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Termpaper, 2006, 27 Pages
Author: Dipl.-Kfm. (FH) Rolf Hommers
Subject: Company formation, Business Plans
Details
Institution/College: University of Osnabrück (MuT Lingen)
Tags: Aufbau, Inhalt, Umfang, Beratungshilfen, Existenzgründer, Existenzgründungsseminar
Year: 2006
Pages: 27
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 15 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63093-1
ISBN (Book): 978-3-638-81637-3
File size: 856 KB
Diese Hausarbeit entstand im Rahmen der Vorlesung "Existenzgründungsseminar" an der FH Osnabrück im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.
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Abstract
Bei dem Weg in die Selbstständigkeit und der damit entstehenden Existenzgründung eines Unternehmens gibt es diverse Einflussgrößen zu beachten. Angefangen bei der fachlichen und persönlichen Qualifikation des Unternehmers, welche die Grundlage für einen erfolgreichen Start ist, kann dies die Wahl des eigentlichen Unternehmenskonzepts genauso betreffen wie falsche Marktkenntnisse, falsche Betriebsstätten, unzureichende Finanzierung, fehlende Planung, falsche Gestaltung der Verträge bis hin zur falschen Rechtsform. Basis für die Existenzgründung ist für viele Unternehmer die (aus ihrer Sicht) „geniale“ Idee, die sich am Markt erfolgreich behaupten kann. Entwickelt wird diese Idee in erster Linie aus der beruflichen Qualifikation und Erfahrung des Gründers heraus, die er sich als Wissen angeeignet hat. Bei der Existenzgründung sind aber viele Fähigkeiten und Kenntnisse von Nöten, damit das neue Unternehmen nicht von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. An dieser Stelle setzt der Gegenstand dieser Ausarbeitung ein, die individuelle Beratung ist in den Teilbereichen, in denen sich der zukünftige Unternehmer nicht auskennt, unabdingbar. Im Umkehrschluss ist die fehlende oder zu späte Beratung oft genug ein typischer Fehler bei der Existenzgründung. Dabei ist Beratung nicht gleich Beratung, es gibt diverse Angebote und Anlaufstellen, die zudem teilweise in erheblichen Umfang öffentlich gefördert werden. Schließlich sind viele Gründer von ihrem Vorhaben und ihrer Idee so überzeugt, dass sie denken, keine fremde Hilfe zu benötigen. Dabei können externe Berater nützliche Informationen geben und vor unnötigen Fehlern bewahren, die Beratung neutraler und unabhängiger Fachleute bringt neue Anstöße und Gedanken, Alternativen werden aufgezeigt, damit im Endeffekt bessere und fundierte Entscheidungen getroffen werden. Wichtig ist aber auch, die Bereitschaft mit dem entsprechenden Berater alle Dinge offen zu besprechen, die erforderlichen Informationen bereitzustellen und letztlich das als richtig Erkannte durchzuführen und zu konsequent verfolgen. Im Endeffekt ist eine noch so teure Beratung günstiger als jede Fehlentscheidung.
Excerpt (computer-generated)
Aufbau, Inhalt und Umfang öffentlich geförderter
Beratungshilfen für Existenzgründer
von: Rolf Hommers
Abgabetermin: 06.06.2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Grundlagen der Existenzgründungsberatungen 5
2.1 Verständnis und Besonderheiten der Gründungsberatung 5
2.2 Formen und Funktionen der Gründungsberatung 8
2.3 Das System und die Akteure der Gründungsberatung 9
2.4 Der Beratungsvertrag 11
2.5 Finanzielle Beratungsförderung 12
3. Beratungsmöglichkeiten im Rahmen der Existenzgründung 16
3.1 Wann zu welchen Berater? 16
3.2 Beratungsmöglichkeiten auf der Ebene des Bundes 18
3.3 Beratungsmöglichkeiten auf der Ebene der Länder 20
3.4 Beratungsmöglichkeiten auf der regionalen Ebene 21
4. Fazit 22
Literaturverzeichnis
Anhang
1. Einleitung
„In der Vielzahl der Berater liegt die Sicherheit“
John F. Kennedy (1917-63), amerik. Politiker, 35. Präsident der USA (1961-63)
Bei dem Weg in die Selbstständigkeit und der damit entstehenden Existenzgründung eines Unternehmens gibt es diverse Einflussgrößen zu beachten. Angefangen bei der fachlichen und persönlichen Qualifikation des Unternehmers, welche die Grundlage für einen erfolgreichen Start ist, kann dies die Wahl des eigentlichen Unternehmenskonzepts genauso betreffen wie falsche Marktkenntnisse, falsche Betriebsstätten, unzureichende Finanzierung, fehlende Planung, falsche Gestaltung der Verträge bis hin zur falschen Rechtsform.
