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Scholary Paper (Seminar), 2007, 46 Pages
Author: Christoph Tschepe
Subject: Economics / Business: Investment and Finance
Details
Institution/College: Saarland University (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Rechnungswesen und Finanzwirtschaft )
Tags: Finanzierung, Unternehmungen, Private, Equity, Darstellung, Analyse, Seminar, Mittelstandsfinanzierung
Year: 2007
Pages: 46
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 89 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-60841-1
ISBN (Book): 978-3-638-93533-3
File size: 367 KB
Diese Seminararbeit erläutert zunächst PE in seiner Ausprägung als Finanzierungsform und geht dann auf das Wesen von PE-Transaktionen ein. Anschließend werden Problemfelder mittelständischer Unternehmen aufgezeigt, die durch den Einsatz von PE verbessert werden könnten, während danach Faktoren, die die Verbreitung hemmen, diskutiert werden. Abschließend folgen aktuelle Entwicklungen.
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Abstract
"Heuschrecke oder Honigbiene?" titelte kürzlich die Fachpresse und spiegelte damit das un-entschlossene öffentliche Meinungsbild zum Thema Private Equity im Mittelstand wider.1 Die Fragestellung verdeutlicht zudem, dass PE bisher nur am Rande wahrgenommen wurde und im Kern nicht verstanden sein könnte. Diese Seminararbeit erläutert zunächst PE in seinen Ausprägungen als Finanzierungsform und geht dann auf das Wesen von PE-Transaktionen ein. Anschließend werden Problemfelder mittelständischer Unternehmen aufgezeigt, die durch den Einsatz von PE verbessert werden könnten, während danach Faktoren, die die Verbreitung hemmen, diskutiert werden. Abschließend folgen aktuelle Entwicklungen.
Excerpt (computer-generated)
Seminararbeit
gemäß § 22 der Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Betriebswirtschaftslehre
und den Diplomstudiengang Wirtschaftspädagogik vom 04. Juli 2002.
Thema:
Die Finanzierung mittelständischer Unternehmungen mittels Private Equity -
Darstellung und kritische Analyse
Verfassername:
Christoph Tschepe
Abgabetermin: 06.10.2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Private Equity als Finanzierungsform ... 1
2.1. Definition von Private Equity ... 1
2.2. Abgrenzung von Venture Capital, Buy Out und Mezzanine ... 3
2.3. Entwicklung von Private Equity und volkswirtschaftliche Relevanz ... 5
3. Unternehmensfinanzierung mittels Private Equity ... 6
3.1. Finanzierungsphasen ... 6
3.2. Leistungsbeziehungen der Beteiligten ... 7
3.3. Der Private Equity Kreislauf ... 9
3.4. Ziele der Beteiligten ... 10
4. Private Equity und Mittelstand in Deutschland ... 12
4.1. Problemfelder im Mittelstand ... 12
4.1.1. Chronische Eigenkapitaldefizite deutscher Unternehmen ... 12
4.1.2. Kreditklemme ... 13
4.1.3. Nachfolgeproblematik ... 14
4.1.4. Globalisierungsdruck und Managementlücke ... 14
4.2. Private Equity-finanzierte Unternehmen laufen besser ... 15
4.3. Hemmnisse seitens der Beteiligungsgesellschaften ... 15
4.4. Hemmnisse seitens der Unternehmenseigner ... 17
4.4.1. Alleinige Unternehmensführung ... 18
4.4.2. Schlechtes Image ... 18
4.4.3. Konjunkturelle Belebung und Konkurrenz durch Banken und Mezzanine ... 19
5. Aktuelles ... 20
1. Einleitung
"Heuschrecke oder Honigbiene?" titelte kürzlich die Fachpresse und spiegelte damit das un-entschlossene öffentliche Meinungsbild zum Thema Private Equity im Mittelstand wider.1 Die Fragestellung verdeutlicht zudem, dass PE bisher nur am Rande wahrgenommen wurde und im Kern nicht verstanden sein könnte. Diese Seminararbeit erläutert zunächst PE in seinen Ausprägungen als Finanzierungsform und geht dann auf das Wesen von PE-Transaktionen ein. Anschließend werden Problemfelder mittelständischer Unternehmen aufgezeigt, die durch den Einsatz von PE verbessert werden könnten, während danach Faktoren, die die Verbreitung hemmen, diskutiert werden. Abschließend folgen aktuelle Entwicklungen.
