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Autor: Katharina Korff
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Details
Institution/Hochschule: Universität Paderborn (Institut für Wirtschaftspädagogik)
Tags: Wesentliche, Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Lernfeldkonzept, Konzept, Standards, Klieme, Instiutionenlehre
Jahr: 2005
Seiten: 5
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 134 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55609-5
Textauszug (computergeneriert)
Wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen
dem Lernfeldkonzept und dem Konzept der
Standards i.S.v. Klieme
von: Katharina Korff
Vortrag zu wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen dem Lernfeldkonzept
und dem Konzept der Bildungsstandards (i.S.v. Klieme et al.)
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in dem heutigen Vortrag geht es um die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Lernfeldkonzept und dem Konzept der Standards i.S.v. Klieme und anderer. Dazu nehme ich eine kurze Charakterisierung der beiden Konzepte vor, und werde dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer Synopse herausstellen. Das Konzept der Standards ist ein Verfahren, um die Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungssystems zu beurteilen, wobei verschiedene Schultypen und Jahrgangsstufen untersucht werden. Hierbei steht im Vordergrund, eine Stärken- und Schwächenanlayse des Systems vorzunehmen, und nicht das einzelne Individuum, also den Lehrer oder den Schüler zu beurteilen. 1 Die Ergebnisse der gestellten Aufgaben sollen somit nur allgemeine Aussagen über das System ermöglichen. Ein wichtiges Merkmal des Konzepts der Bildungsstandards ist die Outcome- Orientierung. Das bedeutet, dass Bildungsstandards sich an der Umsetzung des Gelernten orientieren; sie „legen fest, welche Kompetenzen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erworben sein müssen“ 2. Die Standards determinieren über Maßstäbe, wie der Lernende das Gelernte im Praxisfeld umsetzen soll.3 Die Bildungsziele des Konzepts der Bildungsstandards „werden über die Formulierung von Kompetenzen bzw. Kompetenzmodellen konkretisiert“4. Dabei wird Kompetenz als Disposition begriffen. Darunter versteht man eine verfügbare oder erlernbare kognitive Fähigkeit, um bestimmte Probleme zu lösen, und die damit verbundene motivationale, volitionale und soziale Fähigkeit die Problemlösung in verschiedenen Situationen nutzen zu können.5 Des Weiteren sollen Kompetenzen über verschiedene Niveaustufen differenziert werden, die in einem Stufenmodell abgebildet werden können, was die Skalierung der Bildungsstandards zum Ausdruck bringt. Die Niveaustufen sind hier als Kompetenzniveaus zu sehen, die sich dauerhaft aufbauen, weiterentwickeln können und die Entwicklung des Lernfortschritts abbilden. 6 Als zentrales Merkmal muss noch die Fachlichkeit guter Bildungsstandards genannt werden. 7 Das resultiert aus der traditionellen Rolle der Fächer und die Beziehung zu den Fachwissenschaftlichen Disziplinen, da sich die Expertise nach Klieme auch eher auf den allgemein bildenden Bereich bezieht.
Das Lernfeldkonzept orientiert sich im Gegensatz zum Konzept der Bildungsstandards nicht mehr an dem traditionellen Fächerunterricht, sondern der Unterricht ist vorstrukturiert in Lernfeldern, die aus didaktisch aufbereiteten Handlungsfeldern abgeleitet werden.8 Dadurch entstehen fächerübergreifende curriculare Einheiten die in beruflichen Schulen innerhalb der didaktischen Jahresplanung (Bildungsgangarbeit) konkretisiert werden müssen. Demzufolge ist die Curriculumarbeit (Makroebene) mehr in die Schule verlagert, es kommt auch zu einer abgeänderten Form der Schulorganisation (Mesoebene), d.h. es müssen z.B. Bildungsgangteams gebildet werden.9
[...]
1 vgl. Sloane, P.: Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und Lernfelder. Paderborn 2005. S. 1
2 Klieme, E. et al.: Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards. Eine Expertise. Berlin 2003. S. 19
3 vgl. Sloane, P.: Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und Lernfelder. Paderborn 2005. S. 2
4 Dilger, B. Kompetenz als Standard der Bildung (von Standards). In Köln WP, 19 Jg., H. 36, S. 26
5 vgl. Weinert, F.: Vergleichende Leistungsmessung in Schulen- eine umstrittene Selbstverständlichkeit. In: Weinert F. (Hrsg.) Leistungsmessung in Schulen. Weinheim. 2001. S. 27 f.
6 vgl. Sloane, P.: Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und Lernfelder. Paderborn 2005. S. 5
7 vgl. Dilger, B. Kompetenz als Standard der Bildung (von Standards). In Köln WP, 19 Jg., H. 36, S. 27
8 vgl. Euler, D./ Sloane, P.: Lernfelder implementieren. Zur Entwicklung und Gestaltung Fächer- und Lernortübergreifender Lehr-/ Lernarrangements im Lernfeldkonzept. Paderborn. 2001. S. 12
9 vgl. ebd. S. 21
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