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Diploma Thesis, 1995, 80 Pages
Author: Kirsten Frehse
Subject: Film Science
Details
Tags: Soaps, tägliche Serien, Fernsehen, TV, Produktion, Film, Medien
Year: 1995
Pages: 80
Grade: sehr gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13738-6
File size: 202 KB
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Excerpt (computer-generated)
Hochschule für Film und
Fernsehen "Konrad Wolf"
Die Entwicklung von täglichen Serien in Deutschland
am Beispiel der Produktion
"Gute Zeiten - Schlechte Zeiten"
Diplomarbeit von
Kirsten Frehse
im Juni 1995
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 1
Teil 1: Historische Entwicklung der täglichen Serien ... 3
I. Entwicklungsgeschichte ... 3
II. Entwicklung von täglichen Serien im Ausland ... 4
III. Entwicklung von täglichen Serien in Deutschland ... 6
IV. Entstehungsgeschichte der Serie "Gute Zeiten - schlechte Zeiten" ... 8
V. Ausblick in die Zukunft ... 10
Teil 2: Produktion von täglichen Serien ... 12
I. Einführung und Problemstellung ... 12
I.1. Zeitfaktor ... 13
I.2. Kostenfaktor ... 13
I.3. Inhalte ... 13
I.4. Verhältnismäßigkeiten Kosten, Zeit und Inhalt ... 14
I.4.1. Zeitliche Komponente ... 14
I.4.2. Inhaltliche Komponente ... 16
I.4.3. Finanzielle Komponente ... 16
I.4.4. Personalpolitik ... 17
II. Planung und Logistik ... 19
III. Ablauf der Dreharbeiten ... 22
IV. Einzelne Organisationseinheiten ... 25
IV.1. Erstellung der Storylines ... 25
IV.2. Erstellung der Dialogbücher ... 33
IV.3. Script-Editoren ... 35
IV.4. Redaktionsassistenz ... 37
IV.5. Regie, Regieassistenz und Script-Continuity ... 39
IV.6. Disponent und Disposition ... 43
IV.7. Aufnahmeleitung Außendreh ... 49
IV.8. Produktionsleitung ... 50
IV.9. Aufgabenbereiche des Producers ... 53
V. Kosten ... 58
VI. Zusammenfassung der Zwischenergebnisse ... 60
Teil 3: Erzählerische Einschränkungen bei täglichen Serien ... 61
I. Einführung und Problemstellung ... 61
II. Kostenabhängige Inhalte und deren Darstellungsform ... 62
II.1. Außendreh ... 63
II.2. Innendreh ... 66
II.3. Ergebnis ... 67
III. Zeitabhängige Inhalte und deren Darstellungsform ... 68
III.1. Außendreh ... 68
III.2. Innendreh ... 69
III.3. Ergebnis ... 70
IV. Kosten- und zeitunabhängige Inhalte ... 71
IV.1. Außendreh ... 71
IV.2. Innendreh ... 72
IV.3. Ergebnis ... 74
Zusammenfassung ... 75
Literaturverzeichnis
[...]
Hilfsmittelkatalog
[...]
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Waagenmodell Verhältnis Inhalt, Kosten, Zeit ... 14
Abbildung 2 Ablauf herkömmliche Spielfilmproduktion ... 15
Abbildung 3 Modell zum Ablauf der Produktion von täglichen Serien ... 15
Abbildung 4 Hausmodell ... 16
Abbildung 5 Wochenablauf der Produktion GZSZ ... 20
Abbildung 6 Ablauf Woche 11 ... 23
Abbildung 7 Ablauf Woche 12 ... 23
Abbildung 8 Handlungsstrang ... 27
Abbildung 9 Beispiel Storyline Szene ... 29
Abbildung 10 Stockshot ... 30
Abbildung 11 Etablierende Außendrehszene ... 30
Abbildung 12 Cliffhanger ... 31
Abbildung 13 Fortsetzung Cliffhanger in der nächsten Folge ... 32
Abbildung 14 Synopse ... 46
Abbildung 15 Verhältnis Stoppzeit und Drehzeit ... 47
Abbildung 16 Organigramm "Daily Drama" ... 54
Abbildung 17 Kostenverteilung in Prozent ... 59
Beispielsverzeichnis
Beispiel 1 Abfolge Handlungsstränge pro Folge ... 28
Beispiel 2 Fehlerhafte Daten ... 37
Beispiel 3 Rollenprofil Hauptrolle ... 38
Beispiel 4 Abhängigkeit Zeit - bildliche Auflösung ... 41
Beispiel 5 Fahrender ICE ... 63
Beispiel 6 Explosion Konny´s Kneipe ... 65
Beispiel 7 Motorrad-Stunt ... 66
Beispiel 8 Fallender Motorblock ... 66
Beispiel 9 Fenstersprung Gerichtssaal ... 68
Beispiel 10 Segelboot ... 69
Beispiel 11 Live-Auftritt "Caught in the Act" ... 69
Beispiel 12 Limbofläche Bad ... 70
Beispiel 13 Spielshow ... 71
Beispiel 14 Event Band ... 72
Beispiel 15 Karaoke ... 72
Beispiel 16 Dessous-Show ... 73
Einleitung
In Amerika bereits seit den 50er Jahren bekannt, hat die Produktion von täglichen Serien in Deutschland noch keine lange Tradition. Nachdem der private Fernsehsender RTL im Mai 1992 mit der ersten deutschen Eigenproduktion "Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" auf Sendung ging, verhielten sich andere Fernsehsender bis in die jüngste Zeit in dieser Sparte eher zurückhaltend. Erst der in nun fast drei Jahren Produktion stetig gestiegene Erfolg des Versuchsballons "Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" mit einer Einschaltquote von inzwischen vier bis fünf Millionen Zuschauern täglich, führt neuerdings zu einem wahren Boom in der Herstellung von "Daily Soaps" auch hierzulande. So wurden im März 1995 bereits sechs in Deutschland produzierte tägliche Serien ausgestrahlt.
