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Autor: BA Michael Kempmann
Fach: Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Details
Institution/Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Kultur und Medien)
Tags: Neuronale, Resonanz, Habitus, Probleme, Verhältnisses, Kommunikationsmodellen, Bachelor, Thesis
Jahr: 2006
Seiten: 46
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 53 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 383 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54485-6
Textauszug (computergeneriert)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Kultur und Medien
Neuronale Resonanz und Habitus: Probleme des Verhältnisses zwischen neuro- und kultur-wissenschaftlichen Kommunikationsmodellen
Michael Kempmann
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 3
1. Definition: Kommunikation ... 5
1.1. Etymologische Wurzeln ... 5
1.2. Kommunikationstechnische Definition ... 5
1.3. Vorschlag einer Definition für den Zusammenhang dieser Arbeit ... 6
2. Definition: Resonanz ... 9
2.1. Etymologische Wurzeln ... 9
2.2. Naturwissenschaftliche Definition ... 9
2.3. Resonanz in autopoietischen Systemen ... 10
2.4. Neuronale Resonanz ... 12
3. Spiegelneurone – ein neurowissenschaftliches Kommunikationsmodell ... 13
3.1. Handlungserkennen durch Spiegelneurone ... 14
3.2. Vokale Gesten und Spiegelneurone ... 16
3.3. Spiegelneurone und das Erkennen ... 18
4. Habitus als generative Grammatik der Handlungen ... 20
4.1. Habitus – Erkenntnisinstrument zwischen Subjekt und Objekt ... 21
4.2. Körper als Erkenntnisinstrument im Habitusmodell ... 24
4.3. Spiegelneurone und Habitus ... 26
5. Verkörperte Kognition ... 27
5.1. Inszenierung einer nicht vorhandenen Welt ... 28
5.1.1. Farbe als Wahrnehmungsproblem ... 30
5.1.2. Farbe als Problem der Kognition ... 31
5.2. Verkörpertes Handeln als Basis der Kognition ... 33
5.3. Körperlichkeit der Wahrnehmung und Kognition ... 34
6. Spiegelneurone, Habitus und verkörpertes Handeln ... 36
7. Autopoietische Systeme, Neuronale Resonanz und Habitus ... 38
8. Literatur ... 44
1. Einleitung
In einer Seminararbeit des Seminars „Kommunikation – kulturwissenschaftlich“ bin ich zum ersten Mal auf die sog. Spiegelneuronen aufmerksam geworden. Im Anschluss an meine Beschäftigung mit diesem Modell Neuronaler Resonanz haben sich viele Fragen aufgetan. In dieser Arbeit möchte ich mich einem Aspekt annähern, der aus diesen Fragen erwachsen ist. Ich möchte versuchen das neurowissenschaftliche Kommunikationsmodell „Neuronale Resonanz“ mit dem soziologischen Habitusmodell Bourdieus als Modell der Kommunikation in Verbindung zu bringen. Dabei möchte ich zeigen, wie Spiegelneurone und der Habitus zusammenhängen.
Zu klären ist, inwieweit die vorgeschlagenen Modelle als Kommunikationsmodelle gedacht werden können.
Zunächst ist es dazu erforderlich, eine für diese Betrachtung relevante Definition von Kommunikation zu Verfügung zu stellen. Dazu werden nach einer etymologischen Herleitung des Begriffs u.a. Watzlawick und Mead herangezogen.
Des Weiteren ist es erforderlich, den Begriff Resonanz nach einer ähnlichen Herangehensweise herzuleiten, um dann Neuronale Resonanz mit ihrer Implikation eines Kommunikationsmodells erklären zu können. Die etymologische und naturwissenschaftliche Definition legen die Grundlage für das Verständnis von Resonanz in autopoietischen Systemen (Luhmann, Maturana/Varela). Im Rahmen dieser Arbeit kann nicht näher ergründet werden, wie sich ein System, wie Luhmann es versteht, und der sozialen Raum mit seinen Feldern bei Bourdieu, in Verdingung gebracht werden kann, wenngleich die Möglichkeit einer Verbindung angenommen wird.
Danach werden die neurobiologischen Forschungsergebnisse, die die Spiegelneuronen entdeckt haben, nachgezeichnet, die Neuronale Resonanz als Mechanismus identifiziert haben, mit dem der Beobachter das Handeln anderer erkennt.
Bevor Neuronale Resonanz und Habitus in Verbindung gebracht werden können, ist es erforderlich, das Habitusmodell Bourdieus nachzuzeichnen und das Medium Körper in diesem Zusammenhang zu erläutern.
Das Modell der Verkörperten Kognition bei Maturana und Varela verortert Kognition nicht in einem übergeordneten Bewusstsein, das losgelöst vom Körper funktioniert, sondern verortet Kognition in Zusammenhang mit Wahrnehmung im und am Körper. Dieses Modell soll im Rahmen dieser Arbeit nachgezeichnet werden und mit den beiden vorherigen Aspekten in Zusammenhang gebraucht werden.
Dabei wird sich zeigen, dass die hier exemplarisch gewählten Modelle, die als Kommunikationsmodelle verstanden werden sollen, Übereinstimmungen haben. Es soll gezeigt werden, dass das als kulturwissenschaftliches Modell verstandene Bourdieu’sche Habitusmodell mit dem neurowissenschaftlichen Spiegelneuronenmodell als Neuronale Resonanz und der biologischen Erkenntnistheorie Maturana und Varelas am Beispiel Verkörperte Kognition anschlussfähig sind und versuche ein Kommunikationsmodell zu ermitteln, dass alle drei Aspekte beinhaltet und in einen systematischen Zusammenhang bringt.
1. Definition: Kommunikation
Um eine Arbeit über neuro- und kulturwissenschaftliche Kommunikationsmodelle zu schreiben, ist zunächst eine Definition von Kommunikation erforderlich.
1.1. Etymologische Wurzeln
Der Duden (2001) definiert Kommunikation als „Verständigung untereinander“ und „zwischenmenschlichen Verkehr […]“. Hergeleitet wird es vom lateinischen Wort communicatio, das sowohl Mitteilung, als auch Teilhabe, Gemeinschaft und Verbindung, Gemeinsamkeit bedeuten kann (Stowasser).
Das Etymologische Wörterbuch des Deutschen leitet das Wort von dem lateinischen Verb communicare ab: „etwas gemeinsam, gemeinschaftlich machen, Informationen austauschen“.
An dieser Stelle sei auch auf den Begriff Kommune hingewiesen, der auf den gleichen Ursprung zurückgeht. Weiter sei auch auf den Begriff exkommunizieren hingewiesen, mit der Bedeutung aus der katholischen Kirche ausschließen. Verstehen wir Kirche als soziale Gemeinschaft, bedeutet die Exkommunikation den sozialen Tod des Exkommunizierten, der fortan nicht mehr Teil der Kommune Kirche ist.
1.2. Kommunikationstechnische Definition
[...]
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