„Der Tanz der Vampire“ im Kontext literarischer Werke und filmischer Umsetzungen... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

„Der Tanz der Vampire“ im Kontext literarischer Werke und filmischer Umsetzungen der Vampirthematik

Autor: Sebastian Schneemelcher
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Lesen Sie im E-Book



Details

Veranstaltung: Vampire in Literatur und Film
Institution/Hochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Germanistik)
Tags: Tanz, Vampire“, Kontext, Werke, Umsetzungen, Vampirthematik, Vampire, Literatur, Film
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 21
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 158 KB
Archivnummer: V68498
ISBN (E-Book): 978-3-638-61055-1
ISBN (Buch): 978-3-638-90328-8
Anmerkungen :
Die Hausarbeit befasst sich mit der kultigen Vampirkomödie "Der Tanz der Vampire" vor dem Hintergrund diverser literarischer Vorlagen von Polidori, Byron, Goethe, Le Fanu und Bram Stoker. Welche Elemente des Vampirismus werden aufgegriffen, was macht die Komik dieses Films aus? Fragen, die im Mittelpunkt der Hausarbeit stehen.

Zusammenfassung / Abstract

„Die sanften Schrecken, die dem literarischen Thema des Vampirs nach Bram Stokers Dracula- Roman und nach Friedrich Murnaus Nosfertu- Film allenfalls noch innewohnen mochten, hatten sich Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts nach immer neuen filmischen Remakes weitgehend verflüchtigt. Nachdem Murnaus Adaption den Stoff erst einmal in einer bald als klassisch anerkannten Weise aus dem literarischen in das Medium des Films transformiert hatte, entstand ein filmischer Stil Dracula, den weniger Nachahmung als vielmehr Überzeichnung charakterisiert (...) . Roman Polanskis Film „The fearless Vampire- killers“ – „Tanz der Vampire“ in der deutschen Version – aus dem Jahre 1967 zeugt davon.“ Der “Tanz der Vampire“ begeisterte seit seinem filmischen Erscheinen ein breites Publikum und verhalf dem Regisseur Roman Polanski zu einem hohen Bekanntheitsgrad. Das gleichnamige Musical wurde 2005 mit dem „Musical Award“ als bestes Musical geehrt. Michael Schmidt spricht von einer Überzeichnung der Dracula- Darstellung bei Polanski, die den Film prägt und über die reine Nachahmung hinausgeht. Die Handlung weist gewisse Parallelen zu älteren literarischen Werken, vor allem Bram Stokers „Dracula“ aus dem Jahre 1897, die sich sowohl in Handlung des Filmes als auch in Protagonisten und Elementen des Vampirismus belegen lassen. Gleichwohl gesellen sich einige neue Elemente zu dem reichhaltigen Fundus an Merkmalen des Vampirismus. Was machte diesen Film zu etwas Neuem, was verschaffte ihm einen derart großen Erfolg und auch: worin liegt die Überzeichnung, die Schmidt benennt? Diesen Fragen will ich mich im Folgenden widmen.

Textauszug (computergeneriert)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Hauptseminar LW Germanistik, - Vampire -
Sommersemester 2006

„Der Tanz der Vampire“
im Kontext literarischer Werke und filmischer Umsetzungen der Vampirthematik

von: Sebastian Schneemelcher

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Handlung des Filmes  4

3. Anlehnung des Handlungsortes und der Protagonisten an vorhandene literarische Vorlagen und Filme  6

3.1. Ort der Handlung 6
3.2. Handelnde Protagonisten 7

4. Analyse der vampirischen Elemente des Filmes:  11

4.1. Die Bekämpfung eines Vampirs  11
4.2. Fähigkeiten und Eigenschaften des Vampirs  13
4.3. Der Vampir als Verführer, Auswahl der Opfer des Vampirs  16

5. Horror oder Komödie? Die Betrachtung des Humors im Film 17

6. Fazit  20

7. Literaturverzeichnis  21




 

1. Einleitung

„Die sanften Schrecken, die dem literarischen Thema des Vampirs nach Bram Stokers Dracula- Roman und nach Friedrich Murnaus Nosfertu- Film allenfalls noch innewohnen mochten, hatten sich Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts nach immer neuen filmischen Remakes weitgehend verflüchtigt. Nachdem Murnaus Adaption den Stoff erst einmal in einer bald als klassisch anerkannten Weise aus dem literarischen in das Medium des Films transformiert hatte, entstand ein filmischer Stil Dracula, den weniger Nachahmung als vielmehr Überzeichnung charakterisiert (...) . Roman Polanskis Film „The fearless Vampire- killers“ – „Tanz der Vampire“ in der deutschen Version – aus dem Jahre 1967 zeugt davon.“1