Diese Entwicklung läßt es lohnend erscheinen, das Phänomen "Daily Soap" genauer zu untersuchen.
Im ersten Teil dieser Arbeit wird auf die historische Entwicklung von täglichen Serien eingegangen. Mangels einer deutschen Tradition der Produktion täglicher Serien soll dabei insbesondere auf die Entwicklungen im Ausland eingegangen werden.
Im zweiten Teil dieser Arbeit soll die technische Seite der Produktion täglicher Serien dargestellt werden. Mit der Produktion der "Daily Soaps" sind spezifische Schwierigkeiten und Eigenarten verbunden, die sich im gesamten Produktionsapparat niederschlagen. Deren Darstellung soll besondere Berücksichtigung erfahren. In diesem Teil sollen auch verstärkt Beispiele aus der Produktion der Serie "Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" einfließen, bei der die Verfasserin der vorliegenden Arbeit für 16 Monaten als Produktionsassistentin und Aufnahmeleiterin am Außendrehort mitgewirkt hat.
Der letzte Teil der Arbeit soll sich mit den inhaltlichen Einschränkungen bei täglichen Serien beschäftigen. In diesem Teil soll aufgezeigt werden, welche Einflüsse auf den Inhalt unter Berücksichtigung der Faktoren Zeit und Kosten ausgeübt werden. Die Komplexität der Anforderungen und Einschränkungen in Hinblick auf die Inhalte einer täglichen Serie wird anhand einiger Beispiele deutlich gemacht.
Im Verlauf der Arbeit soll aufgezeigt werden, daß sich klassische Produktionsmethoden nur sehr eingeschränkt auf die Produktion täglicher Serien übertragen lassen. Es ist jedoch nicht Ziel der Arbeit, Unterschiede zu herkömmlichen Spielfilmproduktionen aufzuzeigen. Der Schwerpunkt soll stattdessen darauf liegen, die Besonderheiten der zu untersuchenden Produktionsart zusammenzustellen. Dabei soll belegt werden, daß im Gegensatz zu allen anderen Produktionsarten die Faktoren Zeit und Kosten in der Produktion täglicher Serien inhaltsbeeinflussend und -bestimmend sind.
Teil 1: Historische Entwicklung der täglichen Serien
I. Entwicklungsgeschichte
Die Entwicklung täglicher Serien ist keine Erfindung des Fernsehzeitalters. Der Grundstein für das heutige Phänomen "Daily Soap" wurde vielmehr bereits zu Zeiten des Radios 1937 gelegt.
Die Idee der täglichen Serie entstand aus Überlegungen, wie sich die Wirkung von Radiowerbung verstärken ließe. Über das Medium Radio konnte eine große Gruppe von Zuhörern erreicht werden. Die Hörerschaft bestand dabei tagsüber vorwiegend aus Hausfrauen, die das jeweilige Programm während der Verrichtung der Hausarbeit konsumierten. Diese Hausfrauen bildeten gleichzeitig auch die Zielgruppe für die Vermarktung von Haushaltsprodukten. Es wurde daher nach einer Möglichkeit gesucht, die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe auf die Werbung für Haushaltsartikel zu verstärken.
In diesem Zusammenhang entstand die Idee einer täglichen Radiosendung mit einem auf die Zielgruppe abgestimmten Inhalt. Der Gedanke dabei war, die Aufmerksamkeit der Hausfrauen auf den Inhalt der Sendung zu konzentrieren und dadurch eine positive Auswirkung auf die unmittelbar vor, während und nach der Sendung ausgestrahlte Werbung zu erreichen. Dieser Effekt wurde dann noch dadurch verstärkt, daß ein Erzähler, der über den Fortgang der Geschichte und den aktuellen Stand berichtete, gleichzeitig auch die Werbetexte sprach. Auf diese Weise sollte erreicht werden, daß die durch die Serie erzeugte positive Stimmung auf die Werbung und damit auf die beworbenen Produkte übergriff.
Diese täglichen Serien bargen auch den Vorteil darin, daß idealerweise eine Bindung der Zuhörer an die Serie und damit auch an den jeweiligen Radiosender entstand. Dies garantierte die größtmögliche Effektivität der ausgestrahlten Werbung.
[...]
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