Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Alexandra Ludwig
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Details
Jahr: 2006
Seiten: 54
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 42 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 207 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57990-2
ISBN (Buch): 978-3-638-86238-7
Zusammenfassung / Abstract
Schultheater hat in der schulischen Bildung der letzten Jahre neue Bedeutung gewonnen.Gründe dafür sind in der besonderen Aufmerksamkeit für eine umfassende ästhetische Bildung, im pädagogischen Anliegen einer Verbindung von Emotion, Imagination, Kognition und körperlichem Ausdruck und auch in der Entwicklung einer produktionsorientierten Literaturdidaktik zu sehen. Vor allem vor dem Hintergrund der Veränderten Kindheit scheint das Schultheater eine bedeutsame Stellung in der Grundschule einzunehmen. Da gegenwärtig besonders der erhöhte Medienkonsum bei Kindern zu einer Verringerung der unmittelbaren Erfahrungen und der Ausdrucksfähigkeit führt, die Fähigkeit der Fantasie verdeckt, nur bestimmte Sinne anspricht und soziale Fähigkeiten unterentwickelt lässt, muss es Aufgabe des Unterrichts sein, diese Defizite in der Entwicklung eines Kindes durch einen Unterricht, in dem die Schüler sich mit anderen auseinandersetzen und praktisch handelnd lernen, auszugleichen. Das Schultheater als Medium der Vereinigung vieler Lern- und Bildungsfelder kann hierzu ein gewichtiges Potential bereitstellen. Kinder haben Spaß daran, ihren Körper darstellend einzusetzen und Symbolik, wie Gestik und Mimik zu nutzen. Deutlich wird dies in den Rollenspielen, wie Mutter- und Kind, die Kinder spielen. Die Lust am Darstellenden Spiel ist Kindern also noch zu eigen und ihr teilweise verdecktes kreatives Potential kann damit im Unterricht aufgegriffen und gefördert werden. - Inwiefern ist es möglich, mit einer zweiten Grundschulklasse ein Theaterstück zu erarbeiten und zu entwickeln? - Welche Lerninhalte können dabei vermittelt werden? - Warum ist das Theaterspiel besonders für den Deutschunterricht geeignet? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.
Textauszug (computergeneriert)
Schriftliche Hausarbeit
Erarbeitung und Aufführung des Theaterstückes „Das Wasser gehört allen“ im Rahmen des Comenius-Projektes in einer zweiten Grundschulklasse
Alexandra Ludwig
im Fach: Deutsch
Lüneburg, den 07.08.2006
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 1
I Theoretische Grundlagen
1.1 Das Schultheater ... 3
1.1.1 Begriffsbestimmung des Theaters ... 3
1.1.2 Begriffsbestimmung und Abgrenzung des Schultheaters ... 4
1.1.3 Die Geschichte des Schultheaters ... 5
1.1.4. Pädagogische Begründung des Schultheaters ... 8
1.1.5 Das Schultheater im Deutschunterricht ... 10
1.1.5.1 Sprachliche Relevanz ... 10
1.1.5.2 Schriftsprachliche Relevanz ... 11
1.1.6 Theaterübungen ... 11
1.1.6.1 Körperübungen ... 11
1.1.6.2 Sprechübungen ... 12
1.1.6.3 Raumübungen ... 12
1.2 Das Comeniusprojekt im Rahmen des Sokrates-Programms ... 12
1.2.1 Das Sokrates-Programm ... 12
1.2.2 Zielsetzung und Struktur von Comenius ... 13
1.2.2.1 Comenius 1: Schulpartnerschaften ... 14
1.3 Der Kurztext „Das Wasser gehört allen“ ... 15
1.3.1 Inhaltsangabe ... 15
1.3.2 Formale Aspekte ... 15
1.3.3 Zur Eignung des Textes für Grundschüler ... 16
1.4 Schlussfolgerungen ... 17