2. Private Equity als Finanzierungsform
2.1. Definition von Private Equity
Eine einheitliche Definition und Abgrenzung des Begriffs Private Equity2 existierte lange in der Literatur nicht.3 In jüngerer Vergangenheit hat sich auch in Deutschland die internationale Definition für Private Equity als Oberbegriff für außerbörsliches Eigenkapital durchgesetzt und bildet damit rein begrifflich eine gute Abgrenzung zum börsennotierten Eigenkapital (Public Equity).4 So wird unter Private Equity die Frühphasenfinanzierung (Venture Capital), die Wachstums- und Entwicklungsfinanzierung (Expansion Capital), die Spätphasenfinanzierung (Buy Out Capital, Bridge Financing, Replacement Capital und Turnaround Financing), große Mezzaninefinanzierungen sowie die Sonderformen Private-Equity-Dachfonds und Secondary-Transaktionen subsumiert (Anlage 1).5
Neben der Etablierung als Oberbegriff für "nicht börsengehandeltes Beteiligungskapital"6 soll Private Equity nicht als Finanzierungsinstrument, sondern als eine Finanzierungsart verstanden werden, die durch spezielle Wesensmerkmale gekennzeichnet ist.7 So haben alle Definitionen für Private Equity (Anlage 2) folgende drei Kriterien gemeinsam:
Erstens stellen Private Equity Investoren risikotragendes Beteiligungskapital oder eigen-kapitalähnliche Mittel zur Verfügung, die in Form von haftendem, wirtschaftlichem Eigenkapital ohne sonst übliche Kreditsicherheiten vergeben werden und das unternehmerische Risiko voll mittragen.8
Zweitens leisten PE-Gesellschaften eine unterschiedlich intensive beratende und betreuende Managementfunktion an das Portfoliounternehmen9, welche auch als Hands-on-Management bezeichnet wird und zur Sicherung und Steigerung des Beteiligungswertes sowie zur Risikominimierung dient.10 Im Gegenzug zum Know-How-Transfer, der von berufs-erfahrenen Managern geleistet wird, erlangt die PE-Gesellschaft Kontroll- und Mitsprache-rechte im betreffenden Beteiligungsunternehmen.11 Diese gehen bezogen auf die strategische Ausrichtung des Beteiligungsunternehmens sowie die Verwendung des Beteiligungskapitals meist über den kapitalmäßigen Beteiligungsanteil hinaus, um sicher zu stellen, dass das Portfoliounternehmen im Sinne der Beteiligungsgesellschaft handelt.12 So wird Beteiligungskapital auch als "smart money" bezeichnet, weil es sich durch die Bereitschaft zur höheren Risikoübernahme, Expertise bei der Projektauswahl und aktiven Managementbetreuung deutlich von anderen Finanzierungsformen unterscheidet.13
Drittens zielen PE-Investoren nicht wie Fremdkapitalgeber auf eine laufende zinsliche Vergütung und Tilgung der zur Verfügung gestellten Mittel ab, sondern partizipieren vor allem am langfristigen Wertzuwachs der Zielunternehmen (Value Added), welcher als Gewinn durch den Verkauf (Exit) der Beteiligung realisiert wird. So wird das Kapital über eine befristete Überlassungsdauer gewährt, die als mittel- bis langfristig zu klassifizieren ist und durchschnittlich 3 bis 8 Jahre beträgt.14
Weiterhin lässt sich Private Equity nach der Herkunft des Kapitals und der Rechtstellung der Kapitalgeber in bekannte Schaubilder eingliedern (Anlage 3).15 Demnach fließt Private Equity einer Unternehmung von außen in Form von nichtbörslichem Beteiligungskapital zu und stellt Haftungskapital für Verbindlichkeiten des Unternehmens gegenüber Dritten dar. Anlage 4 listet die typischen Charakteristika von Private Equity in Gegenüberstellung zum Fremdkapital auf. Auf eine Systematisierung entsprechend den Finanzierungsanlässen wird explizit in Abschnitt 3.1. eingegangen.
