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Ansätze zur Integration von Prozess- und Wissensmanagement

Autor: Bernhard Donleitner
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik

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Details

Institution/Hochschule: FernUniversität Hagen
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 97
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 61  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1126 KB
Archivnummer: V60371
ISBN (E-Book): 978-3-638-54070-4
Anmerkungen :
Ziel dieser Diplomarbeit ist es zunächst, unabhängig von einander, Themen und Aspekte des Wissens- und Prozessmanagements zu erläutern. Der nächste Schritt besteht darin, Übereinstimmungen bzw. gemeinsame Themen zwischen Wissens- und Prozessmanagement aus der bestehenden Literatur zu identifizieren.

Textauszug (computergeneriert)

Fernuniversität in Hagen

Ansätze zur Integration von Prozess- und Wissensmanagement

Bernhard Donleitner

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung ... 1

2 Grundbegriffe ... 1

2.1 Grundbegriffe für Wissensmanagement ... 2
2.1.1 Begriffliche Bestimmung von Wissen ... 2
2.1.2 Wissensarten und Wissensdimensionen ... 5
2.1.2.1 Wissensart implizites und explizites Wissen ... 5
2.1.2.2 Sonstige Wissensarten ... 7
2.1.2.3 Wissensdimensionen nach Willke ... 7
2.1.3 Organisationale Wissensbasis ... 9
2.1.4 Wissensumwandlung und Wissensspirale nach Nonaka und Takeuchi ... 11
2.1.5 Grundbegriff Wissensmanagement ... 15
2.2 Grundbegriffe für Prozessmanagement ... 16
2.2.1 Prozesse ... 16
2.2.2 Geschäftsprozesse ... 18
2.2.3 Kernkompetenzen ... 19
2.2.4 Kernprozesse und Supportprozesse ... 21
2.2.5 Grundbegriff Prozessmanagement ... 22

3 Wissensmanagement ... 25

3.1 Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor ... 25
3.2 Triebkräfte und Treiber von Wissen und Wissensmanagement ... 27
3.2.1 Wissensmanagement senkt Kosten ... 29
3.2.2 Wissensmanagement steigert die Wettbewerbsfähigkeit ... 30
3.2.3 Wissen schafft Shareholder Value ... 31
3.3 Aufgaben des Wissensmanagements ... 31
3.3.1 Aufgaben des Wissensmanagements nach Rehäuser und Krcmar ... 31
3.3.2 Aufgaben des Wissensmanagements nach Romhardt ... 33
3.3.3 Aufgaben des Wissensmanagements nach Von Krogh und Venzin ... 35
3.4 Bausteine des Wissensmanagements nach Probst ... 35
3.4.1 Wissensziele ... 35
3.4.2 Wissensidentifikation ... 37
3.4.3 Wissenserwerb ... 39
3.4.4 Wissensentwicklung ... 41
3.4.5 Wissensverteilung ... 42
3.4.6 Wissensnutzung ... 44
3.4.7 Wissensbewahrung ... 45
3.4.8 Wissensbewertung ... 47
3.4.9 Übersicht der Bausteine des Wissensmanagements ... 48

4 Prozessmanagement ... 49

4.1 Ansatz PROMET von Österle ... 49
4.1.1 Der Organisationsentwurf als Teil des Business Engineerings ... 52
4.2 Ansatz ARIS von Scheer ... 56
4.2.1 ARIS Sichten (vom ARIS Geschäftsprozessmodell zum ARIS Haus) ... 56
4.2.2 ARIS Phasenmodell ... 58

5 Ansätze zur Synthese von Wissens- und Prozessmanagement ... 60

5.1 Gegenüberstellung von Wissen und (Geschäfts-)Prozesse ... 61
5.2 Kernkompetenz als zentrales Element von Wissens- und Prozessmanagement ... 63
5.3 Wissensnutzung bei der Planung und Umsetzung von Geschäftsprozessen ... 64
5.3.1 Systemdesign ... 66
5.3.2 Systemnutzung ... 69
5.3.3 Systemevolution ... 70
5.4 Wissensmanagement mit ARIS Modellen nach Allweyer ... 71
5.4.1 ARIS Vorgehensmodell Allweyer (Knowledge Process Reengineering) ... 72
5.4.2 Beschreibung der einzelnen Phasen ... 73
5.5 Business Knowledge Management nach Bach ... 77
5.6 Zusammenführung von Wissens- und Prozessmanagement aus eigener Sicht ... 80

6 Eigene Stellungnahme ... 83

7 Zusammenfassung ... 86

8 Literaturverzeichnis ... A

 

 

1 Einleitung

Die Literatur des Prozessmanagements bietet sowohl in der Theorie als auch in der Praxis etablierte Konzepte. Das Wissensmanagement ist ein noch relativ neues Wissenschaftsthema und steht noch unmittelbar vor dem großen Durchbruch. Die Bedeutung des Wissensmanagements ist vielen Managern zwar schon bewusst, aber die Möglichkeiten des Wissensmanagements sind noch lange nicht ausgeschöpft.

