Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Das Unheimliche in Goyas 'Schwarzen Gemälde' - ein Versuch, das Unfassbare zu fa... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Das Unheimliche in Goyas 'Schwarzen Gemälde' - ein Versuch, das Unfassbare zu fassen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 21 Pages
Author: Isabel Findeiss
Subject: Art - Painting

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 21
Grade: 1,25
Bibliography: ~ 25  Entries
Language: German
Archive No.: V68791
ISBN (E-book): 978-3-638-59625-1

File size: 151 KB


Excerpt (computer-generated)

Das Unheimliche in Goyas „Schwarzen Gemälden“ –

Ein Versuch, das Unfassbare zu fassen

Hausarbeit für das Seminar
Goya und die Geschichte der Druckgraphik

Wintersemester 2005/2006

Isabel Findeiss

 

Gliederung

1. EINLEITUNG 3

2. SOZIALGESCHICHTLICHER HINTERGRUND 5
A) SPANIEN UM 1820 5
B) GOYAS LEBEN 6
C) KRISE DER KUNST UM 1800 7

3. KUNSTHISTORISCHE EINORDNUNG DER „SCHWARZEN GEMÄLDE“ 9
A) „SELBSTPORTRÄT MIT ARRIETA“ (1820) ALS „VORLÄUFER“ 10
B) RÜCKBEZÜGE AUF EIGENE WERKE AUS FRÜHEREN JAHREN 11

4. DAS UNHEIMLICHE 13
A) DEFINITION 13
B) VERSUCH DER BESCHREIBUNG DES UNHEIMLICHEN IN GOYAS GEMÄLDE „DIE WALLFAHRT ZUM BRUNNEN DES HL. ISIDOR“ (UM 1820) 14

5. FAZIT 18

6. LITERATURVERZEICHNIS 20

 

1. Einleitung

Goyas „Schwarze Gemälde“ (im Original „Pinturas Negras“), die er um 1820 in Öl direkt auf die Wände seines Landhauses bei Madrid malt, gehören zu den außergewöhnlichsten und auch furchteinflößendsten Werken des spanischen Künstlers. Sie strahlen etwas unheimliches aus, das sich jedoch kaum greifen oder in Worte fassen lässt. Dem Betrachter fällt es sehr schwer, genau festzustellen, worin das Unheimliche in diesen Gemälden liegt. Ist es nur die Farbe bzw. die düstere Stimmung? Oder das Motiv? Vielleicht auch die Art der Darstellung? Dies sind Fragen, die sich wohl jeder vor den Pinturas Negras stellt und doch so schwer zu beantworten sind.

In dieser Arbeit soll versucht werden, Antworten auf diese Fragen zu finden. Der Ausgangspunkt ist der sozialgeschichtliche Hintergrund zur Zeit der Entstehung der Schwarzen Gemälde um 1820. Es soll kurz auf die Geschichte Spaniens eingegangen werden, die Umstände in Madrid und die allgemeine wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Situation, wie sie sich Goya dargeboten hat. Weiter soll Goyas Leben in diesem Zeitraum (ca. 1818-1824) betrachtet werden, seine familiäre Situation sowie die Umstände des Kaufs und der Ausmalung des „Quinta del Sordo“, Haus des Tauben, genannten Landsitzes. Dabei wird auch auf die sogenannte „Krise der Kunst um 1800“1 eingegangen, die sich besonders in Goyas Werken manifestiert. Indem er sich radikal von den bis dahin geltenden Normen der Bildgestaltung abwendet, ist es ihm möglich, eine neue Art von Kunst zu entwickeln, in der der Künstler als Individuum und die Themen aus seiner eigenen Wirklichkeit in den Mittelpunkt treten.

Danach sollen die Pinturas Negras innerhalb von Goyas gesamten Oeuvre kunsthistorisch verortet werden. Quasi als „Vorläufer“ zu den Schwarzen Gemälden wird das kurz zuvor entstandene „Selbstporträt mit Arrieta“ (1820) behandelt, das Goyas Auseinandersetzung mit seiner schweren Krankheit, die ihn 1819 befällt, zeigt. Nach der Einbettung der Pinturas Negras in den Gesamtkontext von Goyas Oeuvre soll weiter auf die motivischen Rückbezüge zu Werken aus seiner Frühzeit eingegangen werden. In der Art eines Selbstzitats verwendet Goya hier Bildmotive, die er früher schon einmal, beispielsweise in den Teppichkartons oder den Gemälden für die Familie Osuna, verwendet hat, jetzt jedoch auf groteske Weise verfremdet und dem Betrachter damit vollends verunsichert.

Als Hauptpunkt soll dann versucht werden, das Unheimliche in den Gemälden zu fassen. Ausgehend von Sigmund Freunds Definition des Unheimlichen sollen die verschiedenen Elemente wie Farbe, Form, Motiv, Gestaltung etc. exemplarisch an Goyas Gemälde „Die Wallfahrt zum Brunnen des Hl. Isidor“ auf ihre „unheimlichen“ Qualitäten hin befragt werden und versucht werden, zu einem Fazit zu kommen, was das Unheimliche in den Pinturas Negras allgemein ausmacht.

2. Sozialgeschichtlicher Hintergrund

Um die Entstehung der Schwarzen Gemälde besser zu verstehen, ist ein Blick auf die sozialgeschichtlichen Umstände in Spanien selbst, in Goyas Leben und in der Kunstentwicklung dieser Zeit unerlässlich. Nicht nur, dass sich Spaniens politische und wirtschaftliche Lage um 1820 beinahe stündlich ändert, auch in Goyas Privatleben kommt es zu einschneidenden Veränderungen, ebenso wie sich Umbrüche in der europäischen Kunst ergeben. Dies alles fließt in die Gestaltung der Schwarzen Gemälde mit ein.

[...]


1 Vgl. hierzu den Aufsatz von Theodor Hetzer: „Francisco Goya und die Krise der Kunst um 1800“, in: Hetzer, Theodor: Zur Geschichte des Bildes von der Antike bis Cézanne. Schriften Theodor Hetzers, Band 9, herausgegeben von Gertrude Berthold, Stuttgart 1998, S. 141-163.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Der Fall Deutschland(s?)

Author: Ralph Panzer
Sociology - Social System, Social Structure, Class, Social Stratification, 2002 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Das internationale nukleare Nichtverbreitungsregime

Author: Christian Freiburg
Politics - International Politics - Topic: Peace and Conflict Studies, Security, 2002 Download as PDF-file for 9,99 EUR

Neuer Terrorismus nach dem 11/09/01? - Strategien, Lösungsansätze

Author: Markus Kink
Politics - International Politics - Topic: Peace and Conflict Studies, Security, 2003 Download as PDF-file for 9,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/68791/das-unheimliche-in-goyas-schwarzen-gemaelde-ein-versuch-das-unfassbare
please wait Please wait