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Intermediate Diploma Thesis, 2006, 46 Pages
Author: Michael Wagner
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Tags: Bestimmung, Fortbildungsbedarfes, Pflege, Fortbildung, Fortbildungsbedarf, Weiterbildung, Kybernetik, Regelkreis, Kybernetischer Regelkreis, Instrument, Bildungsmanagement, Krankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegemanagement
Year: 2006
Pages: 46
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61884-7
ISBN (Book): 978-3-638-62467-1
File size: 452 KB
Dieses Arbeit beschäftigt sich mit der Ermittlung des Fortbildungsbedarfes in der Pflege unter Heranziehung des Kybernetischen Regelkreises (Expertenthesis).
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Abstract
Fortbildungen in der Pflege nehmen eine wichtige Stellung im Rahmen der Bewältigung von sich verändernden gesellschaftlichen, strukturpolitischen und technischen Anforderungen ein. Allerdings blieb die Frage, welche berufsspezifischen Fortbildungen für die MitarbeiterInnen der Pflege notwendig sind um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bisher im Sinne einer organisierten und geplanten Fortbildungsbedarfsbestimmung unbeantwortet. Da der Pflegeprozess als systematische, zielgerichtete und problemlösende Arbeitsweise beschrieben wird, wurde dieser zur Ermittlung des Fortbildungsbedarfes herangezogen. Michael M. Wagner beschäftigt sich somit in dieser Arbeit mit der Frage, wie eine mögliche Vorgehensweise zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes unter Anwendung des Kybernetischen Regelkreises aussehen könnte.
Excerpt (computer-generated)
Bestimmung des Fortbildungsbedarfes in der Pflege
ZENTRUM FÜR
MANAGEMENT UND QUALITÄT
IM GESUNDHEITSWESEN
D o n a u – U n i v e r s i t ä t K r e m s
2. Universitätslehrgang für
Basales und Mittleres Pflegemanagement
vorgelegt von
Michael Wagner
Wien, am 14. November 2006
Kurzfassung
Fortbildungen in der Pflege nehmen eine wichtige Stellung im Rahmen der Bewältigung von sich verändernden gesellschaftlichen, strukturpolitischen und technischen Anforderungen ein.
Allerdings blieb die Frage, welche berufsspezifischen Fortbildungen für die MitarbeiterInnen der Pflege notwendig sind um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bisher im Sinne einer organisierten und geplanten Fortbildungsbedarfsbestimmung unbeantwortet.
Da der Pflegeprozess als systematische, zielgerichtete und problemlösende Arbeitsweise beschrieben wird, wurde dieser zur Ermittlung des Fortbildungsbedarfes herangezogen.
Diese Arbeit beschäftigt sich somit mit der Frage, wie eine mögliche Vorgehensweise zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes unter Anwendung des Kybernetischen Regelkreises aussehen könnte.
Nach einer Erläuterung der Rolle von Fortbildungen in der Gegenwart und der Zukunft, werden Grundlagen zum Kybernetischen Regelkreis und zum Pflegeprozess beschrieben.
Eine Exploration sich bereits in Anwendung befindender Elemente von Bedarfsbestimmungskonzepten, trägt dazu bei, eine Vorgehensweise zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes in Anlehnung an den Kybernetischen Regelkreis nach Fiechter & Meier (1988) zu entwickeln.
In 6 Phasen wird ein mögliches Vorgehen zur Fortbildungsbedarfsbestimmung erklärt und versucht, anhand eines fiktiven Beispiels dessen praktische Anwendbarkeit zu demonstrieren.
Das Ergebnis zeigt sich allerdings nicht nur in einer alleinigen Verwendung des Regelkreises zur Bedarfsbestimmung, sondern auch in der Planung von Fortbildungsmaßnahmen.
1 EINLEITUNG 4
2 ROLLE VON FORTBILDUNGEN IN DER PFLEGE DER GEGENWART 7
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 7
2.2 FORTBILDUNGEN ALS INSTRUMENT ZUR PROFESSIONALISIERUNG 8
2.3 FORTBILDUNG ALS GESETZLICHER AUFTRAG 11
2.4 FORTBILDUNGEN ALS REAKTION AUF DEN GESELLSCHAFTLICHEN WANDEL 12
2.5 FORTBILDUNGEN ALS INDIKATOR DER ARBEITSZUFRIEDENHEIT 13
2.6 PERSPEKTIVEN FÜR DIE ZUKUNFT 15
3 DER KYBERNETISCHE REGELKREIS IM PFLEGEPROZESS 17
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG UND GRUNDLAGEN DES PFLEGEPROZESSES 17
3.2 STRUKTUR DES KYBERNETISCHEN REGELKREISES IM PFLEGEPROZESS 21
3.2.1 Die 6 Schritte 23
3.3 CHARAKTERISTIKA DES PFLEGEPROZESSES 23
3.4 VORTEILE UND KRITIK AN DER ANWENDUNG DES PFLEGEPROZESSES 24
4 KONZEPTE IN ANWENDUNG 26
4.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 26
4.2 KONZEPTE ZUR ERMITTLUNG DES FORTBILDUNGSBEDARFES 27
4.2.1 Konzept des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern 27
4.2.2 Rahmenkonzept der Landesverwaltung Brandenburg 29
4.2.3 Anwendung in der Pflege 31
5 BESTIMMUNG DES FORTBILDUNGSBEDARFES IN DER PFLEGE 32
5.1 DER KYBERNETISCHE REGELKREISES ALS GRUNDLAGE 32
5.1.1 1. Phase - Informationssammlung 33
5.1.2 2. Phase - SOLL-IST-Abgleich 35
5.1.3 3. Phase - Zielsetzung 37
5.1.4 4. und 5. Phase - Planung und Durchführung 38
5.1.5 6. Phase - Evaluation 39
5.2 FIKTIVES BEISPIEL PRAKTISCHER ANWENDUNG 40
6 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE BELEUCHTUNG 42
7 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 43
8 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 44
9 LITERATURVERZEICHNIS 45
1 Einleitung
Fortbildungen in der Pflege stellen nicht nur die Erfüllung gesetzlicher Erfordernisse dar, sondern sind eine unabdingbare Notwendigkeit dem Auftrag der Berufspflichten als Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegekraft nachzukommen. Es gilt, veränderten gesellschaftlichen, strukturpolitischen und technischen Anforderungen gerecht zu werden.
