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Erweiterte Offenlegung nach Basel II - Chancen und Risiken für kleine und mittelständische Unternehmen

Termpaper, 2005, 19 Pages
Author: Eva-Maria Krüger
Subject: Economics / Business: Investment and Finance

Details

Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V67178
ISBN (E-book): 978-3-638-60168-9
ISBN (Book): 978-3-638-77389-8
File size: 150 KB
Notes :



Abstract

Die neue Eigenkapitalvereinbarung Basel II, die auf drei sich gegenseitig ergänzenden Säulen basiert, soll durch eine risikoorientierte Kreditvergabe das nationale und internationale Finanzsystem stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Banken sichern. Sowohl die Banken als auch die Unternehmen werden dazu angehalten ein ihrem Geschäftsrisiko angemessenes Risikomanagement aufzubauen. Bei dem so genannten Rating wird die Bonität des Kreditnehmers geprüft, welche die Basis für die Kreditkonditionen bildet. Das Rating und die Vorbereitungen darauf sind kosten- und zeitintensiv. Für größere Unternehmen ist das ein geringeres Problem als für den Mittelstand, weil die mittelständischen Unternehmen meist keine modernen Steuerungs- und Kontrollsysteme besitzen um die erforderlichen Daten für das Rating zeitnah bereit zu stellen. Wenn die Unternehmen diesen Transparenzanforderungen nicht entsprechen, bekommen sie ein schlechteres Rating. Ein schlechtes Rating führt zu einer schlechten Bonität, was wiederum zu einer hohen Ausfallrate und somit zu einer hohen Kapitalhinterlegung und hohen Zinsen führt. Für den Mittelstand bedeutet das, dass zum einen alle Geschäftsdaten offen gelegt werden müssen auch die des Unternehmers und, dass moderne Kontroll- und Steuerungssysteme eingeführt werden müssen um jederzeit der Bank erforderliche Daten zukommen zu lassen. Ein erheblicher Vorteil der erweiterten Transparenzanforderungen besteht darin, dass eine Stärken-/Schwächenanalyse des Unternehmens gemacht wird, wodurch Schwachstellen frühzeitig erkannt werden. Letztendlich werden die Unternehmen keine andere Wahl haben als sich gut auf das Rating vorzubereiten und einen guten Kontakt zu ihrer Bank zu pflegen um den Rating-Prozess zu vereinfachen. Eine andere Möglichkeit sind alternative Finanzierungsformen um in einem geringeren Maße von den Bankkrediten abhängig zu sein. Es ist demnach unerlässlich für die Unternehmen sich genau über Basel II und das damit verbundene Rating zu informieren.


Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule für Ökonomie & Management Essen
Erweiterte Offenlegung nach Basel II
Chancen und Risiken für kleine und mittelständische Unternehmen
3. Hochschulsemester, Wintersemester 2005

Erweiterte Offenlegung nach Basel II - Chancen und Risiken
für kleine und mittelständische Unternehmen

von: Eva-Maria Krüger

 


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 4

I.1. Kurzzusammenfassung 5
I.2. Ziel der Ausarbeitung und Arbeitsumfang 6

II. Darstellung des Problems 7

II.1. Definition des Problems 7
II.2. Methode 7

III. Basel II 8

III.1. Definition Basel II 8

III.1.1. Säule 1 Mindestkapitalanforderungen 9
III.1.2. Säule 2 Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess - Supervisory Review Process 9
III.1.3. Säule 3 Erweiterte Offenlegung 10

III.2. Rating 10

III.2.1. Internes Rating 11
III.2.2. Externes Rating 11

IV. Basel II - Risiko oder Chance für den Mittelstand? 13

IV.1. Definition KMU 13
IV.2. Basel II als Risiko/Problem für den Mittelstand 13
IV.3. Basel II als Chance für den Mittelstand 15

V. Zusammenfassung 17

VI. Empfehlung 18

Quellenverzeichnis 19
 



 

I. Einführung

„Die neuen Eigenkapitalregeln für Banken – Basel II – sind tendenziell ein Förderprogramm für den Mittelstand.“, so Jochen Sanio, BAFin Präsident und Mitglied im Baseler Ausschuss1.

