtseins und Erreichens von Belastbarkeitsgrenzen in vielen Bereichen der Natur ,wurde der Sport als Verursacher ökologischer Ungleichgewichte zum Gegenstand einer breiten öffentlichen Diskussion 2.
2. Definition des Begriffes „Ökologie“
Ökologie [ griech. >Haushaltskunde< ] ist die Wissenschaft von der Beziehung der Lebewesen zu ihrer Umwelt. „Bio - Ökologie“ untersucht die Anpassung der Tiere und Pflanzen an ihre Umwelt. „Sozial – Ökologie“ beschäftigt sich insbesondere mit der räumlichen Ordnung und Verbreitung gesellschaftlicher Erscheinungen wie der Stadt und des Dorfes.3
3.Unmittelbare Auswirkungen des Sports auf die Umwelt
3.1 Indoor – Sportarten4
Das Umweltbelastungspotential der Indoor – Sportarten wird im allgemeinen weitestgehend unterschätzt. Dies wird plausibel, wenn man zugrundelegt, daß in Verbindung mit dem „Sport – Umwelt – Konflikt“ unter dem Begriff „Umwelt“ weitestgehend die Natur in Verbindung gebracht wird, welche als Synonym für die Tier – und Pflanzenwelt steht. Somit sind es in erster Linie der „Natursport“, „Outdoor – Sport“ oder „Motorsport“, die als potentiell umweltbelastend erscheinen. Da der „Indoor – Sport“ aber auch als ein wesentlicher Teil des alltagskulturellen Sport unserer Gesellschaft zu verstehen ist, liegt es auf der Hand ,ihn kritisch zu hinterfragen. Von unmittelbaren Auswirkungen spricht man dann, wenn sich diese unmittelbar aus der Sportart ableiten lassen, und nicht ein Resultat ihres Umfeldes sind. So sind Verschleiß sportartspezifischer Spielmaterialien, wie Schuhe und Bekleidung von besonderer Bedeutung, weil sie Materialbeschaffungs - und Entsorgungshandlungen induzieren, welche in den Bereich der mittelbaren Auswirkungen fallen.
Da Indoor – Sportarten insbesondere während der kälteren Jahreszeiten betrieben werden, ist gerade hier der erforderliche Aufwand an Heizenergie, Strom und Wasser besonders hoch. Anhand des Fallbeispieles Volleyball läßt sich dies besonders gut verdeutlichen: Saisonbedingt fallen hier die Veranstaltungen in die Heizperiode, wobei die Mehrzahl der Trainingseinheiten und Spiele nach Einbruch der Dunkelheit und demzufolge auf künstliches Licht angewiesen sind. So liegt der Heizenergieverbrauch pro Stunde (in Abhängigkeit von Außentemperatur und Heizsystem) bei einer Dreifachsporthalle um 350 MJ. Die Beleuchtung erfordert für eine Stunde Betriebsdauer ca. 200 MJ.
Ebenso nicht unbedeutend ist der Verbrauch und die Verunreinigung von nahezu ausnahmslos Trinkwasser, nach Training und Wettkampf. Abhängig von Spardüsen, Auto – Stop – Anschlüssen und Handlungsgewohnheiten der Aktiven beträgt der Wasserverbrauch im Fallbeispiel Volleyball ca. 40 Liter pro Person. Aber auch die Verunreinigung des abfließenden Wassers durch die in Duschbädern enthaltenen Stoffen wie z. B. Tenside, sollte nicht außer acht gelassen werden. Da der Indoor – Sport zumeist abhängig von Geräten ist, verbraucht er auch Materialien. Dies können Netzanlagen, Tore, Bälle, Kleidung, Accessoires, sowie Einwegmaterial für Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit, Verpflegung und physiotherapeutische Maßnahmen sein. So enthalten Hallensportschuhe Materialien wie: Leder (meist Nappa), Nylon, Polyurethan, Glasfiber, Kautschuk, Polyester, Farbstoffe und zum Teil Silikon – Gel – Kissen u. a.. Zur Herstellung dieser Materialien sind u. a. Rohstoffe wie Rohöl, Erdgas und Mineralien, sowie die Tötung von Tieren notwendig. Auch Trainingsanzüge, Sporthosen und Trikots bestehen in der Hauptsache aus Baumwolle, Polyester (Kunstfasern) und sog. Mischgewebe.
[...]
1 Diem ,1960 ,S.259
2 Baartz ,1994 ,S.9
3 Duden Fremdwörterlexikon 1974
4 Kuhn, Peter 1996, S.71-80
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