Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
"Der Name der Rose" als Beispiel des Filmeinsatzes historischer Spielfilme im Ge... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

"Der Name der Rose" als Beispiel des Filmeinsatzes historischer Spielfilme im Geschichtsunterricht

Seminararbeit, 2004, 16 Seiten
Autor: Sebastian Schneemelcher
Fach: Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Details

Veranstaltung: Medien im Geschichtsunterricht
Institution/Hochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Tags: Name, Rose, Beispiel, Filmeinsatzes, Spielfilme, Geschichtsunterricht, Medien, Geschichtsunterricht
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V60601
ISBN (E-Book): 978-3-638-54239-5
ISBN (Buch): 978-3-638-90287-8
Dateigröße: 193 KB
Anmerkungen :
Diese Arbeit befasst sich mit der Authentizitätsuntersuchung von Ecos Werk und dessen filmischer Umsetzung sowie konkreten Anwendungsmöglichkeiten des Filmes im Geschichts- oder Deutschunterricht.


Zusammenfassung / Abstract

„Von kaum einem anderen Autor unserer Tage sind die Erlebniswelt und Geisteshandlung des Mittelalters erfolgreicher an ein breites Publikum vermittelt worden als von dem Bologneser Sprachwissenschaftler Umberto Eco.“ „Der Name der Rose“ gehört unbestreitbar zu den wohl größten Erfolgen in der Darstellung einer Rahmenhandlung im Mittelalter als historische Epoche. Die Auflagezahlen des 1980 erstmals erschienenen Buches belegen dieses eindrucksvoll: 5-6 Millionen Exemplare wurden weltweit bis 1986 abgesetzt und „der Name der Rose“ in 25 Sprachen übersetzt. Der Film, dem sich diese Hausarbeit schwerpunktmäßig widmen soll, wurde mit einem Etat von 48 Millionen DM 1986 fertig gestellt. Er glänzte durch Starbesetzung: Jean Jaques Annaud als Regisseur, Bernd Eichinger als Produzent und in den schauspielerischen Rollen Sean Connery, Christian Slater und F. Murray Abraham. Die Kosten spielte er innerhalb von 3 Wochen wieder ein: 4 Millionen Kinozuschauer waren es bis dahin allein in Deutschland. In meiner Hausarbeit will ich keine weitere Inhaltsanalyse zu „der Name der Rose“ verfassen (denn davon gibt es in der umfassenden Sekundärliteratur bereits Unmengen) und auch keinen weiteren Buch- Film- Vergleich vornehmen (denn die Erkenntnis ist einfach: der Film stellt eine Vereinfachung aufgrund eines anderen Zielpublikums dar) sondern mich der konkreten Frage widmen inwiefern sich die Verfilmung des Werkes für den Geschichtsunterricht verwenden lässt. Dazu werde ich kurz den Inhalt des Filmes darstellen, die Handlung in ihren historischen Kontext einordnen, die Authentizität von Ecos Handlung untersuchen und zum Abschluss der Ausgangsfrage nachgehen: mit welchen (Lern-) Zielen lässt sich der Film im Geschichtsunterricht einsetzen? Ist er ein vernünftiges Mittel zur Darstellung des mittelalterlichen Klosterlebens und der mittelalterlichen Gesellschaft mit ihren Sorgen, Gedanken, Verhaltensmustern und hierarchischen Strukturen? Dieser Frage ist bisher noch kein Autor nachgegangen, was die Bearbeitung für mich ungemein reizvoll macht.


Textauszug (computergeneriert)

"Der Name der Rose" als Beispiel des Filmeinsatzes
historischer Spielfilme im Geschichtsunterricht

von: Sebastian Schneemelcher

 


Inhalt

1. Einleitung

2. Die Handlung des Films „Der Name der Rose“

3. Einordnung der Filmhandlung in ihren historischen Kontext

4. Authentizität: die Frage nach Wahrheit, Fiktion und historischer Genauigkeit in Ecos „Der Name der Rose“

4.1. Betrachtung der Protagonisten
4.2. Betrachtung der gesellschaftlichen Ordnung
4.3. Betrachtung der Inquisition

5. Grundlagen der Überlegungen zum Unterrichtseinsatz von Filmen im Geschichtsunterricht

5.1. Zielsetzung des Filmeinsatzes
5.2. Zeitpunkt des Filmeinsatzes

6. Einsatzmöglichkeiten des Filmes „Der Name der Rose“ im Geschichtsunterricht

7. Literaturverzeichnis


 

 

1. Einleitung

„Von kaum einem anderen Autor unserer Tage sind die Erlebniswelt und Geisteshandlung des Mittelalters erfolgreicher an ein breites Publikum vermittelt worden als von dem Bologneser Sprachwissenschaftler Umberto Eco.“ 1

