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Die neuen Grenzen des Wachstums

Scholary Paper (Seminar), 2005, 61 Pages
Author: M.B.A. Nihat Canak
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning

Details

Event: Business Dynamics
Institution/College: University of Mannheim
Tags: Grenzen, Wachstums, Business, Dynamics
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 61
Grade: 1.3
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V64758
ISBN (E-book): 978-3-638-57492-1
ISBN (Book): 978-3-638-70475-5
File size: 555 KB
Notes :
Wurde im Rahmen der Industriebetriebslehre (Spezialisierung der BWL) an der Universität Mannheim erbracht. 19 Seiten Seminararbeit plus 42 Seiten Anhang.


Abstract

Auf die Arbeiten Jay W. Forresters, insbesondere auf seine allgemeine Modellmethodologie, stützt sich das von Dennis L. Meadows geleitete Forschungsteam am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und erarbeitet 1972 für den Club of Rome die Studie The Limits to Growth (Die Grenzen des Wachstums). Dennis L. Meadows und seine Mitarbeiter führen eine Systemanalyse mit einem Computerrechenmodell (World3) durch, welches die komplexe Vernetzung globaler Prozesse berücksichtigt, diese Vorgänge in Regelkreise fasst und Simulationen zu unterschiedlichen Szenarien ermöglicht. Das Programm verfolgt die Entwicklungen von Bestandsgrößen wie Bevölkerung, Industriekapital, Umweltverschmutzung und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der Anfangszeitpunkt des Modells wird ins Jahr 1900 verlegt, da ab diesem Zeitpunkt einigermaßen zuverlässige und auswertbare Informationen vorliegen. Die Wahl des Zeithorizontes beträgt 200 Jahre . Bei den Simulationen werden mit unterschiedlich hohen Rohstoffbeständen der Erde gerechnet und eine unterschiedliche Effizienz von landwirtschaftlicher Produktion, Geburtenkontrolle oder Umweltschutz angesetzt. In dieser Arbeit werden die dem Bevölkerungssektor zugrundeliegenden Strukturen, die Schnittstellen zu den übrigen Sektoren und die sich hieraus ergebenden Szenarien untersucht.


Excerpt (computer-generated)

„Die neuen Grenzen des Wachstums“

Seminararbeit

vorgelegt am Industrieseminar der Universität Mannheim

von

Nihat Canak

11. April.2005

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Dennis L. Meadows und sein Bericht „Die neuen Grenzen des Wachstums“ an den Club of Rome  3

2 Aufbau des Bevölkerungssektor und die angenommenen Verknüpfungsmuster einzelner Modellgrößen  5
2.1 Historische Verhaltensweisen als Referenzmodus  5
2.2 Das Basiskonzept  7
2.3 Das Kausalmodell der Bevölkerung  7
2.4 Das Flussdiagramm des Sektors und ergänzende Angaben zu den Gleichungen  9

3 Die Schnittstellen zu den übrigen Sektoren  13

4 Die von World3 generierten Szenarien  14

5 Die Weiterentwicklung des Modells durch die Ergänzung eines Klima-Sektors  16

6 Kritik und allgemein methodische Einwände als häufigste Resonanz  18

Literaturverzeichnis  19

Anhang  20
Model-Listing  20
Level-Rate-Diagramme  52
Sektor-Bevölkerung  52
Sektor-Umweltverschmutzung  54
Sektor-Ressourcen  55
Sektor-Landwirtschaft  56
Sektor-Kapital  59

 

 

Dennis L. Meadows und sein Bericht „Die neuen Grenzen des Wachstums“ an den Club of Rome

Auf die Arbeiten Jay W. Forresters, insbesondere auf seine allgemeine Modellmethodologie, stützt sich das von Dennis L. Meadows geleitete Forschungsteam am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und erarbeitet 1972 für den Club of Rome die Studie The Limits to Growth (Die Grenzen des Wachstums).

