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Autor: Juliane Frey
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Details
Tags: Alternatives, Feedback, Definitionen, Ziele, Coaching, Feedback, Tele-Tutoring
Jahr: 2006
Seiten: 14
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 21 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 183 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-56652-0
Textauszug (computergeneriert)
Ludwig-Maximilians-Universität München, SS 2006
Seminararbeit am Institut für Wirtschafts- und Sozialpädagogik
Alternatives Feedback, Definitionen und Ziele von
Coaching, Feedback und Tele-Tutoring
von: Juliane Frey
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Coaching 2
2.1 Was ist Coaching? 2
2.2 Ziele des Coaching 3
3 Feedback 4
3.1 Was ist Feedback? 4
3.2 Ziele von Feedback 6
4 Tele-Tutoring 7
4.1 Was ist Tele-Tutoring? 7
4.2 Ziele des Tele-Tutoring 8
5 Fazit 9
6 Literaturverzeichnis 11
1 Einleitung
Zunehmende Globalisierung und Internationalisierung, steigende Innovationsdynamik und damit verbundene Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt stellen Menschen vor veränderte Rahmenbedingungen. Sie befinden sich im Spannungsfeld immer komplexer werdender Organisationen mit neuen Arbeitsstrukturen und stehen vor Anforderungen, die weit über fachliche Qualifikationsmuster hinausgehen. Fachwissen wird relativiert und traditionelles Lehren und Lernen immer mehr zurückgedrängt.1 Neue Lernkulturen betonen die Notwendigkeit der Förderung des selbstgesteuerten und lebenslangen Lernens; Arnold und Schüßler sprechen in diesem Zusammenhang sogar von einer Life-Long-Learning Gesellschaft.2 Der Lernbegriff wird ausgeweitet und umfasst jetzt neben formalem Lernen, eine Vielfalt neuer Instrumente sowie non-formaler und informeller Aktivitäten. Da innerhalb dieser lernkulturellen Wandlungsprozesse die Techniken der Information und Kommunikation (IuK) einen hohen Stellenwert einnehmen, spielt auch das Lernen und Arbeiten in virtuellen Räumen eine immer größere Rolle. Aus- und Weiterbildung durch Tele-Learning als Möglichkeiten des lebensbegleitenden und selbstgesteuerten Lernens findet immer breitere gesellschaftliche Akzeptanz. Im Zuge des Wandels erfolgt auch mehr und mehr eine Akzentverschiebung von Lehre zu Lernberatung.3 Statt vom Lehrenden ist häufiger die Rede vom „Coach“, welcher als Lernberater das selbstorganisierte Lernen unterstützen soll. Dabei ist der Begriff „Coach“ bzw. „Coaching“ heutzutage fast schon zum Modebegriff avanciert. Der Lehrer als Coach, Coaching als Personalentwicklungsinstrument oder Coaching als konzeptioneller Ansatz organisationalen Lernens: die Anlässe für Coaching sind vielfältig. Synonym findet man auch häufig den Begriff Feedback oder im schulischen und universitären Bereich den Begriff Tutoring bzw. Tele-Tutoring im Verbindung mit Tele-Lernen. Die Begriffe werden zum Teil undifferenziert verwendet und häufig miteinander vermischt. Im Rahmen des Hauptseminars “Alternatives Feedback“ soll diese Thematik genauer betrachtet werden. Die vorliegende Arbeit soll sich mit der Begriffsvielfalt und den einzelnen Definitionen auseinandersetzen. Um ein so komplexes Thema wie Coaching, sowie die Begriffe Feedback und Tutoring umfassend einordnen zu können, soll im ersten Teil der Arbeit mit einem Überblick über die gängigen Definitionen dieser Begriffe mehr Klarheit geschaffen werden. Im Anschluß daran werden jeweils kurz die Ziele, sowie im Schlußteil der Arbeit Gemeinsamkeiten und Unterschiede gefiltert und interpretiert.
2 Coaching
2.1 Was ist Coaching?
Der Begriff „Coach“ bezeichnete in seiner ursprünglichen Bedeutung die Kutsche, später war mit „Coach“ auch der Kutscher gemeint. Die Aufgabe des Kutschers ist das Lenken und Betreuen der Pferde, und im Sinne dieser Tätigkeit wurde der Begriff „Coach“ bzw. „Coaching“ in andere Bereiche übertragen.4 Der Begriff „Coaching“ als fördernde Maßnahme hat eine weit zurückreichende Tradition, denn bereits im letzten Jahrhundert wurde die Bezeichnung „Coach“ in angloamerikanischen Universitäten für Personen verwendet, die andere auf Prüfungen, spezielle Aufgaben und sportliche Wettbewerbe vorbereitet haben. Verbreitet wurde der Begriff durch den Sport, dort steht „Coaching“ schon seit langem für die Beratung, Betreuung und Motivierung von Leistungssportlern beim Wettkampf.5 Heute tritt der Begriff in erster Linie in Zusammenhang mit Personalentwicklung auf. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es „das Coaching“ nicht gibt. Rauen definiert Coaching als einen „personenzentrierten Beratungs- und Betreuungsprozeß, der berufliche und private Inhalte umfassen kann und zeitlich begrenzt ist.“ Dabei meint er nicht nur Ratschläge, sondern „individuelle Prozess- Beratung im Sinne einer präventiven Hilfe zur Selbsthilfe und zur Selbstverantwortung.“6 Weiter betont er die Notwendigkeit eines ausgearbeiteten Coaching-Konzeptes sowie die Umsetzung in einer tragfähigen und durch gegenseitige Akzeptanz gekennzeichneten Beratungsbeziehung, die in mehreren freiwilligen und vertraulichen Sitzungen abgehalten wird. „Ziel ist die (Wieder-)Herstellung und Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit des Klienten bzw. Gecoachten.“ 7 Den Aspekt der Selbstregulation betont auch Geißler. Er definiert Coaching als ein Personalentwicklungs-Tool, das zu systematischer Selbstreflexion anleitet und dabei vor allem auf Prozessberatung zurückgreift. „Es dient der Potenzialerkennung und –entfaltung sowie der Leistungssteigerung von Einzelnen und Gruppen und kann Change-Prozesse methodisch unterstützen.“8 Die Autoren Deffner, Buck und Lux sehen in ihrem Konzept „Bildungscoaching für das lebenslange Lernen“ Coaching als Instrument zur Förderung der Bildungsbeteiligung im Sinne lebenslangen Lernens und dabei geht es um eine Unterstützung, „die einerseits die persönliche Reflexionsfähigkeit des Einzelnen fördert und andererseits die Veränderungsbereitschaft und –fähigkeit thematisiert.“9 Nach Jäger ist Coaching ein „zeitlich begrenzter, ziel- und ressourcenorientierter Beratungsprozeß zur individuellen Unterstützung von Menschen im beruflichen Kontext. Er beruht auf Freiwilligkeit, gegenseitiger Akzeptanz und bedient sich des persönlichen Kontaktes und der Unabhängigkeit des Coaches.“10
[...]
1 Vgl. Arnold, Schüßler 1998, S. 2
2 vgl. Arnold, Schüßler 1998, S. 57
3 vgl. Siebert 2001, S. 20
4 vgl. Böning 1994, S. 173
5 vgl. Rauen 2001, S. 21
6 Rauen 2001, S. 64
7 Rauen 2001, S. 64
8 Geißler 2006, S. 50
9 Deffner, Buck, Lux 2006, S. 30
10 Jäger 2006, S. 2 Im Internet: www.coaching-magazin.de
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