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Life Cycle Costing

Scholary Paper (Seminar), 2005, 23 Pages
Author: Markus Zimmermann
Subject: Economics / Business: Controlling

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 23
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 19  Entries
Language: German
Archive No.: V61894
ISBN (E-book): 978-3-638-55245-5
ISBN (Book): 978-3-638-67839-1
File size: 454 KB

Abstract

Kostenrechnerische Überlegungen im Rahmen des internen Rechnungswesen sind für auf Wirtschaftlichkeit bedachte Unternehmungen von großer Bedeutung. Dabei tritt die strategische Orientierung und die Dynamisierung der Kostenrechnung immer mehr in den Vordergrund. Infolge der wirtschaftlichen Veränderungen der zurückliegenden Jahre, die sich vor allem in der Verschärfung und der Internationalisierung des Wettbewerbs zeigen, gewinnen neben der Preis- und Konditionenpolitik Wettbewerbsfaktoren wie Qualitätspolitik, logistisch perfekte Lösungen sowie Innovationsstrategien von Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Dieser Fortschritt führt zu einem enormen Anstieg der Vorleistungskosten v.a. im Bereich von Forschung und Entwicklung sowie der Nachleistungskosten, was die strategische Unternehmensführung im Rahmen einer periodengerechten Erfolgsermittlung zunehmend erschwert. Die Bedeutung einer Verrechnung dieser Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder Systems lässt eine Weiterentwicklung der traditionellen und entscheidungsorientierten Kostenrechnungssysteme für notwendig erscheinen. Das Konzept der Lebenszyklusrechnung (Life Cycle Costing) versucht, hierauf Antworten zugeben. Da dieses Konzept eine Betrachtung über die Produktions- und Vermarktungsphase hinaus ermöglicht, darf es nicht als Ersatz, sondern lediglich als Ergänzung der Kosten- und Leistungsrechnung verstanden werden. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Bedeutung und die Einsatzfelder des Life Cycle Costings. Nach einer einführenden Definition und Entwicklung dieses Konzeptes erfolgt die Herstellung von Zusammenhängen zur Kosten- und Leistungsrechnung. Anschließend wird die Methodik und Vorgehensweise des Life Cycle Costing am Beispiel des Produktlebenszyklus verdeutlicht und in Beziehung zum Target Costing gesetzt. Die Einsatzfelder werden anhand der Modelle des Produkt-, Kunden-, Markt- und Lieferantenlebenszyklus beschrieben. Eine abschließende Würdigung und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen soll die Arbeit schließlich abrunden.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere
Rechnungswesen und Controlling

Hausarbeit zum Thema

Bedeutung und Einsatzfelder des Life Cycle Costings

im Seminar
Aktuelle Fragen des Controllings
Wintersemester 2005/06

vorgelegt von

Markus Zimmermann

Abgabetermin: 31.10.2005

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einführung und Zielsetzung  2

2. Bedeutung des Life Cycle Costings  3
2.1 Begriffsabgrenzung 3
2.2 Entwicklungslinien der Lebenszyklusrechnung 5
2.3 Ziele der Lebenszyklusrechnung 6
2.4 Auswirkungen auf die Kostenrechnung und damit verbundene Möglichkeiten 7

3. Methodik und Vorgehensweise der Lebenszyklusrechnung  8
3.1 Grundstruktur und Besonderheiten der Lebenszyklusrechnung 8
3.2 Beziehungszusammenhang zwischen Life Cycle Costing und Target Costing 10

4. Einsatzfelder der Lebenszyklusrechnung  11
4.1 Produktlebenszyklusmodell 11
4.2 Kundenlebenszyklusmodell 14
4.3 Marktlebenszyklusmodell 15
4.4 Lieferantenlebenszyklusmodell 16

5. Fazit  17

ANHANG  18

LITERATURVERZEICHNIS  21

 

 

1. Einführung und Zielsetzung

Kostenrechnerische Überlegungen im Rahmen des internen Rechnungswesen sind für auf Wirtschaftlichkeit bedachte Unternehmungen von großer Bedeutung. Dabei tritt die strategische Orientierung und die Dynamisierung der Kostenrechnung immer mehr in den Vordergrund.