Der Club of Rome ist eine nichtkommerzielle Organisation, die einen globalen Gedankenaustausch zu verschiedenen internationalen politischen Fragen betreibt. Er wurde 1968 gegründet und verfolgt zwei Hauptziele. Zum einen will er Forschungen und Reflexionen anregen, die das Verständnis der Funktionsweise des globalen Regelkreises vertieft. In der ersten Phase hat sich diese Aktivität auf die Studie Die Grenzen des Wachstums konzentriert. Zum anderen sollen die auf diese Weise gewonnenen Einsichten zur Unterstützung einer neuen Politik dienen , die von einem neuen Humanismus getragen ist und die Menschheit auf einen vernünftigeren Kurs leitet1. Die Idee stammt von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei, der sowohl Mitglied der Firmenleitung von Fiat und Olivetti als auch Präsident der Unternehmensberatung Italconsult war, sowie von dem Schotten Alexander King, Direktor für Wissenschaft, Technologie und Erziehung der Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Mittlerweile sind die anvisierten 100 Mitglieder erreicht. Sie stammen derzeit aus mehr als 50 Ländern.

Dennis L. Meadows und seine Mitarbeiter führen eine Systemanalyse mit einem Computerrechenmodell (World3) durch, welches die komplexe Vernetzung globaler Prozesse berücksichtigt, diese Vorgänge in Regelkreise fasst und Simulationen zu unterschiedlichen Szenarien ermöglicht. Das Programm verfolgt die Entwicklungen von Bestandsgrößen wie Bevölkerung, Industriekapital, Umweltverschmutzung und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der Anfangszeitpunkt des Modells wird ins Jahr 1900 verlegt, da ab diesem Zeitpunkt einigermaßen zuverlässige und auswertbare Informationen vorliegen. Die Wahl des Zeithorizontes beträgt 200 Jahre2. Bei den Simulationen werden mit unterschiedlich hohen Rohstoffbeständen der Erde gerechnet und eine unterschiedliche Effizienz von landwirtschaftlicher Produktion, Geburtenkontrolle oder Umweltschutz angesetzt.

1991 veröffentlichen Meadows und seine Mitarbeiter nochmals eine leicht modifizierte Modellvariante unter dem Namen World3/91 (Beyond the Limits) und legen die Hochrechnungen einer Systemanalyse auf Basis aktuellster Daten vor. Das Modell unterscheidet sich nicht nur durch die aktuellen Daten, sondern auch durch die neue Lage der Menschheit, zusätzlich im Verhältnis zu ihren Grenzen, aufgrund des Weiterwirkens der Wachstumstrends. Des weiteren beträgt nun die Referenzperiode nicht mehr 70 sondern 90 Jahre und der Projektionszeitraum 110, statt 130 Jahre.

Die folgenden fünf strategischen Variablen werden als Dynamikerzeugend für das Modell weltweiter Zusammenhänge angesehen. Sie bilden die fünf Basissektoren des Weltmodells:

  1. Bevölkerung – berücksichtigt die Effekte aller Wirtschafts- und Umweltfaktoren, die die Geburten- und Sterberaten der Menschen und somit die Bevölkerungszahl beeinflussen.
  2. Kapital – beinhaltet Maschinen, Fabriken und Anlagen mit denen Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen erzeugt werden.
  3. Landwirtschaft – bezieht alle Grundflächen und andere Faktoren ein, die die Nahrungsmittelproduktion beeinflussen.
  4. Sich nicht regenerierende Ressourcen – bildet fossile Brennstoffe und Materialien, der für den Kapitalstock zur Herstellung von Wirtschaftsgütern und Dienstleistungen benötigt wird, ab.
  5. Umweltverschmutzung – steht für von der Industrie und Landwirtschaft hergestellte, schwer abbaubare Materialien, die die menschliche Lebenserwartung, die landwirtschaftliche Produktivität oder die Fähigkeit eines Ökosystems zur Absorption schädlicher Substanzen reduzieren könnte3.

Im folgenden Abschnitt werden die dem Bevölkerungssektor zugrundeliegenden Strukturen, die Schnittstellen zu den übrigen Sektoren und die sich hieraus ergebenden Szenarien näher betrachtet.

[....]


1 Vgl. Oltmans, Willem L.: <<Die Grenzen des Wachstums>> Pro und Contra, Hamburg 1974, S.9

2 Vgl. Stoffel, Mathis: <<Die Grenzen des Wachstums>> Beurteilung der Kritik, Bern 1978, S.70

3 Vgl. Meadows, Dennis L.: Dynamics of Growth in a Finite World, Cambridge 1974, S.10


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