In der vorliegenden Arbeit wird genau das diskutiert, ob Basel II, speziell die damit verbundenen erweiterten Transparenzvorschriften, ein Risiko für den Mittelstand darstellt oder Chancen bietet, die zur Unternehmensförderung und -entwicklung beitragen. Die Arbeit an der Frage, ob Basel II in erster Linie Chancen oder Risiken für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit sich bringt, ist interessant, weil etwa 99,6%2 der Unternehmen in Deutschland zum Mittelstand gehören, wodurch der Mittelstand eine elementare Bedeutung für unsere Volkswirtschaft darstellt.

Säule 3 der Eigenkapitalvereinbarung verlangt eine erweiterte Offenlegung, also mehr Transparenz sowohl von zahlenmäßigen Geschäftsdaten als auch von Managementqualitäten und der Strategie vom Unternehmen. Da die KMU häufig weder eine Strategie haben noch eine klare Aufgaben- und Kompetenzenverteilung haben, wird es an diesem Punkt Schwierigkeiten für die KMU geben.

In den folgenden Ausführungen wird besonders auf die Problematik der Säule 3 „Erweitere Offenlegung“ der neuen Eigenkapitalvereinbarung Basel II eingegangen um die Chancen und Risiken aufzuzeigen, die sich durch die neuen Transparenzanforderungen für die KMU ergeben.

I.1. Kurzzusammenfassung

Die neue Eigenkapitalvereinbarung Basel II, die auf drei sich gegenseitig ergänzenden Säulen basiert, soll durch eine risikoorientierte Kreditvergabe das nationale und internationale Finanzsystem stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Banken sichern. Sowohl die Banken als auch die Unternehmen werden dazu angehalten ein ihrem Geschäftsrisiko angemessenes Risikomanagement aufzubauen. Bei dem so genannten Rating wird die Bonität des Kreditnehmers geprüft, welche die Basis für die Kreditkonditionen bildet. Das Rating und die Vorbereitungen darauf sind kosten- und zeitintensiv. Für größere Unternehmen ist das ein geringeres Problem als für den Mittelstand, weil die mittelständischen Unternehmen meist keine modernen Steuerungs- und Kontrollsysteme besitzen um die erforderlichen Daten für das Rating zeitnah bereit zu stellen. Wenn die Unternehmen diesen Transparenzanforderungen nicht entsprechen, bekommen sie ein schlechteres Rating. Ein schlechtes Rating führt zu einer schlechten Bonität, was wiederum zu einer hohen Ausfallrate und somit zu einer hohen Kapitalhinterlegung und hohen Zinsen führt. Für den Mittelstand bedeutet das, dass zum einen alle Geschäftsdaten offen gelegt werden müssen auch die des Unternehmers und, dass moderne Kontroll- und Steuerungssysteme eingeführt werden müssen um jederzeit der Bank erforderliche Daten zukommen zu lassen. Ein erheblicher Vorteil der erweiterten Transparenzanforderungen besteht darin, dass eine Stärken-/Schwächenanalyse des Unternehmens gemacht wird, wodurch Schwachstellen frühzeitig erkannt werden.

Letztendlich werden die Unternehmen keine andere Wahl haben als sich gut auf das Rating vorzubereiten und einen guten Kontakt zu ihrer Bank zu pflegen um den Rating-Prozess zu vereinfachen. Eine andere Möglichkeit sind alternative Finanzierungsformen um in einem geringeren Maße von den Bankkrediten abhängig zu sein. Es ist demnach unerlässlich für die Unternehmen sich genau über Basel II und das damit verbundene Rating zu informieren.

I.2. Ziel der Ausarbeitung und Arbeitsumfang

[...]


1 www.basel2voeb.de/content „Aktuelle Kommentare zu Basel II“, Handelsblatt 07.01.2002

2 Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfW)


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