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Optimale Bestellmenge (Optimum Ordering Quantity) in Zeiten des e-commerce

Termpaper, 2002, 26 Pages
Author: Jan Christof Scheffold
Subject: Industrial Engineering and Management

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 26
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V6287
ISBN (E-book): 978-3-638-13892-5
ISBN (Book): 978-3-638-63933-0
File size: 307 KB
Notes :
Die Ausarbeitung gibt einen umfassenden Überblick über geschichtliche Hintergründe und Relevanz in der Praxis. Der Leser gewinnt einen wissenschaftlich gestützten Eindruck über die Relevanz der optimalen Bestellmenge bei der Bechaffung in Zeiten des e-commerce. Die dazugehörigen Präsentations-Folien sind ebenfalls hier im Archiv verfügar. Sehr dichte Arbeit. 438 KB


Abstract

Vorliegende Arbeit thematisiert die praktische Verwendung der optimalen Bestellmenge in Zeiten des e-commerce. Die bereits sehr früh erkannten Gesetzmässigkeiten über Economies of scale, Effekte von Massenproduktionen und das Gesetz der Fixkostendegression besagen, dass mit steigende Ausbringungsmenge auch die Stückkosten sinken, sofern fixe Kosten zu Grunde liegen. Diese Gesetzmässigkeit spiegelt sich in verschiedenen Bereichen des Unternehmens wieder. So spricht man in der Beschaffung von „optimaler Bestellmenge“, in der Produktion von „optimaler Losgrösse“ und der Vertrieb spricht von „optimaler Liefermenge“. Schon dadurch wird die Abhängigkeit verdeutlicht. Das natürliche Streben zum Optimum hat jedoch seine Grenzen. Denn selbst –oder gerade - wenn jeder variable Parameter mit einbezogen würde, scheiterte der Wunsch nach einer voraussagbaren optimalen Bestellmenge an den Faktoren Komplexität und Zufall, oder Chaos. Um dieses zu veranschaulichen möchte ich gerne ein Zitat anbringen: „Es ist alles interdependent, ungewiß und im Prinzip kaum zurechenbar. (...) Dies führt (...) zum wissentlichen Einbezug von Halbwahrheiten und evtl. sogar Fehlern. (...) Oberstes und damit vorrangiges Ziel des ganzen Prozesses ist dabei das der Problemlösung.“ Im folgenden Text möchte ich zunächst auf die theoretischen Grundlagen der optimalen Bestellmenge eingehen und deren Berechnung mittels vereinfachter Formel erläutern. Dann wird die Systemtheorie in genauerer Analyse als für die Praxis nicht isoliert anwendbar dargestellt. Anhand beeinflussender Faktoren, welche auf die optimale Bestellmenge einwirken, wird schliesslich der Eindruck über die vorherrschende Komplexität deutlich. Diese versucht man heutzutage durch Einsatz neuester EDV-gestützter Technologien „beherrschbar“ zu machen.


Excerpt (computer-generated)

Optimale Bestellmenge
Eine kritische Betrachtung in Zeiten des e-commerce

Hochschule Bremen
Fachbereich Nautik und internationale Wirtschaft
Studiengang Internationales Wirtschaftsingenieurwesen
Supply Chain Management (7. Semester)

WS 2001/2002

Vorgelegt von: Jan Christof Scheffold
7. Semester
Bremen, 21.01.02

1 Inhaltsverzeichnis

1 INHALTSVERZEICHNIS ... 2

2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS  ... 3

3 EINFÜHRUNG ... 4

4 DEFINITIONEN  ... 5

5 THEORETISCHER ANSATZ  ... 5

6 GRUNDLAGEN DER BESCHAFFUNG IN UNTERNEHMEN  ... 6


6.1 BEDARFSERMITTLUNG  ... 6
6.2 DISPOSITIONSVERFAHREN  ... 8
6.3 HILFSMITTEL ZUR DISPOSITIONSSTEUERUNG  ... 9

7 THEORETISCHER GRUNDRAHMEN OPTIMALE BESTELLMENGE  ... 11


7.1 ZUSAMMENSETZUNG DER KOSTEN IM BESCHAFFUNGSPROZESS ... 11
7.2 DIE ANDLER-FORMEL ... 12
7.3 ANNAHMEN ZUM GRUNDMODELL  ... 13
7.4 VORTEILE AUS DER ANWENDUNG DER FORMEL  ... 14

