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Hausarbeit, 2003, 9 Seiten
Autor: Elmira Nedelcheva
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Deutsch als Fremdsprachenphilologie)
Tags: Lessing, Minna, Barnhelm, Inwiefern, Lessing, Minna, Barnhelm, Merkmale, Dramas, Einführung, Literaturwissenschaft, Teil
Jahr: 2003
Seiten: 9
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-60180-1
Dateigröße: 115 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In wie fern und warum weicht sich Lessing von der aristotelischen Form ab, ist eine interessante Frage, mit der sich die Literaturwissenschaft beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage wird auch die Tatsache beweisen, warum Lessing als der Erneuer der deutschen Literatur gilt. In dem ersten Teil der vorliegenden Arbeit werde ich erklären, was Aristotel in seiner Poetik unter Drama und Komödie versteht. Darauf folgt eine kurze Autobiographie von Lessing. Schließlich wird den Aufbau und die Struktur von „Minna von Barnhelm“ dargestellt und es wird die Abweichung von der aristotelischen Vorstellung des Dramas bei diesem Stück untersucht.
Textauszug (computergeneriert)
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
WS 2003/2004
Inwiefern erfüllt Lessing in “Minna von Barnhelm“
die aristotelischen Merkmale des Dramas?
von: Elmira Nedelcheva
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
Fragestellung und Vorgehensweise 2
II. Hauptteil:
1. Zum Begriff Drama 2
2. Die Auffassung von Aristotel 4
2.1. Die drei Einheiten des klassischen Dramas 4
2.2. Was ist eine Komödie? 4
3. Gotthold Ephraim Lessing-kurze Autobiographie 5
4. Das Lustspiel “Minna von Barnhelm“ 5
4.1. Aufbau und Struktur 5
4.2. Abweichung von der aristotelischen Vorstellung des klassischen Dramas 7
III. Schluß 8
IV. Literaturverzeichnis 9
I. Einleitung:
“Minna von Barnhelm” wurde bereits 1763 geplant und im Jahr 1767 endlich fertiggestellt. Nach Goethe ist das Stück „die erste aus dem bedeutenden Leben gegriffene Theaterproduktion, von spezifisch temporärem Gehalt“. Typisch für dieses Drama ist, daß sie sich von dem aristotelischen, klassischen Dramas unterscheidet. In wie fern und warum weicht sich Lessing von der aristotelischen Form ab, ist eine interessante Frage, mit der sich die Literaturwissenschaft beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage wird auch die Tatsache beweisen, warum Lessing als der Erneuer der deutschen Literatur gilt.
In dem ersten Teil der vorliegenden Arbeit werde ich erklären, was Aristotel in seiner Poetik unter Drama und Komödie versteht. Darauf folgt eine kurze Autobiographie von Lessing. Schließlich wird den Aufbau und die Struktur von „Minna von Barnhelm“ dargestellt und es wird die Abweichung von der aristotelischen Vorstellung des Dramas bei diesem Stück untersucht.
1. Zum Begriff „Drama“
Das Wort Drama kommt aus dem Griechischen und bedeutet Handlung. Es ist eine der drei großen literarischen Gattungen. Das Drama wird in der Poetik des Aristoteles als mimesis ( Nachahmung ) charakterisiert. Die Handlung wird nicht von einem Erzähler dargestellt, sondern von Schauspielern, die eine Rolle verkörpern und sie tuen so, als ob sie seien, was sie zeigen. Die dargestellten Personen waren entweder gut oder schlecht.
2. Die Auffassung von Aristotel:
2.1. Die drei Einheiten des klassischen Dramas:
- Einheit der Handlung: Nur eine Haupthandlung muß es geben. Die Einheit der Handlung diente „eine grundsätzliche Zweiteilung aus Schürzung und Lösung des Knotens.“
- Einheit der Zeit: Das Geschehen darf nicht einen Sonnenuntergang überschreiten, d. h. alles muß an einem Tag passieren.
- Einheit des Ortes: Die Handlung muß an einem Ort geschehen. Die Einheit des Ortes war „durch die Bedingungen der Freilichtbühne und die Präsenz des Chores gewährleistet“.
2.2. Was ist eine Komödie?
Komödie ist „eine Nachahmung einer lasterhaften Handlung“ mit lustigem Inhalt. Sie “sucht schlechtere Menschen nachzuahmen“. Sie erregt Lachen, weil lächerliche und lustige Sachen vorkommen, von denen man in der gemeinen Sprache zu reden gewohnt ist. Die Komödie ist kommisch,weil sie durch groteske, übertriebene Geschehnisse dargestellt wird. Alltägliche Probleme und Konflikte werden behandelt. Das Lustspiel endet mit Auflösung des Konfliktes.
Im Gegensatz zu der Tragödie, in der nur Adelige vorkommen dürfen, werden in dem Lustspiel nur bürgerliche Menschen – Bürger und Personen niedrigeres Standes dargestellt. Diese Unterscheidung wird als Ständeklausel bezeichnet, d. h. es gibt ständische und soziale Beschränkungen. Die Ständeklausel beeinflußte die dramatische Produktion über mehr als zwei Jahrtausende.
3. Gotthold Ephraim Lessing
[...]
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