Basis für die Existenzgründung ist für viele Unternehmer die (aus ihrer Sicht) „geniale“ Idee, die sich am Markt erfolgreich behaupten kann. Entwickelt wird diese Idee in erster Linie aus der beruflichen Qualifikation und Erfahrung des Gründers heraus, die er sich als Wissen angeeignet hat. Bei der Existenzgründung sind aber viele Fähigkeiten und Kenntnisse von Nöten, damit das neue Unternehmen nicht von vorne herein zum Scheitern verurteilt ist. An dieser Stelle setzt der Gegenstand dieser Ausarbeitung ein, die individuelle Beratung ist in den Teilbereichen, in denen sich der zukünftige Unternehmer nicht auskennt, unabdingbar. Im Umkehrschluss ist die fehlende oder zu späte Beratung oft genug ein typischer Fehler bei der Existenzgründung. Dabei ist Beratung nicht gleich Beratung, es gibt diverse Angebote und Anlaufstellen, die zudem teilweise in erheblichen Umfang öffentlich gefördert werden. Schließlich sind viele Gründer von ihrem Vorhaben und ihrer Idee so überzeugt, dass sie denken, keine fremde Hilfe zu benötigen. Dabei können externe Berater nützliche Informationen geben und vor unnötigen Fehlern bewahren, die Beratung neutraler und unabhängiger Fachleute bringt neue Anstöße und Gedanken, Alternativen werden aufgezeigt, damit im Endeffekt bessere und fundierte Entscheidungen getroffen werden. Wichtig ist aber auch, die Bereitschaft mit dem entsprechenden Berater alle Dinge offen zu besprechen, die erforderlichen Informationen bereitzustellen und letztlich das als richtig Erkannte durchzuführen und zu konsequent verfolgen. Im Endeffekt ist eine noch so teure Beratung günstiger als jede Fehlentscheidung.
2. Grundlagen der Existenzgründungsberatungen
2.1 Verständnis und Besonderheiten der Gründungsberatung
Als Existenzgründungsberatung wird die Beratung, im Sinne von „jemanden in helfender Absicht beraten“ oder „Ratschläge erteilen“, über Formen, Finzanzierungsmöglichkeiten, Chancen und Risiken der Gründung einer beruflichen Existenzgründung bezeichnet. Generell erfordert die Berufsbezeichnung Existenzgründungsberater keinen Nachweis besonderer fachlicher Qualifikationen, es handelt sich um ein nicht geschütztes Berufsfeld, so spricht man in der Praxis von Gründungsberatern, wenn diese mehr als 150 Tage im Jahr in der Gründungsberatung tätig sind. Die Dienstleistung der Beratung wird von verschiedenen Organisationen aus unterschiedlicher Perspektive angeboten, wobei häufig der Fehler begangen wird, fälschlicherweise die Information über Sachverhalte (z.B. Fördermittel) mit der individuellen Beratung zu verwechseln. Die individuelle Beratung hingegen geht auf die besonderen Umstände, Vorhaben und Rahmenbedingungen des Gründers ein, im Rahmen der Beratung werden so individuelle Problemlösungen erarbeitet, die aus sehr unterschiedlichen Bereichen entstehen können. „Wenn der Existenzgründer aus der Phase der reinen Ideenfindung in die Phase der Umsetzung seines Vorhabens tritt, sieht er sich einer Fülle von Problemfeldern gegenüber. Soweit davon ausgegangen werden kann, dass die fachlichen Kenntnisse für das eigentliche Produkt oder die Dienstleistung vorhanden sind, besteht für den Gründer dennoch die Notwendigkeit, in relativ knapp bemessener Zeit eine Vielzahl von Entscheidungen in Rechts-, Finanzierung- oder Organisationsbereichen zu treffen, in denen er i.d.R. über wenig Erfahrung verfügt1.“
Auf Grund des vielfachen Wunsches der Existenzgründer, so schnell wie möglich selbstständig zu sein, stellen die Industrie- und Handelskammern regelmäßig fest, dass nur jeder zehnte Gründer eine fachkundige Gründungsberatung in Anspruch nimmt2. Dabei ist diese Inanspruchnahme ein Zeichen für verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Unternehmensführung schon zu einem frühen Zeitpunkt. Betriebliche Fehlentwicklungen mit Ursprung in der Gründungsphase sind kaum mehr zu korrigieren, sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensentwicklung.
Abb. 1 Problemfelder der Unternehmensberatung3 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Viele Fragen können die Gründer sich zwar schon selbst beantworten: mit Hilfe der vielen verfügbaren Informationsmaterialien zur Thematik der Existenzgründung (z.B. das Gründerportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (www.bmwi.de, www.existenzgruender.de, sowie mit Hilfe von BMWi-Broschüren, BMWi-Softwarepaket usw.). Weiterführende Informationen, die ganz konkret das Gründungsvorhaben betreffen, erhält der potentielle Gründer aber nur in einer persönlichen Beratung. Nutzen sollte man dabei zunächst die Beratungsangebote der vielen unentgeltlichen Beratungsanbieter, kostenpflichtige Experten kommen dann ins Spiel, wenn es schließlich um steuerliche, betriebswirtschaftliche oder vertragliche Fragen geht. Neutrale Beobachter können ein Konzept „von außen“ sachlicher beurteilen als der Gründer selbst. Sie spüren Schwächen in der Planung auf, die dem Gründer nicht auffallen bzw. die er nicht wahrhaben will, außerdem helfen sie bei der sicheren Umsetzung. Nach aller Erfahrung benötigen Existenzgründer externe Hilfe von der Vorbereitung ihres Unternehmens bis ins fünfte Jahr nach der Gründung.
[...]
1 Hebig, M.: Existenzgründungsberatung, Bielefeld 1999, S. 17
2 Hebig, M.: Existenzgründungsberatung, Bielefeld 1999, S. 17
3 Hebig, M.: Existenzgründungsberatung, Bielefeld 1999, S. 18
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