Vor diesem Hintergrund ist eine, diesen Veränderungen entsprechende Adaption nicht nur unumgänglich, sondern im Sinne berufspolitischer Professionalisierungsbestrebungen auch notwendig.
Die Frage, welche Fortbildungen für MitarbeiterInnen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege erforderlich sind um diesem Ziel etwas näher zu kommen, blieb bisher im Sinne einer organisierten Bestimmung des Fortbildungsbedarfes unbeantwortet. So hat auch eine Literaturrecherche ergeben, dass es - zumindest im deutschsprachigen Bereich - kaum standardisierte Vorgehensweisen zur Feststellung des Bedarfes an Fortbildungen in der Pflege gibt.
Zwar sind in der freien Wirtschaft und auch in staatlichen Einrichtungen schon seit einigen Jahren konkrete Konzepte zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes in Anwendung, jedoch können diese aufgrund unterschiedlicher Aufgabenbereiche nicht ohne Analyse und Adaptierung für die Pflege übernommen werden.
So hat z.B. die Personalkoordinierungsstelle des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern ein Konzept zum Aufbau eines Bildungscontrollings und eine Strategie zur Fortbildungsbedarfsermittlung entwickelt.1 Ebenso haben MitarbeiterInnen der Landesverwaltung Brandenburg ein Rahmenkonzept für die systematische Ermittlung des individuellen, aber auch des gruppenbezogenen Fortbildungsbedarfs vorgelegt.2
Der gesetzlich verpflichtende, auf dem Kybernetischen Regelsystem aufbauende Pflegeprozess3 ist aufgrund ausbildungstheoretischer Verordnungen4 und seiner praktischen Anwendung im Pflegealltag einer Vielzahl professionell Pflegender bekannt.
Der Pflegeprozess wird als systematische, zielgerichtete und problemlösende Arbeitsweise beschrieben.5 Daher könnte dieser aufgrund seiner phasenhaften Vorgehensweise als Möglichkeit zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes herangezogen werden.
Diese Arbeit beschäftigt sich somit mit der Fragestellung, wie eine Vorgehensweise zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes in der Pflege unter Anwendung des Kybernetischen Regelkreises aufgebaut sein könnte. Um diesem Ziel näher zu kommen, soll zunächst dargestellt werden, welche Rolle Fortbildungen in der Gegenwart spielen, um dann die Entwicklung für die nähere Zukunft abzuleiten.
In einem nächsten Schritt soll der Kybernetische Regelkreis, seine Spezifika und die Möglichkeiten zur Anwendung beschrieben und analysiert werden. Die beschriebenen Spezifika sollen die Basis für die Entwicklung einer Vorgehensweise zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes in der Pflege bilden. Um diese weiterzuentwickeln, soll die kritische Bewertung von sich bereits in Anwendung befindenden Konzepten zur Bestimmung des Fortbildungsbedarfes dazu beitragen, implementierbare Elemente zu lokalisieren.
Die Entwicklung der möglichen Vorgehensweise wird in ihren Schritten theoretisch begründet, so dass sich die Analogien der kybernetischen Grundelemente logisch darstellen und nachvollziehbar sind.
[....]
1 Vgl. http://www.fh-guestrow.de/Fortbildungskatalog/10-Konzeption.pdf 29. 10. 2006
2 Vgl.http://www.brandenburg.de/media/1172/fbkonzeption.pdf#search=%22bestimmung %20des%20fortbildungsbedarfes%22 26. 10. 2006
3 Das GuKG sieht zwar keine explizite Verpflichtung zur Anwendung des Pflegeprozesses vor, jedoch wird in einem Kommentar zu § 5 GuKG erläutert: „Für eine umfassende Patientendokumentation muss der Pflegeprozess in den Formen Pflegeanamnese, Pflegediagnose, Pflegeplanung und Pflegemaßnahmen aufgezeichnet werden. Das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz schreibt allerdings keine Details über die Form der Pflegedokumentation vor, daher ist diese organisationsintern festzulegen.“ Flemmich/Nöstlinger, 2004, S 174
4 § 42 GuKG sieht im Rahmen der theoretischen Ausbildungsinhalte unter Pkt. 3 die Vermittlung von Kenntnissen über den Pflegeprozess vor (Unterrichtsfach: Gesundheits- und Krankenpflege). Vgl. Flemmich/Nöstlinger, 2004, S 307.
5 Vgl. Arets et al., 1997, S 265.
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