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Presentation (Elaboration), 2004, 9 Pages
Author: Andrea Zimmermann
Subject: Pedagogy: Common Didactics, Educational Objectives
Details
Tags: Freiarbeit, Grundschule
Year: 2004
Pages: 9
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-60445-1
File size: 86 KB
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Excerpt (computer-generated)
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Fachbereich: Allgemeine Grundschuldidaktik
Freiarbeit in der Grundschule
von: Andrea Zimmermann
Inhalt
1. Einleitung 2
2. Merkmale der Freiarbeit 2
2.1 Ziele 2
2.2 Ablauf 3
2.3 Einführung 4
3. Vorteile und Nachteile 5
3.1 Probleme und Lösungsvorschläge 5
3.2 Chancen und Risiken 7
4. Schlussbemerkung 7
5. Literatur 8
1. Einleitung
Die Freiarbeit in den heutigen Grundschulen stellt eine schülerorientierte Arbeits- und Unterrichtsform dar, welche für Schüler und Lehrer neue Perspektiven im sozialen und unterrichtlichen Miteinander bietet. Kritiker setzen Freiarbeit mit dem Freispiel gleich. Der Unterschied ist jedoch, dass bei der Freiarbeit ernstes und konzentriertes Arbeiten im Vordergrund steht. Bestimmte Lernziele sind mit speziellen Freiarbeitsmaterialen verbunden und erlauben so einen zielgerichteten Lernprozess.1 Im Folgenden werden die Punkte der Freiarbeit näher beleuchtet, die sich mit den organisatorischen Merkmalen und den Problemen, bzw. Gefahren beschäftigen.
2. Merkmale der Freiarbeit
In Phasen der Freiarbeit wählt der Schüler selbständig Inhalt, Ziel und Gestaltung seiner Arbeit und ermöglicht eine umfängliche Wahlfreiheit für den Einzelnen. Die Selbststeuerung des Lernens umfasst Bereich, Thema und Art der Aufgabe, sowie die Reihenfolge der Bearbeitung, die Anzahl und das Schwierigkeitsniveau, die Arbeitsform, -mittel, -technik und die Wahl des Arbeitsplatzes und der Sozialform.2 Die Organisation einer solchen freien Lernphase wird strukturiert durch einen klaren zeitlichen Rahmen, eine klare Aufgabestellung, Regeln, frei zugängliche Materialen und eine Dokumentationsmöglichkeit. Allerdings bleibt anzumerken, dass genau die eben genannten Punkte die Freiheit gleichzeitig wieder einschränken.3
2.1 Ziele
Freiarbeit verfolgt als Methode zum einen Ziele der eigenen Persönlichkeitsentwicklung, wie die positive Selbsterfahrung und soziales Lernen. Zum anderen steht der Lernerfolg mit seinem zielgerichteten Lernen genauso im Vordergrund. Die Selbsterfahrung bei freien Lernphasen steigert die Selbsteinschätzung der Schüler. Arbeitsprozesse und –ergebnisse können selbst reflektiert, kontrolliert und in den Kontext gestellt werden. Die eigenständige Nutzung von Lernangeboten und ein verantwortungsbewusstes Umgehen mit ihnen bedeutet für die Kinder auch einen Schritt in ein selbstbewussteres Leben. Die selbständige Handlungsfreiheit, welche die Kinder während der Freiarbeit erleben, lässt sie individuelle Interessen entdecken. Die Arbeit der Kinder wird ernstgenommen und lässt sie so Selbstvertrauen und Selbstsicherheit gewinnen. Zu den Selbsterfahrungen gehört auch der Punkt des sozialen Lernens, worunter die Schüler lernen sich in der Gemeinschaft zurechtzufinden, d.h. sich mit anderen abstimmen und gemeinsam zu arbeiten. Die Bereitschaft für Partner- und Gruppenarbeit und in diesen produktiv zu arbeiten, ist ein weiteres Ziel der Freiarbeit. Kinder werden auch darin geschult auf andere Rücksicht zu nehmen, mit Anerkennung und Kritik richtig umzugehen, anderen zu helfen und sich helfen zu lassen, wie auch Konflikte zu lösen.
Allerdings ist bei der Freiarbeit der Lernerfolg nicht zu vernachlässigen. Ein zielgerichtetes Lernen fördert bei den Kindern das Erkennen von eigenen Stärken und Schwächen. Erst hierdurch ist es möglich individuell angemessene Ziele zu setzten und diese selbständig zu verfolgen. Die Lernprozesse müssen eigenständig gestaltet und ausgeführt werden. Die Schüler lernen auch ohne Lehrer bestimmte Ziele zu erreichen und bauen so unter Umständen vorhandene Lernhemmungen ab. Die technischen Fähigkeiten, wie beispielsweise die Materialbeschaffung und die Dokumentation werden als notwendig verinnerlicht, um das gesteckte Lernziel zu erreichen.4
2.2 Ablauf
[...]
1 Vgl. Traub, S.153
2 Vgl. Gervé, S. 24
3 Vgl. ebd., S. 24
4 Vgl. Gervé, S. 136
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