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Robert Schumanns Liedschaffen am Beispiel der "Löwenbraut" (op. 31) und der "Mondnacht " (op. 39)

Termpaper, 2000, 27 Pages
Author: Marco Oster
Subject: Musicology

Details

Event: Das Komponistenportrait im Musikunterricht - Robert und Clara Schumann
Institution/College: University of Koblenz-Landau
Tags: Robert, Schumanns, Liedschaffen, Beispiel, Löwenbraut, Mondnacht, Komponistenportrait, Musikunterricht, Robert, Clara, Schumann
Category: Termpaper
Year: 2000
Pages: 27
Grade: gut
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V69580
ISBN (E-book): 978-3-638-62089-5

File size: 199 KB

Abstract

In meiner Hausarbeit beschäftigte ich mich mit Robert Schumanns Biografie, speziell mit der Düsseldorfer Zeit von 1850 bis 1854 und mit den beiden Gedichtsautoren Joseph von Eichen-dorff und Adalbert von Chamisso. Ferner analysierte ich die „Mondnacht“ (op. 39), das fünfte von insgesamt 12 Liedern des Liederkreiszyklus von Joseph von Eichendorff, und „Die Löwenbraut“ (op. 31), das erste von drei Gesängen von Adalbert von Chamisso. Abschließend überlegte ich, wie man die beiden Lieder, vor allem die Mondnacht in den Musikunterricht der Primarstufe und der Sekundarstufe I einsetzen könnte. Die Mondnacht halten viele für Schumanns berühmtestes Lied. Viele sprechen sogar von einer Perle und es wäre das schönste, am tiefsten charakteristische Lied Schumanns überhaupt. Es gibt daher eine große Anzahl von Literatur mit vielen Interpretationsansätzen. Die Mondnacht und die etwas weniger bekannte Löwenbraut sind zwei von insgesamt 138 Liedern, die Schumann im Liederjahr 1840 geschrieben hat. Sie zeigen die Gleichberechtigung von Klavier und Gesang, die zu einer lyrischen Einheit verschmelzen. Abschließend weise ich in meiner Hausarbeit auf die neue Rechtschreibung hin, die ab dem vorletzten Schuljahr verbindlich an den Grundschulen gelehrt werden muss. Ich halte es daher für sinnvoll, mich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen und diese anzuwenden.


Excerpt (computer-generated)

Universität Koblenz-Landau; Abt. Koblenz
Seminar: Das Komponistenportrait im Musikunterricht -
Robert und Clara Schumann (Didaktik)
Semester: WS 1999/2000, 5. Semester

Robert Schumanns Liedschaffen am Beispiel der
"Löwenbraut" (op. 31) und der "Mondnacht " (op. 39)

von: Marco Oster

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung  2

I. Robert Schumann – Biographie  3

II. Chamisso und Eichendorff  10

III. Die „Mondnacht“ (op. 39.5) – 1840 12

IV. „Die Löwenbraut“ (op. 31.1) – 1840 18

V. Didaktische Zielsetzungen  23

Literaturverzeichnis 25



 

Einleitung

In meiner Hausarbeit beschäftigte ich mich mit Robert Schumanns Biografie, speziell mit der Düsseldorfer Zeit von 1850 bis 1854 und mit den beiden Gedichtsautoren Joseph von Eichendorff und Adalbert von Chamisso. Ferner analysierte ich die „Mondnacht“ (op. 39), das fünfte von insgesamt 12 Liedern des Liederkreiszyklus von Joseph von Eichendorff, und „Die Löwenbraut“ (op. 31), das erste von drei Gesängen von Adalbert von Chamisso. Abschließend überlegte ich, wie man die beiden Lieder, vor allem die Mondnacht in den Musikunterricht der Primarstufe und der Sekundarstufe I einsetzen könnte.

Die Mondnacht halten viele für Schumanns berühmtestes Lied. Viele sprechen sogar von einer Perle und es wäre das schönste, am tiefsten charakteristische Lied Schumanns überhaupt. Es gibt daher eine große Anzahl von Literatur mit vielen Interpretationsansätzen. Die Mondnacht und die etwas weniger bekannte Löwenbraut sind zwei von insgesamt 138 Liedern, die Schumann im Liederjahr 1840 geschrieben hat. Sie zeigen die Gleichberechtigung von Klavier und Gesang, die zu einer lyrischen Einheit verschmelzen. Abschließend weise ich in meiner Hausarbeit auf die neue Rechtschreibung hin, die ab dem vorletzten Schuljahr verbindlich an den Grundschulen gelehrt werden muss. Ich halte es daher für sinnvoll, mich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen und diese anzuwenden.