„Der Name der Rose“ gehört unbestreitbar zu den wohl größten Erfolgen in der Darstellung einer Rahmenhandlung im Mittelalter als historische Epoche. Die Auflagezahlen des 1980 erstmals erschienenen Buches belegen dieses eindrucksvoll: 5-6 Millionen Exemplare wurden weltweit bis 1986 abgesetzt und „der Name der Rose“ in 25 Sprachen übersetzt. Der Film, dem sich diese Hausarbeit schwerpunktmäßig widmen soll, wurde mit einem Etat von 48 Millionen DM 1986 fertig gestellt. Er glänzte durch Starbesetzung: Jean Jaques Annaud als Regisseur, Bernd Eichinger als Produzent und in den schauspielerischen Rollen Sean Connery, Christian Slater und F. Murray Abraham. Die Kosten spielte er innerhalb von 3 Wochen wieder ein: 4 Millionen Kinozuschauer waren es bis dahin allein in Deutschland.2 In meiner Hausarbeit will ich keine weitere Inhaltsanalyse zu „der Name der Rose“ verfassen (denn davon gibt es in der umfassenden Sekundärliteratur bereits Unmengen) und auch keinen weiteren Buch- Film- Vergleich vornehmen (denn die Erkenntnis ist einfach: der Film stellt eine Vereinfachung aufgrund eines anderen Zielpublikums dar) sondern mich der konkreten Frage widmen inwiefern sich die Verfilmung des Werkes für den Geschichtsunterricht verwenden lässt. Dazu werde ich kurz den Inhalt des Filmes darstellen, die Handlung in ihren historischen Kontext einordnen, die Authentizität von Ecos Handlung untersuchen und zum Abschluss der Ausgangsfrage nachgehen: mit welchen (Lern-) Zielen lässt sich der Film im Geschichtsunterricht einsetzen? Ist er ein vernünftiges Mittel zur Darstellung des mittelalterlichen Klosterlebens und der mittelalterlichen Gesellschaft mit ihren Sorgen, Gedanken, Verhaltensmustern und hierarchischen Strukturen? Dieser Frage ist bisher noch kein Autor nachgegangen, was die Bearbeitung für mich ungemein reizvoll macht.

2. Die Handlung des Films „Der Name der Rose“

„Der Name der Rose“ spielt in einem norditalienischen Benediktinerkloster im Jahre 1327.3 Der englische Franziskanermönch William von Baskerville und sein junger Novize Adson bereisen dieses Kloster um einen bevorstehenden Konvent führender Franziskaner mit Abgesandten von Papst Johannes XXII. vorzubereiten. Die beiden Delegationen wollen sich der Frage annehmen, ob Jesus über Eigentum verfügte: von der Antwort hängt ab, ob seine Kirche arm sein sollte (wie es die Franziskaner praktizierten) oder ob sie Reichtum und Macht benötigt um zu wirken (wie es der Papst forderte).

Bevor es zu diesen Vorbereitungen kommen kann wird William (als ehemaliger Inquisitor) vom Abt des Klosters gebeten einen Todesfall im Kloster aufzuklären: Adelmus, ein Schreiber des Klosterscriptoriums, wurde scheinbar von einem Turm gestoßen. Weitere Morde schließen sich dem ersten (der sich am Ende ironischerweise als Selbstmord entpuppt) an, die den Prophezeiungen der Apokalypse angepasst sind. Die umfangreichen Aufklärungsversuche Williams führen diesen in die für Klosterfremde unzugängliche Bibliothek des Klosters und auch letztendlich zur Entlarvung des blinden Greises Jorge von Burgos. Dieser versuchte ein von Aristoteles verfasstes Manuskript über das Lachen vor der Welt zu verbergen, da das Lachen für ihn einen gotteslästerlichen Frevel darstellt: in der Bibel steht nirgends geschrieben, dass Jesus gelacht hatte.

Während die Aufklärung in vollem Gange ist, treffen die Delegationen im Kloster ein: mit ihnen der Papstgesandte Inquisitor Bernard Gui, ein erbitterter Feind von William aus früheren Tagen. Bernard entlarvt zwei ehemalige Ketzer, die sich ins Kloster zurückgezogen hatten und diffamiert eine Dorfbewohnerin als Hexe. Mit dieser Dorfbewohnerin unterhielt Adson eine einmalige Liebesaffäre. Damit sollten die Morde aufgeklärt sein und in den Flammen des Scheiterhaufens gesühnt werden. Der von William entlarvte Jorge von Burgos entfacht parallel zur beginnenden Scheiter-haufen- Hinrichtung ein Feuer in der Bibliothek, dem nahezu das gesamte Klosterbauwerk zum Opfer fällt. William und Adson entkommen den Flammen, Bernard Gui wird von aufgebrachten Bauern ermordet und das als Hexe diffamierte Dorfmädchen vor dem Scheiterhaufen gerettet. Adson entscheidet sich gegen ein gemeinsames Leben mit dem Dorfmädchen und für den begonnenen Weg eines Mönches.

3. Einordnung der Filmhandlung in ihren historischen Kontext

[...]


1 Max Kerner (Hrsg), „... eine finstere und fast unglaubliche Geschichte? – Mediävistische Notizen zu Umberto Ecos Mönchsroman“, Darmstadt 1987, S. 7

2 Max Kerner, S. 1

3 Vgl. i. F. Hans D. Baumann und Arman Saliki, „Der Film: Der Name der Rose“, Weinheim 1986, S. 4 f.


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/60601/der-name-der-rose-als-beispiel-des-filmeinsatzes-historischer-spielfilme
please wait Bitte warten