II Zur Planung der Unterrichtseinheit
2.1 Organisatorische Rahmenbedingungen und Vorüberlegungen ... 18
2.2 Lernvoraussetzungen ... 18
2.3 Allgemeine didaktische Begründungen ... 20
2.4 Allgemeine methodische Begründungen ... 22
III Darstellung der Unterrichtseinheit
3.1 Die Unterrichtseinheit im Überblick ... 25
3.2 Verlaufsdarstellung und Reflexion der einzelnen Stunden ... 26
3.2.1 „Das Wasser gehört allen“: Einführung in den südafrikanischen Kurztext ... 26
3.2.2 Körper, Sprache, Raum: Einführung in die Theaterübungen (2 Std.) ... 26
3.2.3 Rollenspiel und Rollenverteilung für das Theaterstück (Doppelstunde) ... 27
3.2.4 Erarbeitung des Rollentextes (Doppelstunde) ... 28
3.2.5 Austeilen der Rollentexte und Lesen mit verteilten Rollen ... 28
3.2.6. Theaterprobe (10 Std.) ... 29
3.2.7 Theaterprobe mit dem afrikanischen Trommler (2 Std.) ... 29
3.2.8 Wir schreiben eine Einladungskarte zur Theateraufführung ... 29
3.2.9 Die Tiere in der Savanne: Schüler schreiben kreative Texte aus der Sicht ihres Tieres ... 30
3.2.10 Die Tiere in der Savanne: Vollendung der Texte ... 30
3.2.11 Generalprobe ... 30
3.2.12 Aufführung des Theaterstückes ... 31
3.2.13 Reflexion der Aufführung ... 32
3.3 Darstellung zweier ausgewählter Unterrichtsstunden ... 32
3.3.1 Theaterprobe I ... 32
3.3.2 Die Tiere in der Savanne: Schüler schreiben kreative Texte aus der Sicht ihres Tieres ... 37
IV Gesamtreflexion ... 46
4.1 Weitere Ereignisse nach der Durchführung der Unterrichtseinheit ... 48
Literatur ... 50
Einleitung
Schultheater hat in der schulischen Bildung der letzten Jahre neue Bedeutung gewonnen. Gründe dafür sind in der besonderen Aufmerksamkeit für eine umfassende ästhetische Bildung, im pädagogischen Anliegen einer Verbindung von Emotion, Imagination, Kognition und körperlichem Ausdruck und auch in der Entwicklung einer produktionsorientierten Literaturdidaktik zu sehen. Vor allem vor dem Hintergrund der Veränderten Kindheit scheint das Schultheater eine bedeutsame Stellung in der Grundschule einzunehmen. Da gegenwärtig besonders der erhöhte Medienkonsum bei Kindern zu einer Verringerung der unmittelbaren Erfahrungen und der Ausdrucksfähigkeit führt, die Fähigkeit der Fantasie verdeckt, nur bestimmte Sinne anspricht und soziale Fähigkeiten unterentwickelt lässt, muss es Aufgabe des Unterrichts sein, diese Defizite in der Entwicklung eines Kindes durch einen Unterricht, in dem die Schüler sich mit anderen auseinandersetzen und praktisch handelnd lernen, auszugleichen.
Das Schultheater als Medium der Vereinigung vieler Lern- und Bildungsfelder kann hierzu ein gewichtiges Potential bereitstellen (vgl. 1.1.5). Warum das Schultheater aber trotz des Bedeutungsgewinns und der positiven Wirkungen, die in der vorliegenden Arbeit weiter auszudifferenzieren sind, noch oftmals an die Ränder des Schulalltags gedrängt wird, ist die Frage. Dies mag zum einen an der fehlenden Theaterausbildung der Lehrer oder aber daran liegen, dass beispielsweise oftmals ein kleiner Klassenraum und der 45- Minuten- Takt als Hinderungsgründe angesehen werden. Zudem steht Schultheater bei vielen Eltern und Lehrern noch immer unter Rechtfertigungszwang. Wie soll sich das Schultheater als unverzichtbar legitimieren, wenn Zensuren über den Schulerfolg bestimmen?1
[...]
1 vgl. Wardetzky (1993), S.8
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: