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Albert Speer: Architekt - Günstling Hitlers - Rüstungsminister - Hauptkriegsverbrecher

Termpaper, 2006, 32 Pages
Author: Philipp Schubert
Subject: History - National Socialism, World War II

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 32
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V66457
ISBN (E-book): 978-3-638-59047-1

File size: 176 KB


Excerpt (computer-generated)

 Institut für Geschichte
Universität Oldenburg
Wintersemester 2005/ 2006
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
Seminar: Karrieren im Nationalsozialismus

Albert Speer:
Architekt- Günstling Hitlers- Rüstungsminister- Hauptkriegsverbrecher?

von

Philipp Schubert

Semesteranzahl: 3
BA. Geschichte/ Germanistik

 

 

Inhaltsverzeichnis  2

1. Einleitung  3

2. Von der Kindheit zu den ersten Karrierestationen Albert Speers- Biographie bis 1934 ... 5
2.1. Die familiären Hintergründe  5
2.3. Erste Aufträge der NSDAP  8

3. Karriere Albert Speers im Nationalsozialismus  10
3.1. Speer als „Hitlers Erster Architekt“  10
3.2. Speers Ministerzeit  12
3.3. Speers Verantwortung  19

4. Biographie Albert Speers ab 1945 ... 25
4.1. Festnahme und Nürnberger Prozesse  25
4.2. Zwanzig Jahre Spandau, Freilassung und Tod  28

5. Schluss  30

Literaturverzeichnis  32
Internetressourcen:   32

 

 

1. Einleitung

Albert Speer (1905- 1981) war Architekt, Günstling Hitlers und Rüstungsminister. Aber war er auch, wie die Anklage bei den Nürnberger Prozessen es verlauten ließ, Hauptkriegsverbrecher?

Albert Speer zählt bis heute zu den umstrittensten Figuren des NS-Regimes. Trotz seines enormen Aufstiegs im Dritten Reich gelang es ihm, die Richter in Nürnberg zur Milde zu bewegen.

Wer war dieser Mann und wie war es um die Voraussetzungen zu einer solchen Karriere beschaffen? Wie avancierte er zum Vertrauten Hitlers und zum Minister in dessen Regime? Warum arbeitete er für die Nationalsozialisten und wie war es um seine Einstellung und seine Verantwortung beschaffen? Diese und weitere Fragen sollen in der vorliegenden Hausarbeit beantwortet werden.

Als Einstieg in das Thema werden die familiären Hintergründe, die Kindheit und Jugend sowie die ersten Stationen Speers Karriere näher betrachtet. Der Hauptteil erstreckt sich über das dritte und vierte Kapitel. Hier wird auf Speers Arbeit als Architekt und seine Funktion als Reichsminister für Bewaffnung und Munition (ab 1943 für Bewaffnung und Kriegsproduktion) eingegangen. Ebenso wird die Frage bezüglich seiner Verantwortung kritisch untersucht. Des Weiteren wird das Leben Speers nach 1945 skizziert. Dies umfasst die Nürnberger Prozesse, die Haft in Berlin-Spandau und sein Leben nach der Entlassung. Zum Schluss soll resümiert werden, inwiefern die Selbstdarstellung Speers zur Zeit der Nürnberger Prozesse und insbesondere in der Zeit nach seiner Haft Bestand hatte.

Als grundlegende Literatur wurde für diese Hausarbeit das aktuelle Werk Heinrich Breloers2 benutzt. Aber auch die Werke des Speer-Biographen Joachim Fest3 wurden mit einbezogen, wobei diese unter Vorbehalt benutzt wurden, da dieser Speer ähnlich dargestellt hat wie Speer es selbst tat. Des Weiteren wurden auch die Werke Speers zur Bearbeitung heran gezogen4.

2. Von der Kindheit zu den ersten Karrierestationen Albert Speers-Biographie bis 1934

2.1. Die familiären Hintergründe

Über die Kindheit und Jugend Albert Speers ist relativ wenig bekannt. Prinzipiell stammen die bekannt gewordenen Informationen aus Speers Autobiographie. Ich möchte in diesem Teil meiner Hausarbeit nicht versuchen, wie es von verschiedenen Speer-Biographen getan wurde, die Charakterzüge der Eltern übertrieben auf Speers spätere Entwicklung zu deuten. Denn dadurch wird die Frage, wie Speer in die Kreise der Nationalsozialisten avancieren konnte, nicht beantwortet.

Albert Speer wurde am 19. März 1905 in Mannheim als zweiter Sohn der Familie Albert Friederich Speer geboren. Seine Brüder waren Herman, geboren 1902 und Ernst, geboren 1906. Er entstammte aus einer für die Zeit normalen, großbürgerlichen Familie. 

Sein Vater Albert Friederich Speer, geboren 1863, war einer der meistbeschäftigten Architekten Mannheims, der sich politisch den Liberalen zurechnete. Für Albert Speer wirkte sein Vater unnahbar, besonders da dieser spürbar seinem dritten Sohn Ernst zugeneigt war.

1900 heiratete er Luise Mathilde Wilhelmine Hommel, welche 1879 geboren wurde. Sie war die Tochter eines wohlhabenden Mainzer Handelsherrn und galt als gesellschaftlich sehr ehrgeizig. Albert erlebte sie als sehr hochmütig und kühl, begründet auch dadurch, dass sie ihren ersten Sohn Hermann bevorzugte. Luise Speer trat 1931, ohne Wissen ihres Mannes, der NSDAP bei. Später sagte Albert Speer von sich, dass er stets einen Hang zum Einfachen gehabt habe, was auch ein Grund für dessen Mutter gewesen sein dürfte, Alberts Bruder zu bevorzugen5.

Die Vorfahren der Familie Speer waren unauffällige Durchschnittsbürger. Allerdings erwähnt Albert Speer in seiner Autobiographie den Reichserbmarschall Graf Friederich Ferdinand zu Pappenheim, der von 1702-1793 lebte und eine Beziehung zu einer Urahnin Speers pflegte.

[....]


1 < http://www.bredalsparken.dk/~soren-kretzschmer/Albert_Speer_02.jpg >, Zugriff: 02. 04. 2006

2 Breloer, Heinrich: Speer und Er. Hitlers Architekt und Rüstungsminister, Berlin 2005.

3 Fest, Joachim: Speer. Eine Biographie, Berlin 1999. Fest, Joachim: Die unbeantworteten Fragen, Hamburg 2005.

4 Speer, Albert: Erinnerungen, Frankfurt a. M./ Berlin 1970.
Sperr, Albert: Der Sklavenstaat. Meine Auseinandersetzungen mit der SS, Stuttgart 1981.
Speer, Albert: Spandauer Tagebücher, Frankfurt a. M. 1975.

5 Fest, Joachim: Speer (s. Anm. 3), S. 21- 25.


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