Infolge der wirtschaftlichen Veränderungen der zurückliegenden Jahre, die sich vor allem in der Verschärfung und der Internationalisierung des Wettbewerbs zeigen, gewinnen neben der Preis- und Konditionenpolitik Wettbewerbsfaktoren wie Qualitätspolitik, logistisch perfekte Lösungen sowie Innovationsstrategien von Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Dieser Fortschritt führt zu einem enormen Anstieg der Vorleistungskosten v.a. im Bereich von Forschung und Entwicklung sowie der Nachleistungskosten, was die strategische Unternehmensführung im Rahmen einer periodengerechten Erfolgsermittlung zunehmend erschwert.1 Die Bedeutung einer Verrechnung dieser Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder Systems lässt eine Weiterentwicklung der traditionellen und entscheidungsorientierten Kostenrechnungssysteme für notwendig erscheinen. Das Konzept der Lebenszyklusrechnung (Life Cycle Costing) versucht, hierauf Antworten zugeben. Da dieses Konzept eine Betrachtung über die Produktions- und Vermarktungsphase hinaus ermöglicht, darf es nicht als Ersatz, sondern lediglich als Ergänzung der Kosten- und Leistungsrechnung verstanden werden. 2 Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Bedeutung und die Einsatzfelder des Life Cycle Costings. Nach einer einführenden Definition und Entwicklung dieses Konzeptes erfolgt die Herstellung von Zusammenhängen zur Kosten- und Leistungsrechnung. Anschließend wird die Methodik und Vorgehensweise des Life Cycle Costing am Beispiel des Produktlebenszyklus verdeutlicht und in Beziehung zum Target Costing gesetzt. Die Einsatzfelder werden anhand der Modelle des Produkt-, Kunden-, Markt- und Lieferantenlebenszyklus beschrieben. Eine abschließende Würdigung und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen soll die Arbeit schließlich abrunden.

2. Bedeutung des Life Cycle Costings

Durch den enormen Anstieg von Vor- und Nachleistungskosten gewinnt die periodenübergreifende Betrachtung eines Systems über den gesamten Lebenszyklus hinweg zunehmend an Bedeutung.

2.1 Begriffsabgrenzung

Die Lebenszyklusrechnung (Life Cycle Costing) stellt ein solches Instrument zur mehrperiodischen Planung, Steuerung und Kontrolle der totalen Kosten eines Kostenträgers über den gesamten Lebenszyklus dar.3 Im Mittelpunkt stehen dabei die totalen Kosten des betrachteten Systems, auch Life Cycle Costs genannt, die alle Kosten von der Entwicklung bis zur Entsorgung eines Systems beinhalten.4 Die Verwendung des Begriffs „Kosten“ ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht jedoch nicht ganz zutreffend. Vielmehr sollte aufgrund der periodenübergreifenden Betrachtung von Ein- und Auszahlungen die Rede sein, die im Rahmen dieses Konzepts optimiert werden sollen.5 Neben dem klassischen Produktbezug kann dieses Modell auch auf Projektvorhaben, Kooperationen mit Kunden und Lieferanten sowie auf die Erschließung und Entwicklung neuer Märkte angewendet werden.6

Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass sich die Kundenansprüche, für die nicht mehr nur günstige Preise und Konditionen das ausschlaggebende Kriterium sind, gewandelt haben. Seitens der Kunden werden zunehmend eine hohe Qualitätssicherheit der Produkte sowie eine verbindliche Einhaltung von Lieferversprechen hinsichtlich Termin und Menge verlangt. Logistisch perfekte Lösungen sind hierbei von grundlegender Bedeutung. Die beobachtbare Verkürzung von Lebenszyklen stellt außerdem eine große Herausforderung an die Innovationskraft und –geschwindigkeit eines Unternehmens dar.7

[....]


1 Vgl. MÄNNEL, Wolfgang: Entwicklungsperspektiven der Kostenrechnung, 5. Auflage, Lauf an der Pegnitz 1999, S. 110.

2 Vgl. ZEHBOLD, Cornelia: Lebenszykluskostenrechnung, Wiesbaden 1996, S. 5-13.

3 Vgl. FRÖHLING, Oliver: Lebenszykluskostenrechnung, in: Vahlens großes Controlling-Lexikon, hrsg. von Horváth, Péter – Reichmann, Thomas, München 1993, S. 399-400, hier S. 399.

4 Vgl. FRANZ, Klaus-Peter – KAJÜTER, Peter: Kostenmanagement Wettbewerbsvorteile durch systematische Kostensteuerung, Band 33, Stuttgart 1997, S. 76.

5 Vgl. COENENBERG, Adolf G.: Kostenrechnung und Kostenanalyse, 5. Auflage, Stuttgart 2003, S.473.

6 Vgl. ZEHBOLD, C.: Lebenszykluskostenrechnung, 1996, S. 16-17.

7 Vgl. MÄNNEL, W.: Entwicklungsperspektiven der Kostenrechnung, 1999, S. 110.


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