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Details

Veranstaltung: Differentialpsychologische Konstrukte
Institution/Hochschule: Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg
Tags: Emotionale, Intelligenz, Differentialpsychologische, Konstrukte
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 152 KB
Archivnummer: V64441
ISBN (E-Book): 978-3-638-57261-3

Textauszug (computergeneriert)

Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)
Lehrbereich Rehabilitationspsychologie

Hausarbeit im Rahmen der Veranstaltung "Differentialpsychologische Konstrukte"

Emotionale Intelligenz

David Hofmann

 

Inhaltsverzeichnis


Vorwort ... 3

1. Einleitung ... 4

2. Begrifflich-hypothetische Konstrukte und deren potentieller Aussagewert ... 5

3. Zwei Definitionen von Emotionen ... 6

4. Drei Definitionen von Emotionalen Intelligenz ... 7

4.1 Definition nach Mayer und Salovey ... 7
4.2 Definition nach Bar-On ... 8
4.3 Definition nach Goleman ... 9

5. Neurologische Aspekte ... 10

6. Empathie und Emotionale Intelligenz ... 11

7. Testverfahren zur Evaluation von Emotionaler Intelligenz ... 12

7.1 Mayer-Salovey-Caruso Test Version 2.0 ... 12
7.2 Stichprobendaten ... 16
7.4 Auswertungsmethode des MSCEITV2.0 ... 18
7.5 Zur Reliabilität des MSCEIT ... 18

8. Bedeutung der Emotionalen Intelligenz und Kritik ... 19

9. Schlusswort ... 20

10. Literaturverzeichnis ... 21

Internetquellen ... 23

 

 

Vorwort

In dieser Hausarbeit lege ich besonderen Wert auf eine möglichst allgemeine Betrachtung des Begriffes der Emotionalen Intelligenz, da dieser ohnehin schwer empirisch zu verifizieren ist. Ich lege mich auf zwei Schwerpunkte fest. Dabei geht es mir einerseits um eine weit reichende Definition des Konstruktes, sowie die Evaluation durch Testverfahren. Ich werde außerdem kurz auf einige neurologische Aspekte der Emotionsforschung eingehen. Zu Anfang beschäftige ich mich mit der wissenschaftlichen Bedeutung der hypothetischen Konstrukte und deren Aussagewert. Danach ist es mir wichtig den Themenbereich zu definieren. Dazu werde ich 2 verschiedene Definitionen von Emotionen vorstellen (Schmidt-Atzert und Meyer/Schützwohl/Reisenzein) und danach 3 Definitionen der Emotionalen Intelligenz.
(Goleman, Mayer & Salovey und Bar-on).In den weiteren Abschnitten gehe ich kurz auf die neurologischen Grundlagen der Emotionen ein, sowie auf die Bedeutung der Empathie(als ein Teilbereich der Emotionalen Intelligenz) für die Psychotherapie. Im Anschluss werde ich mich mit der Evaluation von Emotionaler Intelligenz befassen und mich dabei auf den Mayer-Salovey-Caruso Test(MSCEITV2.0) beziehen. Dieser Abschnitt wird den größten Teil dieser Hausarbeit einnehmen. Zum Schluss werde ich mich noch etwas mit der Bedeutung und Kritik am Emotionalen Intelligenzbegriff auseinandersetzen.


1. Einleitung


"Ebenso kann ein jeder leicht in Zorn geraten...
Das Wem, Wie viel, Wann, Wozu und Wie zu bestimmen, ist aber nicht jedermanns Sache und ist nicht leicht... gegen die rechte Person, im rechten Maße, zur rechten Zeit und auf rechte Weise zornig zu sein."

Aristoteles, Nikomachische Ethik

Schon Aristoteles beschäftigte sich mit der "Intelligenz von Emotionen". In der Nikomachischen Ethik, seiner Untersuchung über Tugend, Charakter und ein Leben in Güte erhebt er die Forderung unser Gefühlsleben auf intelligente Art -und Weise zu steuern und prägte damit schon die Ansichten respektive Ausprägungen der heutigen modernen Ansichtsweise von Emotionaler Intelligenz(vgl. Goleman, D., 1995, S. 15).
Die ersten empirischen Studien1 über Emotionale Intelligenz gehen zurück bis in die 90er Jahre, wobei erwähnt werden muss, dass dieser Begriff bereits mehrere Jahre vorher von Piaget und Payne(1986) verwendet wurde.
Hierzu ein Zitat aus der Dissertation von Payne im Jahre 1986:


"The mass suppression of emotion throughout the civilized world has stifled our growth emotionally." (Payne, W.L., 1986)

In seiner Dissertation betont Payne nochmals die Wichtigkeit einer theoretischen und philosophischen Auseinandersetzung mit dem Problem der emotionalen Entwicklung im Individuum.
(s. Mayer, J. D., Salovey, P., & Caruso, D., 2000, S.396).
Bevor ich jedoch genauer auf die Emotionale Intelligenz(EI) eingehe, werde ich mich noch etwas mit der Bedeutung der hypothetischen Konstrukte für die empirische Forschung und deren Aussagewert befassen.


2. Begrifflich-hypothetische Konstrukte und deren potentieller Aussagewert

Prozesse, die im Mikrokosmos stattfinden sind nicht direkt beobachtbar. Es können nur die Wirkungen dieser Prozesse beobachtet werden. Und dann wird versucht, dass zugrunde liegende Phänomen zu erschließen( in der Statistik wird dieser Vorgang als die Abbildung einer latenten Variable auf eine manifeste Variable bezeichnet). Die künstlich hergestellte Verbindung zwischen Begriffen und objektiven Tatsachen, d.h die möglichst genaue Abbildung der Objektivität, ist eine wesentliche Vorgehensweise der modernen westlichen Wissenschaften2. Es werden Symbole oder besser "Landkarten" geschaffen, die ein möglichst treues Bild der Wirklichkeit geben sollen aber dennoch nicht die Wirklichkeit selbst sind. Aus den gewonnenen Erkenntnissen leitet man eine Hypothese ab, ein entweder aus theoretischem oder Faktenaussagen abgeleiteter Schluss, der die Beziehungen zwischen beobachtbaren oder nicht beobachtbaren Größen beschreiben soll. Man kann sich jedoch nie 100 % sicher sein inwiefern das Beschriebene mit dem "wahren" übereinstimmt. Dies ist wichtig zu erkennen, da man sonst fundamentale Fehler bei der Forschung begeht. Grundsätzlich gilt, dass die Brauchbarkeit wissenschaftlicher Theorien von der Klarheit und Exaktheit ihrer Sprache abhängt.

 

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