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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 19 Pages
Author: Dörte Göhler
Subject: Art - Painting
Details
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Kunstgeschichte)
Tags: Triumph, Todes, Eine, Reflexion, Zeitlichkeit, Bildprogramm, Beispielen, Kunstgeschichte, Mittelalters
Year: 2001
Pages: 19
Grade: gut (2)
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-14064-5
File size: 186 KB
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Excerpt (computer-generated)
Der Triumph des Todes.
Eine Reflexion über die Zeitlichkeit
im mittelalterlichen Bildprogramm
an ausgewählten Beispielen.
Seminararbeit
Im Fach Kunstgeschichte des Mittelalters
An der
Technischen Universität Dresden
vorgelegt von
Dörte Göhler
Dresden im Juni 2001
Inhalt
1. Einleitung
2. Der Totentanz im historischen Kontext: etymologische Wurzeln und die Entwicklung eines Bildprogramms
2.1. Etymologische Wurzeln einer Totentanz-Idee
2.2. Zur Entstehung eines Bildprogramms
3. Mittelalterliche Totentanzdarstellungen - Eine exemplarische Auswahl
3.1. Santa Croce, Florenz
3.2. Camposanto, Pisa
3.3. Dominikanerkirche, Großbasel
4. Totentanz und Zeitlichkeit
5. Literaturverzeichnis
6. Anhang
1. Einleitung
Ausgangspunkt für diese Seminararbeit war ein Referat zum Thema Totentanz und dem Zusammenhang mit Zeitlichkeit im mittelalterlichen Bildprogramm. Im Referat versuchten meine Ko-Referentin und ich, einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung eines Ideen- und Bildprogramms zu diesem Thema zu geben und die wichtigsten Darstellungen vorzustellen. Die Verbindung des Totentanzthemas mit einer mittelalterlichen Zeitlichkeitsidee gelang uns im Referat nicht unbedingt. Ich versuche, in dieser Arbeit näher darauf einzugehen.
Ein zentrales Anliegen des Referats war, den Kommilitonen einen Überblick zum Thema zu verschaffen. Dieses Anliegen habe ich in der Seminararbeit reduziert und gehe nicht mehr so ausführlich auf die Wurzeln und den historischen Kontext der Entstehungsgeschichte ein. Trotzdem beinhaltet die Arbeit eine ausreichende Vorstellung dessen.
Schwierig erschien die Auswahl der Kunstwerke für die schriftliche Ausarbeitung. Ich beschränke mich bei der Vorstellung auf eine Auswahl von Werken, die innerhalb eines architektonischen Rahmens zu finden sind: die Totentänze von Florenz (Santa Croce), Pisa (Camposanto) und Basel (Predigerkirche). Bedingt war diese Präferenz durch die Entstehungszeit der Bilder und dem Rahmen der Seminararbeit.
Nach der Erläuterung der etymologischen Wurzeln des Totentanzthemas und der Entstehung eines neuen Bildprogramms und damit auch Kunstgenres, folgt die Vorstellung der obengenannten Kunstwerke, wobei ich mehr auf die Bildanalyse eingehen werde als auf den Entstehungszusammenhang und den architektonischen Rahmen. Zum Schluss bemühe ich mich, den Totentanz-Topos in Zusammenhang mit einer Zeitlichkeitsidee zu bringen und auf die eigene Bedeutung des ikonographischen Programms des Totentanzes einzugehen.
2. Der Totentanz im historischen Kontext: etymologische Wurzeln und die Entwicklung eines Bildprogramms
2.1. Etymologische Wurzeln der Totentanz-Idee
Der Terminus des Totentanzes ist in der kunsthistorischen Literatur weit gefasst. Gründe dafür liegen offensichtlich in der Wandlung von Form und Inhalt der Thematik des Totentanzes im Laufe der Jahrhunderte. Zentraler Bezugspunkt dieser Arbeit ist jedoch das Bildprogramm des Mittelalters; daher werde ich die Ursprünge des Totentanz-Topos´ in Verbindung mit den in dieser Zeit entstandenen Bildprogrammen bringen.
Der Ursprung des Totentanz-Topos ist sehr komplex und es existieren verschiedene, meist orientalische, bzw. antike Quellen. Die Wurzeln dieser sogenannten Gesamtlegenden liegen eindeutig im literarischen Bereich. Zum einen ist in dem Zusammenhang auf die Legende von den drei Lebenden und den drei Toten zu verweisen, deren zentrale Aussage sich auf den Dialog von Lebenden und Toten bezieht, indem die Toten die Lebenden warnen, ihr Leben gottgefällig zu führen und damit der Strafe des Jüngsten Gerichts zu entgehen. Wichtig für die späteren bildlichen Darstellungen des Mittelalters ist dabei außerdem der Verweis auf die Vergänglichkeit des Lebens und damit auf die Nichtigkeiten bestimmter lebenswichtig erscheinender materieller und ideeller irdischer Güter.
Weitere antike, bzw. arabische Legenden, die sich mehr oder weniger abgewandelt im ikonographischen Programm des Mittelalters wiederfinden, sind die Legende von der Freundschaftsprobe und der von Barlaam und Josaphat.
[...]
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