I. Robert Schumann – Biographie

Robert Schumann wird am 8.6.1810 als Sohn eines Buchhändlers und Verlegers, der sich auch schriftstellerisch betätigt, geboren. Als Zehnjähriger tritt er zum ersten Mal öffentlich als Pianist auf. Aber seine Entwicklung verläuft nicht geradlinig. Er kann sich lange Zeit nicht entscheiden, ob er Schriftsteller oder Musiker werden soll. In jungen Jahren verliert er den Vater. Nach Absolvierung des Gymnasiums studiert er zunächst in Leipzig, dann in Heidelberg Jura. In Leipzig wird er Klavier- und Kompositionsschüler bei Friedrich Wieck, seinem späteren Schwiegervater. Von Heidelberg aus unternimmt er Reisen in die Schweiz und nach Italien, wo er Paganini hört. Sein Entschluss, Musiker zu werden, steht nun fest. Nach Befragung Wiecks, der den Berufswechsel befürwortet, willigt die Mutter ein. Schumann kehrt nach Leipzig in die Lehre Wiecks zurück. Die angestrebte Pianistenlaufbahn muss er aufgeben, da er sich durch falsches Training eine Versteifung der rechten Hand zuzieht. Er widmet sich nun in erster Linie der Komposition und Musikschriftstellerei. Die theoretischen Studien werden in Leipzig bei Heinrich Dorn beendet. 1834 gründet Schumann gemeinsam mit Louis Schunke die „Neue Zeitschrift für Musik“, die seinen Namen rasch weithin bekanntmacht.

1835 verlobt er sich heimlich mit Clara Wieck, der Tochter seines Lehrers, die als Pianistin europäische Bedeutung erlangt. 1836 stirbt seine Mutter. 1837 setzt sich Clara Wieck in Leipzig in einem Konzert erstmals erfolgreich für Schumanns Klavierwerke ein. 1838/39 versucht Schumann in Wien sein Glück zu machen. Aber unter anderem das strenge Zensurverfahren kommt ihm, der eine neue Musikzeitung in Österreich verlegen will, nicht sehr entgegen, so dass er 1839 enttäuscht nach Leipzig zurückkehrt. 1840 heiratet er Clara Wieck gegen den Willen ihres Vaters, nachdem er die Heiratserlaubnis vor Gericht erstritten hatte. In diesem Jahr komponiert er auch einen Großteil seiner Lieder, wie auch die Mondnacht und die Löwenbraut. 1843 holt ihn Mendelssohn als Lehrer für Partiturspiel an das neugegründete Leipziger Konservatorium. 1844 unternimmt Schumann mit Clara eine Konzertreise nach Russland. Die Leitung der „Neuen Zeitschrift für Musik“ gibt er auf. 1845 übersiedelt er nach Dresden. Dort schlägt er sich mit Privatstunden und als Chorleiter durch. 1850 folgt Schumann einem Ruf nach Düsseldorf, wo er als städtischer Musikdirektor und Nachfolger von Ferdinand Hillers drei Jahre lang die Sinfoniekonzerte leitet. Das Nervenleiden, das sich schon 1833 bemerkbar machte wird als immer störender empfunden. 1853 muss Schumann sein Amt niederlegen. Am 24. Februar 1854 springt er in einem Anfall von Geistesverwirrung in den Rhein. Er wird lebend geborgen, ist aber nicht zu retten. Er wird auf eigenen Wunsch in eine Heilanstalt gebracht. Zwei Jahre später stirbt er in geistiger Umnachtung am 29. Juli 1856 in der Anstalt Endenich bei Bonn.

[Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

(Robert-Schumann-Gedenkstätte, Bonn).1

Düsseldorfer Zeit (1850-1854)

Jene kurze, aber problembeladene Lebensphase ist wohl der mit Sicherheit am besten dokumentierte Abschnitt in Schumanns Biographie, allerdings ist er wohl auch der umstrittenste. Bernhard Appel schreibt: „Neben privaten Meinungen - etwa in Briefen ungeschützt formuliert - stehen öffentliche, kalkulierte und manchmal lancierte Äußerungen. Gelegentlich mischt sich Anekdotisches in Faktisches. Zu unterscheiden sind ferner aktuelle, direkte und zeitgenössische Zeugnisse aus der Zeit von 1850 bis 1853 einerseits, von später publizierten Erinnerungen von Zeitgenossen andererseits, die nicht selten durch die postume vorurteilige Rezeption verbogen sind.“2

[...]


1 „Robert Schumann", Microsoft® Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998 Microsoft Corporation.

2 Bernhard R. Appel: Robert Schumann als Dirigent, in: Robert Schumann - Philologische, analytische, sozial- und rezeptionsgeschichtliche Aspekte, hrsg. v. Wolf Frobenius, Ingeborg Maaß, Markus Waldura und Tobias Widmaier, Saarbrücker Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1998, S. 117


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