8 THEORETISCHE KRITIK  ... 15


8.1 KRITIK DER ALLGEMEINEN BWL  ... 15
8.2 KRITIK AN ANNAHMEN DES GRUNDMODELLS  ... 15
8.3 SYSTEMTHEORETISCHER NACHWEIS  ... 16

9 PRAKTISCHE KRITIK  ... 18


9.1 ORGANISATORISCHE EINFLÜSSE ... 18
9.2 PROZESSBEDINGTE EINFLÜSSE  ... 21
9.3 TECHNOLOGISCHE EINFLÜSSE  ... 23

10 LETZTE ANWENDUNG DER FORMEL IN DER PRAXIS  ... 23

11 FAZIT  ... 24

12 LITERATURVERZEICHNIS  ... 25

 

2 Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 1: ZIELE UND AUFGABEN DER BESCHAFFUNG  ... 6
ABBILDUNG 2: KOMBINATION AUS ABC UND XYZ ANALYSE ...  10
ABBILDUNG 3: GESAMTKOSTEN DER BESCHAFFUNG  ... 11
ABBILDUNG 4: GESAMTKOSTENMINIMUM DEFINIERT DIE OPTIMALE BESTELLMENGE  ... 13
ABBILDUNG 5: ANNAHMEN DER FORMEL UND HYPOTHESEN/VERFAHREN DER PRAXIS ... 16
ABBILDUNG 6: GLEICHMÄSSIGER BEDARF DURCH CRP  ... 19
ABBILDUNG 7: ABNAHME DER FERTIGUNGSTIEFE IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE  ... 22

3 Einführung

Vorliegende Arbeit thematisiert die praktische Verwendung der optimalen Bestellmenge in Zeiten des e-commerce.
Die bereits sehr früh erkannten Gesetzmässigkeiten über Economies of scale, Effekte von Massenproduktionen und das Gesetz der Fixkostendegression besagen, dass mit steigende Ausbringungsmenge auch die Stückkosten sinken, sofern fixe Kosten zu Grunde liegen.[1]
Diese Gesetzmässigkeit spiegelt sich in verschiedenen Bereichen des Unternehmens wieder. So spricht man in der Beschaffung von „optimaler Bestellmenge“, in der Produktion von „optimaler Losgrösse“ und der Vertrieb spricht von „optimaler Liefermenge“. Schon dadurch wird die Abhängigkeit verdeutlicht.[2]

Das natürliche Streben zum Optimum hat jedoch seine Grenzen. Denn selbst – oder gerade - wenn jeder variable Parameter mit einbezogen würde, scheiterte der Wunsch nach einer voraussagbaren optimalen Bestellmenge an den Faktoren Komplexität und Zufall, oder Chaos.

Um dieses zu veranschaulichen möchte ich gerne ein Zitat anbringen: 


„Es ist alles interdependent, ungewiß und im Prinzip kaum zurechenbar. (...) Dies führt (...) zum wissentlichen Einbezug von Halbwahrheiten und evtl. sogar Fehlern. (...) Oberstes und damit vorrangiges Ziel des ganzen Prozesses ist dabei das der Problemlösung.“[3]

Im folgenden Text möchte ich zunächst auf die theoretischen Grundlagen der optimalen Bestellmenge eingehen und deren Berechnung mittels vereinfachter Formel erläutern. Dann wird die Systemtheorie in genauerer Analyse als für die Praxis nicht isoliert anwendbar dargestellt.
Anhand beeinflussender Faktoren, welche auf die optimale Bestellmenge einwirken, wird schliesslich der Eindruck über die vorherrschende Komplexität deutlich. Diese versucht man heutzutage durch Einsatz neuester EDVgestützter Technologien „beherrschbar“ zu machen. 

