Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Daniel Dieckmann
Fach: Wirtschaft - Industriebetriebslehre
Details
Tags: Allgemeine, Entwicklung, Supply, Chain, Controlling
Jahr: 2006
Seiten: 25
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 27 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 302 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56002-3
Textauszug (computergeneriert)
Allgemeine Entwicklung des Supply Chain Controlling
von: Daniel Dieckmann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Supply Chain Management 4
2.1 Was ist eine Supply Chain? 4
2.2 Entwicklungsphasen der Logistik nach Weber 5
2.3 Definition und Funktionen von Supply Chain Management 7
3. Controlling 10
3.1 Definition und Funktionen von Controlling 10
3.2 Abgrenzung von Logistik- Controlling und Supply Chain Controlling 13
4. Supply Chain Controlling 14
4.1 Definition und Funktionen von Supply Chain Controlling 14
4.2 Instrumente des Supply Chain Controllings 17
5. Entwicklung des Supply Chain Controllings 18
5.1 Entwicklung des Supply Chain Controllings in der Theorie 19
5.2 Entwicklung des Supply Chain Controllings in der Praxis 20
6. Fazit und Ausblick 22
Literaturverzeichnis 24
1. Einleitung
Die zunehmende Komplexität und Dynamik des wirtschaftlichen Umfeldes, die steigenden Kundenanforderungen, der technologische Fortschritt sowie der immer größer werdende Kostendruck stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen.1 Die Globalisierung und immer kürzere Produktlebenszyklen verstärken zudem den Wettbewerbsdruck, dem sich die Unternehmen ausgesetzt sehen2 und lassen den Faktor Zeit zu dem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden und die sich bietenden Potenziale auszuschöpfen, reicht eine unternehmensinterne Prozessoptimierung allein nicht mehr aus. Eine unternehmensübergreifende bzw. prozessorientierte Gestaltung und ein Management der gesamten Wertschöpfungskette erweist sich zunehmend als notwendig.3 Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass die Unternehmen die Konzentration auf ihre Kernkompetenzen verstärkt haben, woraus eine Verringerung des eigenen Wertschöpfungsanteils durch Outsourcing resultierte. 4 “Das hat in besonderer Weise zum Entstehen von Supply Chains, Wertschöpfungspartnerschaften und –netzwerken mit starken wechselseitigen Abhängigkeiten beigetragen“.5 Um eine effektive und effiziente Zusammenarbeit dieser Unternehmenskooperationen gewährleisten zu können, bedarf es neben den technischen Voraussetzungen eines unternehmensübergreifenden Controllings.6
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die allgemeine Entwicklung des Supply Chain Controlling (SCC) in Theorie und Praxis darzustellen. Dazu ist es erforderlich, die Notwendigkeit eines Supply Chain Controlling zu überprüfen und den Entwicklungsstand anhand empirischer Studien zu analysieren. Bevor jedoch auf den eigentlichen Kern der Arbeit, das Supply Chain Controlling eingegangen wird, soll in Kapitel 2 zunächst ein allgemeines Verständnis von einer Supply Chain und von Supply Chain Management (SCM) vermittelt werden. Des Weiteren werden die Entwicklungsphasen der Logistik dargestellt. In Kapitel 3 werden Definitionen von Controlling und dessen Funktionen aufgezeigt und eine Begriffsabgrenzung von Logistik- Controlling zu Supply Chain Controlling vorgenommen. Kapitel 4 stellt eine Verknüpfung der beiden vorangegangen Kapitel her und gewährt einen Überblick über das Supply Chain Controlling und dessen wichtigsten Instrumente. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Entwicklung von SCC in Theorie und Praxis. Die Arbeit endet mit einem Fazit und einem Ausblick.
2. Supply Chain Management
Zielsetzung des vorliegenden Kapitels ist, aus den unterschiedlichen existierenden Definitionen von Supply Chain Management eine für diese Arbeit passende Definition festzulegen und darauf aufbauend die Zielsetzungen und Funktionen des SCM darzustellen. Der das erste Mal Anfang der 80er Jahre verwendete, in der Unternehmenspraxis geprägte Begriff Supply Chain Management ist bislang nicht einheitlich, fächerübergreifend definiert worden, was laut PFOHL daran liegt, dass der Begriff von unterschiedlichen wissenschaftlichen Teildisziplinen diskutiert wird.7
Bevor in Kapitel 2.3 einige dieser Definitionen von SCM vorgestellt werden, beschäftigt sich Kapitel 2.2 mit den vier Entwicklungsphasen der Logistik gemäß der Systematisierung von WEBER, wodurch verdeutlicht werden soll, dass das Supply Chain Management als Weiterentwicklung der Logistik und derzeit als deren vorerst letzte Entwicklungsphase anzusehen ist.8 Doch zu aller erst wird im folgenden Kapitel das definiert, was „gemanaged“ werden soll: Die Supply Chain.
2.1 Was ist eine Supply Chain?
„Unter dem Begriff „Supply Chain“ wird im engeren Sinne eine Lieferkette, Versorgungskette oder unternehmensübergreifende Wertschöpfungskette verstanden.“9 Sie umfasst sämtliche Liefer- und Leistungsbeziehungen aller an der Herstellung und der Distribution eines Produktes beteiligten Unternehmen, von der Erzeugung der Rohstoffe bis zum Endkunden. Die einzelnen Akteure der Wertschöpfungskette sind über den Güter-, Informations- und Geldfluss miteinander verbunden.10 Nach STÖLZLE sollte die Bezeichnung „Chain“ oder „Kette“ nicht eng gefasst werden, da Unternehmen auf jeder Wertschöpfungsstufe zumeist mit mehr als nur einer Organisation zusammenarbeiten und eine Supply Chain somit eher als Netzwerkstruktur aufzufassen ist.11 Die Beschreibung einer Supply Chain nach OTTO als ein kooperativ zu gestaltendes, interorganisationales, vertikales Arrangement rechtlich voneinander unabhängiger Unternehmen,12 entspricht der überwiegenden Mehrheit der in der Literatur existierenden Definitionen und soll für die vorliegende Arbeit als Definition einer Supply Chain dienen. Abbildung 1 zeigt abschließend eine beispielhafte Darstellung einer Supply Chain mit Netzwerkstruktur.
Abb. 1: Beispielhafte Darstellung einer Supply Chain13 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.2 Entwicklungsphasen der Logistik nach WEBER
[...]
1 Vgl. Bacher (2004), S. 1.
2 Vgl. Westhaus/Seuring (2002), S.1.
3 Vgl. Weber (2002a), S. 185.
4 Vgl. Hoffjan/Kruse (2006), S.94.
5 Vgl. Bacher (2004), S.2.
6 Vgl. bspw. Otto (2002), S. 58, Jehle/Stüllenberg/Schulze (2002), S. 20.
7 Vgl. Bacher (2004), S. 38f.
8 Vgl. Weber (2002a), S. 9f.
9 Gronau (2004), S. 207.
10 Vgl. Göpfert (2002), S. 30.
11 Vgl. Bacher (2004), S. 50, vgl. Kajüter (2003), S. 111.
12 Vgl. Otto (2002), S. 41, S. 98, S. 101.
13 Eigene Darstellung in Anlehnung an Gronau (2004), S. 208.
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: