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Autor: Sarah Schepers
Fach: Pädagogik - Päd. Soziologie
Details
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Soziologie)
Tags: Praktische, Philosophie, Eine, Einführung, Hauptseminar, Werteerziehung, Schule
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 2,7
Literaturverzeichnis: ~ 13 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 239 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54813-7
Teil einer kombinierten Examensleistung
Textauszug (computergeneriert)
Westfälische Wilhelms-Universität
Institut für Soziologie
Hauptseminar: Werteerziehung und Schule
Praktische Philosophie-
Eine Einführung
eingereicht von:
Sarah Schepers
eingereicht von:
Sommersemester 2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Definition ... 3
3. Warum wurde das Fach Praktische Philosophie eingerichtet? ... 4
4. Entwicklung ... 5
5. Ziele und Inhalte
5.1. Ziele ... 6
5.2. Inhalte ... 6
6. Grundlagen und Rahmenbedingungen zum 9 Schulversuch in Nordrhein-Westfalen
7. Werteerziehung ... 11
8. Praktische Philosophie und Religionskunde im Vergleich ... 12
9. Die negativen Aspekte der Praktischen Philosophie ... 12
10. Bilanz des Schulversuchs ... 13
1. Einleitung
In meinem Referat habe ich mit dem Schulfach Praktische Philosophie auseinandergesetzt. Dieses Fach gibt es in Nordrhein-Westfalen erst seit 1997/98 und ich habe mich zunächst damit beschäftigt, was unter Praktischer Philosophie zu verstehen ist und aus welchen Gründen dieses neue Unterrichtsfach in den Fächerkanon der Schulen aufgenommen wurde. Es geschieht nicht oft, dass ein völlig neues Fach eingerichtet wird. Danach beschreibe ich die Entwicklung des Religionsunterrichts seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, die eng mit der Entwicklung der Praktischen Philosophie in Verbindung steht, um mich daran anschließend mit den Zielen und Inhalten auseinanderzusetzen. Im sechsten Punkt stelle ich den Schulversuch in Nordrhein-Westfalen vor. Da unser Seminar das Thema „Werterziehung und Schule“ hat, werde ich mich intensiv damit auseinandersetzen, was die Praktische Philosophie zur Werteerziehung in der Schule beitragen kann und wie sich dies realisieren lassen könnte. Auch ein Vergleich mit dem Parallelfach Religionskunde wird in meinem Referat, wenn auch kurz und knapp, behandelt.
Im vorletzten Punkt habe ich versucht, die negativen Aspekte herauszuarbeiten, wobei vor allem die Angst vor einer „kollektiven Sittlichkeit“ eine größere Rolle spielt (Treml 1994:15). Zuletzt werde ich dann ein Fazit ziehen: Hat sich der Schulversuch in NRW gelohnt?
Anmerken möchte ich noch, dass ich im Folgenden, wenn ich von „den Schülern“ spreche, immer Schülerinnen und Schüler meine.
2. Definition
Was möchte das neue Schulfach und warum wird soviel Wert auf das Wort „praktisch“ gelegt?
Eine Kernaussage lässt sich sinngemäß im nachfolgendem Satz festhalten: Es ist als religions- und weltanschauungsneutrales Unterrichtsangebot auszugestalten, in dem Sinn- und Wertefragen systematisch zusammen hängend behandelt werden (Vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung 1997:7). Weiter liegt eine Betonung auf dem Wort „praktisch“. Damit soll unterstrichen werden, dass die alltags- und lebenspraktischen Wertefragen der Schüler ganz zentral in den Mittelpunkt des Faches gestellt werden sollen. Danach soll keine Kunde, wie etwa im Religionsunterricht im Vordergrund stehen, sondern die Unterrichtsthemen aus einer neutralen Perspektive behandelt werden. Schließlich, um darauf hinzuweisen, dass es um „praktische“, also handlungsbedeutsame Orientierungsmuster geht. Diese spielen im gemeinsamen Zusammenleben von Individuen auf Basis geteilter Werte keine unbedeutende Rolle (Vgl. Schirp 2000:1).
3. Warum wurde das Fach Praktische Philosophie eingerichtet?
Das Fach wurde eingerichtet, da sich die konfessionellen Bindungen der Schüler stark verändert hatten. Die erste Grafik im Anhang zeigt, dass circa 1/3 der Schülerschaft nicht mehr vom evangelischen oder katholischen Religionsunterricht erreicht wurde1. Die Gründe hierfür sind vielfältig, aber am deutlichsten wird, dass immer mehr Schüler einen islamischen Hintergrund haben und somit natürlich nicht am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teilnehmen können. Weiterhin gibt es auch eine Anzahl Schüler mit verschiedenen anderen Konfessionen, sowie die ständige Zunahme der Schüler ohne Konfession.
Es bestand nun die Sorge, dass diesen jungen Menschen keine systematische Auseinandersetzung mit Sinn- und Wertefragen mehr angeboten werden konnte. Natürlich ist es eine grundsätzliche Aufgabe der Schule, jungen Menschen den Aufbau von Werthaltungen zu ermöglichen, wie etwa im Politik- oder Deutschunterricht. Ein spezifisches und systematisches Angebot zur Auseinandersetzung mit grundlegenden Sinnfragen der menschlichen Existenz (zum Beispiel: Warum bin ich so, wie ich bin?) war aber bis dato nur im Religionsunterricht möglich (Vgl. Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung 2002:9f.).
[...]
1 Die in meiner Ausarbeitung erwähnten Grafiken habe ich der Präsentation von Heinz-Werner Poelchau: Praktische Philosophie. Bilanz und Perspektive des Schulversuchs in Nordrhein Westfalen entnommen. Sie sind Online im Internet: http://www.learnline.nrw.de/angebote /praktphilo/vorwort/PraktischePhilosophiePraesentation/ tsld001.htm. (Abgerufen am 20.06.2006)
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