4 Definitionen

Die meisten hierin verwendeten Begriffe sind weithin bekannt. Daher möchte ich mich hier auf die wesentlichen Definitionen beschränken. Optimum (lat.= das Beste), das, das Wirksamste, Bestwert; biologisch: günstigste Lebensbedingungen4

Optimale Bestellmenge: diejenige Menge an einzukaufenden Gütern, bei der die Kosten je beschaffter Mengeneinheit ein Minimum werden; (...) Die Formel gibt an, wie das Unternehmen seine Bestellmenge disponieren soll, damit die Summe aus Bezugs-, Lager- und Zinskosten ein Minimum ergibt.5

5 Theoretischer Ansatz

Die Historie der optimalen Bestellmenge reicht weit zurück. Im Beschaffungsbereich wurden hierzu verschiedene Theorien entwickelt. Beispielhaft nennen möchte ich hier Harris6, der bereits 1915 den Beschaffungsbereich aus Abnehmersicht untersuchte. Schliesslich nahm im Jahre 1927 Stefanic-Allmeyer7 den Einkauf erneut unter die Lupe. Jedoch kann als klassisches Modell für die Ermittlung der optimalen Bestellmenge die im Jahre 1929 eingeführte Formel Andlers8 angesehen werden. Er beschrieb das Losgrössenmodell, und schloß damit auch die Unternehmenszusammenhänge mit ein.
Vor der Betrachtung der optimalen Bestellmenge als solche, scheint mir ein Exkurs in die Materialwirtschaft unerlässlich. Hierdurch soll verdeutlicht werden, warum die Notwendigkeit bestand, eine Berechnung optimaler Parameter für das Bestellwesen durchzuführen.

6 Grundlagen der Beschaffung in Unternehmen

Grundsätzlich besteht die Aufgabe der Beschaffung darin, die richtige Menge in der richtigen Qualität, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereit zu stellen.9 So definiert Arnold die interdependenten , strategischen 4R der Beschaffung. Das zentrale Element für die optimale Bestellmenge stellt natürlich die richtige Menge dar. Zur Ermittlung dieser stehen im Wesentlichen zwei Verfahren zur Verfügung, auf die im Folgenden eingegangen wird. In der Praxis finden meist beide Methoden auch in Kombination Anwendung.

6.1 Bedarfsermittlung

Die operativen und strategischen Ziele des Beschaffungsmanagements lassen sich in der folgenden Grafik darstellen. Dies macht schon deutlich, in welchem Maße die Beschaffung als zentrales Element der Unternehmen gesehen werden kann.

[...]

1 Vgl. Bücher, K., a.a.O., zit. Nach: Jäger: Modellmethodologie und optimale Bestellmenge, 1982, S. 415
2 vgl. Kosiol, E.: zit. Nach: Jäger: Modellmethodologie und optimale Bestellmenge, 1982, S. 383
3 vgl. Jäger: Modellmethodologie und optimale Bestellmenge, 1982, S. 453
4 vgl. Burkhart, W.: Grosses Universal Lexikon, 1982, S. 1550
5 vgl. Digel, W.: Schülerduden die Wirtschaft, 1992, S. 286
6 vgl. Harris, F, Operations, zit. Nach: Panichi: Wirtschaftlichkeits produktionssynchroner Beschaffungen mit Hilfe eines prozessorientierten Logistikkostenmodells, 1996, S. 47
7 vgl. Stefanic-Allmeyer, K.: Bestellmenge, zit. Nach: Panichi: Wirtschaftlichkeitsproduktionssynchroner Beschaffungen mit Hilfe eines prozessorientierten Logistikkostenmodells, 1996, S. 47
8 vgl. Andler, K.: Rationalisierung, zit. Nach: Panichi: Wirtschaftlichkeits produktionssynchroner Beschaffungen mit Hilfe eines prozessorientierten Logistikkostenmodells, 1996, S. 47
9 vgl. Arnold, U.: Beschaffungsmanagement, 1997, S. 66


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