2.2. Abgrenzung von Venture Capital, Buy Out und Mezzanine
Eine genügend scharfe Trennung innerhalb der Subformen hat sich bisher noch nicht herausgebildet, was vor allem daran liegt, dass nicht immer streng differenziert wird zwischen der Phasenzugehörigkeit einer Subform (Early-, Later- oder Late-stage), der Mitverwendung (Venture Capital, Buy Out Capital, Mezzinane Money) oder dem Kreis der Mitwirkenden (MBO, MBI, LBO).16 Zur Systematisierung von VC und Buy Out siehe Anlage 5.
[....]
1 Vgl. SYRE, RITA (Honigbiene 2005), S. 1.
2 Private Equity und Beteiligungskapital werden synonym verwendet.
3 Vgl. LEOPOLD, GÜNTER; FROMMANN, HOLGER; KÜHR, THOMAS (Private Equity 2003), S. 3.
4 Diese Auffassung vertretend: LEOPOLD, GÜNTER; FROMMANN, HOLGER; KÜHR, THOMAS (Private Equity 2003), S. 6; SCHEFCZYK, MICHAEL (Finanzieren 2006), S.8; ECKSTALLER, CLAUDIA; HUBER-JAHN, INGRID (PEVC 2006), S. 11 und KOBALJ, LJUBA; PAFFENHOLZ, GUIDO; MOOG, PETRA (Tendenzen 2003), S. 12.
5 Vgl. HOFELICH, MARKUS (Mittelstandsfinanzierung 2006), S. 26; FROMMANN, HOLGER; DAHMANN, ATTILA (BVK-Untersuchung 2005), S. 7 und EVCA Professional Standards (Guidelines 2006), S. 3.
6 Vgl. KOBALJ, LJUBA; PAFFENHOLZ, GUIDO; MOOG, PETRA (Tendenzen 2003), S. 11.
7 Vgl. BADER, HANSPETER (Private Equity 1996), S. 10.
8 Vgl. FROMMANN, HOLGER; DAHMANN, ATTILA (BVK-Untersuchung 2005), S. 8.
9 Portfoliounternehmen wird synonym zu Beteiligungsunternehmen verwendet.
10 Vgl. SCHEFCZYK, MICHAEL (Finanzieren 2006), S. 10.
11 Vgl. FROMMANN, HOLGER; DAHMANN, ATTILA (BVK-Untersuchung 2005), S. 8.
12 Vgl. SCHEFCZYK, MICHAEL (Finanzieren 2006), S. 10.
13 Vgl. ACHLEITNER, ANN-KRISTIN; U.A. (Anbieterverhalten 2006), S. 538f.
14 Zu diesem Abschnitt KOBALJ, LJUBA; PAFFENHOLZ, GUIDO; MOOG, PETRA (Tendenzen 2003), S. 12.
15 Vgl. WÖHE, GÜNTER; BILSTEIN, JÜRGEN (Unternehmensfinanzierung 2002), S. 12 und PERRIDON, LOUIS; STEINER, MANFRED (Finanzwirtschaft 2004), S 19.
16 Zu diesem Abschnitt LEOPOLD, GÜNTER; FROMMANN, HOLGER; KÜHR, THOMAS (Private Equity 2003), S. 7.
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