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Friedrich Fröbel - Darstellung zentraler pädagogischer Grundannahmen

Termpaper, 2007, 22 Pages
Author: Madlen Bremer
Subject: Pedagogy - Nursery Pedagogy

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 22
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V69218
ISBN (E-book): 978-3-638-61308-8
ISBN (Book): 978-3-638-67331-0
File size: 138 KB

Abstract

Auf dem Gebiet der Pädagogik gab es zum Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland eine große Bewegung, welche man hauptsächlich im Bezug zu Johann Heinrich Pestalozzi sieht. Unter den Männern, welche von Pestalozzi mächtigen Einfluss erfuhren, stand der Thüringer Pädagoge Friedrich Wilhelm August Fröbel. Fröbel gilt als einer der bedeutendsten Pädagogen der deutschen Romantik. Er verfasste nicht nur viele wichtige Schriften und Zeitschriften, sondern er ist der Begründer des Kindergartens und der Spielpädagogik. Auch verfasste er zahlreiche Werke, in welchen er Anweisungen zur Erziehung des Kindes gibt. Fröbel spielte eine wichtige Rolle - nicht nur für die Entstehung der Kindergärten, sondern auch für die soziale Arbeit.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich Fröbel - Darstellung zentraler pädagogischer Grundannahmen

von: Madlen Bremer

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Biographie Friedrich Fröbels 4

2.1. Kindheit und Lehrjahre 4
2.2. Lehr- und Erziehungstätigkeit  5
2.3. Keilhau und Der Pädagoge Fröbel  6

3. Fröbels Pädagogik 8

3.1. Sphärentheorie  8
3.2. Spielen und Spielgaben  10
3.3. Der Begriff Kindergarten  13
3.4. Mutter- und Koselieder 14

4. Das Werk Fröbels 15

4.1. Menschenbild 15
4.2. Die Menschenerziehung  16

5. Die Bedeutung Fröbels in der Gegenwart 19

6. Schlussbetrachtung  20

7. Quellenverzeichnis  22

 

 

1. Einleitung

Auf dem Gebiet der Pädagogik gab es zum Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland eine große Bewegung, welche man hauptsächlich im Bezug zu Johann Heinrich Pestalozzi sieht. Unter den Männern, welche von Pestalozzi mächtigen Einfluss erfuhren, stand der Thüringer Pädagoge Friedrich Wilhelm August Fröbel.
Fröbel gilt als einer der bedeutendsten Pädagogen der deutschen Romantik. Er verfasste nicht nur viele wichtige Schriften und Zeitschriften, sondern er ist der Begründer des Kindergartens und der Spielpädagogik. Auch verfasste er zahlreiche Werke, in welchen er Anweisungen zur Erziehung des Kindes gibt.

Ich wählte dieses Thema, um aufzuzeigen, welche wichtige Rolle Friedrich Fröbel nicht nur für die Entstehung der Kindergärten, sondern auch für die soziale Arbeit, auch im gesellschaftlichen Kontext spielte.

Meine Hausarbeit werde ich mit einer umfangreichen Biographie Fröbels beginnen. Anschließend werde ich mich mit Fröbels Weltanschauung, der Sphärentheorie, befassen, da es mir für das Verständnis seiner Spielgabenkonzeption, die dann daran anschließt, und seiner Vorstellung von einem kindgerechten Kindergarten wichtig erscheint.
Da nach Aussagen von Dr. Johannes Prüfer, die Mutter- und Koselieder sehr wichtig sind, um die Ideen des Pädagogen zu verstehen1, werde ich mich auch damit befassen. Weiterhin beleuchte ich das Hauptwerk Fröbels „Die Menschenerziehung“ und das Menschenbild. Zum Schluss soll die Bedeutung, die die Fröbelsche Pädagogik in unserer heutigen Zeit einnimmt, kurz überdacht werden.

2. Biographie Friedrich Fröbels

2.1. Kindheit und Lehrjahre

Friedrich Wilhelm August Fröbel wurde am 21. April 1782 als jüngstes von sechs Kindern des Pfarrers Johann Jakob Fröbel in Oberweißbach/ Thüringen geboren. Von seinem Vater hat er eine tiefe Religiösität und Naturverbundenheit vermittelt bekommen.
Nach eigenen Aussagen haben die religiösen Ansichten seines Vaters, die sonntäglichen Predigten, die Konfirmation und die Ratsuchenden im Hause einen großen Einfluss auf seine geistige Entwicklung gehabt und den Grundstein für seine christliche Weltanschauung gelegt.2
Friedrichs Mutter verstarb bereits in seinem ersten Lebensjahr, wie es heißt, an den Folgen der schweren Geburt; und so musste er „den wohltätigen Einfluss der Mutterliebe entbehren, deren Wert ihm eben dadurch später einleuchtete.“3 1786 heiratete sein Vater erneut; jedoch schenkte diese Frau Friedrich nur wenig Aufmerksamkeit und kaum mütterliche Liebe. Dies führte angeblich soweit, dass sie ihm das „Du“ verweigerte und ihn mit „Sie“ ansprach. Der junge Fröbel wächst in seiner frühen Kindheit freudlos und ohne viel Zuwendung auf. Schließlich lebte er 5 Jahre bei seiner Verwandtschaft, anstatt im Elternhaus. Dort findet er Zugang zu einer „...Bubengemeinschaft und genoss ein frohes Arbeits- und Spielleben, wie es seinem Alter entsprach.“4

1797 begann Fröbel eine Lehre als Rentsekretär und später als Förster. Im Jahr 1799 begann er ein Studium der Naturwissenschaften in Jena, welches er aber aus finanziellen Gründen abbrechen musste. 1802 stirbt sein Vater und Fröbel begibt sich auf Wanderschaft. Er übte einige Jahre seinen erlernten Beruf in der Forst- und Landwirtschaft aus.

2.2. Lehr- und Erziehungstätigkeit

Nach den unruhigen Wanderjahren siedelte Fröbel nach Frankfurt/ Main über. Dort wollte er sich der Architektur widmen. Doch 1805 machte er Bekanntschaft mit dem Pädagogen Anton Gruner, der ihn als Lehrer in seiner Pestalozzi - Musterschule in Frankfurt anstellt. Zu dieser Zeit beschäftigte Friedrich sich intensiv mit pädagogischen Fragen und wurde mit der Lehre und den Bestrebungen Pestalozzis vertraut. Dies ist sein erster Kontakt mit der Pädagogik. Im Herbst 1805 wanderte Fröbel zu Fuß nach Yverdon, Schweiz, um Pestalozzi zu besuchen.
Zur Finanzierung seines erneuten Studium wird Fröbel nun Haus- und Privatlehrer für die drei Söhne der adeligen Familie des Barons von Holzhausen. Gemeinsam mit den Kindern bezog er das Landhaus „Auf der Öde“ und verwirklichte damit sein Konzept eines pädagogischen Landlebens.

[...]


1 Dr. Johannes Prüfer (Hrsg.): Mutter- und Koselieder. Leipzig (1911), Seite 77

2 Theodor Rutt (Hrsg.): Friedrich Fröbel. Ausgewählte pädagogische Schriften. Paderborn (1965), S. 119

3 zit. n. Beyer 2000, S.31

4 Hoffmann, 1951, S.147


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