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Economics von Autobanken

Termpaper, 2004, 15 Pages
Author: Diplom-Betriebswirt Jan-Hendrik Boerse
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Event: Unternehmensführung
Institution/College: Wiesbaden University of Applied Sciences
Tags: Economics, Autobanken, Unternehmensführung
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V69181
ISBN (E-book): 978-3-638-59536-0

File size: 105 KB
Notes :
Der Autor beendete sein Studium im Februar 2007 als "bester Absolvent des Jahrgangs 2006/2007".



Excerpt (computer-generated)

FH Wiesbaden
University of Applied Sciences
FB Wirtschaft

Economics von Autobanken

von

Jan-Hendrik Boerse

Erstellt im Rahmen der Veranstaltung
„Unternehmensführung“
Wintersemester 2004/2005
Abgabe: 25.11.2004

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG  1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ÜBERBLICK  1
1.2 ZIELSETZUNG  1
1.3 VORGEHENSWEISE  2

2 DIE HERSTELLERVERBUNDENEN AUTOBANKEN  2
2.1 MARKT UND UMFELD  2
2.2 AUFGABE UND AUFBAU HERSTELLERVERBUNDENER AUTOBANKEN  3
2.3 PRODUKTE  3
2.3.1 Leasing und Finanzierung  3
2.3.2 Versicherungen  4
2.3.3 Fahrzeugunabhängige Bank- / Versicherungsleistungen  4
2.4 REFINANZIERUNG  4
2.5 WERTSCHÖPFUNG  5
2.5.1 Provisionen  5
2.5.2 Selbsterstellte Bankleistungen  5
2.5.3 Zinsdifferenz und Steuerstundungseffekt  6
2.6 WETTBEWERBSVORTEILE UND CHANCEN  7
2.7 NACHTEILE UND RISIKEN  8

3 FAZIT UND AUSBLICK  9

 

 

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Überblick

Wer vor 20 Jahren ein Automobil leaste oder finanzierte, erntete dafür häufig verständnislose Blicke. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das „Asset-Management“ der privaten Haushalte stark verändert. Nur wenige sind noch bereit das gesamte Kapital für einen Neuwagen zu binden1, wenn sie ihn so günstig finanzieren können, dass selbst die klassische Parallel-Anlage bei der Hausbank noch Gewinne abwerfen würde. Dementsprechend sind mittlerweile mehr als 75% der neu zugelassenen Fahrzeuge geleast oder über monatliche Raten finanziert.2 Mit 40% Neuwagenpenetrationsrate (Anteil der finanzierten Fahrzeuge an der Gesamtheit der verkauften Fahrzeuge eines Jahres)3 sind die Leasings- und Finanzierungsgesellschaften der Autohersteller in diesem Segment Marktführer vor allen anderen Kreditinstituten und beschränken sich bei ihrem „Siegeszug“ auch nicht mehr nur auf die Finanzierung von Kraftfahrzeugen, sondern entwickeln sich nach und nach zu Vollbanken. Dabei überbieten sie ihre Konkurrenz deutlich an Wirtschaftlichkeit. Mit einer Cost-Income-Ratio (Aufwands- / Ertragsverhältnis) von 40% bis 55%4 arbeiten sie wesentlich effizienter als der Durchschnitt der deutschen Kreditbanken mit 74%5 und erreichen so eine Eigenkapitalrendite von über 40% (VW-Bank und GMAC-Bank)6, einige sogar von mehr als 100% (BMW Financial Services)7, mit der sie den RoE8 der Sparkassen (11,07%) und Kreditgenossenschaften (10,55%) im Mittel vervierfachen.9 Mit durchschnittlich 10% Wachstum pro Jahr heben sie sich stark vom innerdeutschen Wirtschaftswachstum ab und gestalten dabei das Selbstverständnis ihrer Mutterkonzerne von Produzenten zu Mobilitätskonzernen um10.

1.2 Zielsetzung

Ziel der Arbeit ist es, die Ökonomie der Autobanken zu analysieren und die Erfolgsfaktoren genauer zu beleuchten. Im Weiteren wird ein Ausblick auf die Entwicklung in diesem Markt und mögliche Einflüsse auf die Bankenwelt gegeben. Dabei stehen, wegen der Limitierung auf zehn Seiten, die herstellerverbundenen Autobanken, sowie der Neuwagenmarkt im Fokus. Gebrauchtwagenmärkte und unabhängige Autofinanzierer werden bewusst vernachlässigt.

1.3 Vorgehensweise

Da zu diesem Thema keine spezielle Literatur vorhanden ist, stütze ich meine Ausführungen auf Artikel aus Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Internetrecherche und eigene Angaben der Autobanken. Im Kapitel „Markt und Umfeld“ wird zur Einführung ein Überblick über den Markt der Autofinanzierung gegeben. Im Weiteren gehe ich auf die Stellung der Autobanken und ihre Funktion im Konzern der Automobilhersteller ein und erläutere kurz sowohl die gängigen Produkte, als auch die Refinanzierung. Besonders herausgestellt werden hierbei die Wettbewerbsvorteile, die den Autobanken ihre Sonderstellung am Markt ermöglichen. Abschließend wird in Kapitel 3 ein Ausblick über die mögliche Entwicklung der nächsten Jahre behandelt und die Ergebnisse der Arbeit noch einmal in einem Fazit zusammengefasst.

2 Die herstellerverbundenen Autobanken

2.1 Markt und Umfeld

Trotz schwacher Konjunktur und Konsumflaute in den vergangenen Jahren, hielt sich der Absatz von Neuwagen in Deutschland relativ konstant. Im Jahr 2003 wurden 3,24 Millionen Neuwagen zugelassen und weitere 6,77 Millionen Kraftfahrzeuge wechselten den Besitzer.11 Nach Angaben des Arbeitskreises der Autobanken wurden etwa 75% der Neuwagen 2003 geleast oder finanziert, was bei einem durchschnittlichen Neuwagenpreis von 22.360 Euro, über 54 Milliarden Euro Finanzierungsbedarf allein bei den Neuwagen bedeutet. Ein interessanter Markt, den sich in Deutschland vorwiegend vier Gruppen von Unternehmen teilen.

[....]


1 Vgl www.mygalleria.de 22.10.04 „Autofinanzierung im Autohaus voll im Trend“

2 Vgl Arbeitskreis der Autobanken www.autobanken.de 02.11.04

3 Vgl Arbeitskreis der Autobanken www.autobanken.de 18.11.04

4 Vgl Automobilwoche 05.07.04 „Autobanken: Sterntaler als Lockmittel“

5 Statistik der Dt.Bundesbank: „Aufwand-/Ertrag-Relation nach Bankengruppen“

6 Vgl Capital 26.05.04 „Autobanken: In voller Fahrt“

7 Vgl Capital 26.05.04 „Autobanken: In voller Fahrt“

8 Return on equity (Eigenkapitalrendite)

9 Statistik der Dt.Bundesbank: „Eigenkapitalrentabilität einzelner Bankengruppen“

10 Vgl Capital 26.05.04 „Autobanken: In voller Fahrt“

11 Vgl Arbeitskreis der Autobanken www.autobanken.de 06.11.04


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