ALLWEYER (vgl. 2002, S. 162) verdeutlicht dieses noch nicht ausgeschöpfte Potential des Wissensmanagements in seiner Einführung. Demnach werden Schätzungen zufolge lediglich unter 30% des vorhandenen organisatorischen Wissens tatsächlich genutzt.

Auch andere Literaturquellen gehen von einem erheblichen Potential von Wissen und Wissensmanagement aus. Gleichzeitig wird aber auch bekräftigt, dass der Umgang mit Wissen und Wissensmanagement mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist und somit eine Herausforderung an das Management stellt.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es zunächst, unabhängig von einander, Themen und Aspekte des Wissens- und Prozessmanagements zu erläutern. Der nächste Schritt besteht darin, Übereinstimmungen bzw. gemeinsame Themen zwischen Wissens- und Prozessmanagement aus der bestehenden Literatur zu identifizieren. Dadurch sollen Parallelen zwischen den beiden Managementansätzen aufgezeigt werden. Auf diesen einzelnen Verbindungen von Wissen- und Prozessmanagement sollen dann Ansätze zur Integration abgeleitet werden. Dabei geht es darum, ganzheitliche Modelle oder Bezugsrahmen in der Literatur aufzuzeigen und als Gesamtkonzept darzustellen.


2 Grundbegriffe

Am Beginn dieser Arbeit werden Grundbegriffe eingeführt, die dann in den Kapiteln 3 bis 5 permanent verwendet werden. Diese sind notwendig, damit das Verständnis von Wissens- und Prozessmanagement behandelt und miteinander verglichen werden kann. Das Kapitel 2 beschreibt in Kapitel 2.1 Grundbegriffe des Wissensmanagements. Kapitel 2.2 beihaltet Grundbegriffe für das Prozessmanagement.


2.1 Grundbegriffe für Wissensmanagement


2.1.1 Begriffliche Bestimmung von Wissen

Was bedeutet überhaupt der Begriff Wissen? Wissen kann je nach Situation sehr unterschiedlich verstanden werden. Im DUDEN (1963, S. 768) wird Wissen mit „erblicken, sehen“ und „erkennen“ beschrieben. Am besten lässt sich Wissen durch eine Abgrenzung der Begriffsinhalte von Zeichen, Daten, Informationen und Wissen erklären (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 3). Die Begriffshierarchie ist in Abbildung 1 dargestellt.

Wissen
^
Informationen
^
Daten
^
Zeichen

Abb. 1: Begriffshierarchie (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 3)

Die einzelnen Begriffe werden nun ausführlich erläutert:

  • Zeichen

Die Zeichen stehen auf der untersten Stufe in der Hierarchie. HANSEN (vgl. 1992, S. 111) definiert Zeichen als das „kleinste bei einer Programmausführung zugreifbare Datenelement“. Grundsätzlich bestehen Zeichen aus Buchstaben, Ziffern oder Sonderzeichen. Für Menschen können Zeichen mit Schriftzeichen wiedergegeben werden. Informationssysteme können Daten mittels Impulsfolgen übertragen. Wesentlich für Zeichen ist die Eigenschaft, dass sie alleinstehend und somit zusammenhangslos sind (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 3).

  • Daten

Zeichen bilden die Basis von Daten. Daten setzen sich demnach aus einzelnen oder mehreren Zeichen zusammen. Die Zeichen müssen aber in einem sinnvollen Zusammenhang zueinander stehen um überhaupt Daten bilden zu können. Die Zeichen „1“ , „ ,“, „7“ und „0“ bilden die Zahl „1,70“. Was diese Zahl bedeutet kann aber noch nicht ausgesagt werden. Es kann sich um einen Preis, um eine Längenangabe oder auch um eine Gewichtsangabe handeln (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 4). Im Unternehmenskontext können Daten auch als strukturierte Aufzeichnungen von Transaktionen beschrieben werden. Daten bei der Transaktion Einkauf können Preis, Mengenangabe, Datum und Kundennummer sein (vgl. DAVENPORT und PRUSAK, 1998, S. 27).

  • Informationen

Die nächste Hierarchiestufe zu den Daten sind Informationen. Informationen werden in den verschiedenen Verwendungsformen sehr unterschiedlich definiert. REHÄUSER und KRCMAR, (vgl. 1996, S. 4) definieren Informationen als in den Kontext eines Problemzusammenhangs gestellte Daten. Daten werden also dann zu Informationen, wenn sie geeignet sind, einen Problembezug herzustellen oder Ziele zu erreichen. Informationen werden von handelnden Personen dazu benötigt, um Entscheidungen zur Erreichung eines bestimmten Zieles treffen zu können (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 4). Ist das Datum „1,70“ aus dem oben angeführten Beispiel z.B. der Einkaufspreis eines Produktes, so kann ein Geschäftsmann nur dann einen Gewinn erwirtschaften, wenn er das Produkt zu einem höheren Preis verkauft. Verkauft er dieses Produkt zu einem niedrigeren Preis erwirtschaftet er einen Verlust und verfehlt somit sein Ziel.

 

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