Der “Tanz der Vampire“ begeisterte seit seinem filmischen Erscheinen ein breites Publikum und verhalf dem Regisseur Roman Polanski zu einem hohen Bekanntheitsgrad. Das gleichnamige Musical wurde 2005 mit dem „Musical Award“ als bestes Musical geehrt. Michael Schmidt spricht von einer Überzeichnung der Dracula- Darstellung bei Polanski, die den Film prägt und über die reine Nachahmung hinausgeht. Die Handlung weist gewisse Parallelen zu älteren literarischen Werken, vor allem Bram Stokers „Dracula“ aus dem Jahre 1897, die sich sowohl in Handlung des Filmes als auch in Protagonisten und Elementen des Vampirismus belegen lassen. Gleichwohl gesellen sich einige neue Elemente zu dem reichhaltigen Fundus an Merkmalen des Vampirismus. Was machte diesen Film zu etwas Neuem, was verschaffte ihm einen derart großen Erfolg und auch: worin liegt die Überzeichnung, die Schmidt benennt? Diesen Fragen will ich mich im Folgenden widmen.

2. Handlung des Filmes

Professor Abronsius aus Königsberg hat sich mit seinem Schüler Alfred nach Transsylvanien (gesprochen wird im Film vom Karpatenraum) aufgemacht, um dort lebende Vampire zu erforschen. In einem Gasthaus stoßen sie auf erste Hinweise auf Vampire: Knoblauch. Dennoch streitet der, durch klischeehafte Kleidung als Jude erkennbare, Wirt Chagal ab, ein Schloss in der Nähe zu kennen, auch bestreitet jeder im Wirtshaus, an die Existenz von Vampiren zu glauben.

Während Professor Abronsius weiter versucht die Vampire ausfindig zu machen, verliebt sich Alfred in die schöne Tochter des Wirtes, Sarah. Aber Alfred ist nicht der einzige, der ein Auge auf Sarah geworfen hat: Graf von Krolock, seines Zeichens Vampir, taucht persönlich auf und entführt Sarah aus dem ironischerweise einzigen Raum, der kein Knoblauch aufweist, auf sein Schloss in der Nähe. Sofort macht sich ihr Vater, Chagal, auf den Weg sie zurückzuholen und wird bald das erste Opfer der Vampire. Professor Abronsius will den toten Wirt umgehend pfählen, um zu verhindern, dass der selbst zum Vampir wird und sich dem Grafen anschließt. Allerdings macht ihm die Frau des Wirtes, Rebecca, einen Strich durch die Rechnung, mit der Folge dass dieser als Vampir erwacht und die Magd Magda zum zweiten Opfer macht.

Der Professor und sein Schüler können Chagall zum Schloss des Grafen von Krolock folgen und werden herzlich empfangen und überredet über Nacht zu bleiben. Am nächsten Morgen machen sich Professor Abronsius und Alfred auf die Suche nach der Familiengruft, wo sie den Grafen und seinen Sohn ganz richtig in ihren Sarkophagen vermuten, um die beiden Vampire zu pfählen. Jedoch läuft alles schief: Professor Abronsius bleibt in einem Kellerfenster stecken und Alfred bringt es nicht übers Herz, die Schlafenden zu pfählen. Unverrichteter Dinge kehren sie ins Schloss zurück. Hier vertieft sich der Professor zur Lektüre in der Bibliothek, während Alfred sich auf die Suche nach Sarah macht. Er findet sie zwar leichter als erwartet, jedoch weigert sich Sarah, mit Alfred zu fliehen.

Als Alfred in einem Buch Antworten findet, die seine Angebetete doch noch überzeugen könnten, sich ihm anzuschließen, sucht er sie ein zweites Mal auf, findet aber im Badezimmer nur Herbert, den homosexuellen Sohn des Grafen. Der versucht, Alfred zu beißen, was der Überfallene jedoch in letzter Sekunde verhindert. Als die Nacht hereinbricht, sammeln sich die geladenen Gäste, Wesensgleiche des Grafen, zum Ball, der auch dem Film seinen Namen verleiht. Professor Abronsius und Alfred, die der Graf inzwischen auf dem Turm gefangen hält, können sich befreien. Sie überwältigen zwei Ballgäste und bemächtigen sich ihrer Abendgarderobe, um mit Sarah vom Schloss zu fliehen. Nach der Flucht mit Sarah glauben sie, endlich alles überstanden zu haben. Während jedoch Professor Abronsius die Kutsche lenkt, beißt Sarah, inzwischen zum Vampir geworden, Alfred, der somit ebenso zum Vampir wird. So triumphieren am Ende doch die Vampire, die sich nun ausgerechnet mit des ahnungslosen Professors Hilfe "über die ganze Welt ausbreiten", wie es am Schluss heißt.

3. Anlehnung des Handlungsortes und der Protagonisten an vorhandene literarische Vorlagen und Filme

3.1. Ort der Handlung

[...]


1 Schmidt, Michael: „Die Transformation des Trivialen oder: H.C. Artmanns vampiristische Postmoderne“, in: Bertschik, Julia u. A.: „Poetische Wiedergänger“, Francke Verlag Tübingen 2005, S. 247

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/68498/