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Scholary Paper (Seminar), 2000, 19 Pages
Author: Sonja Breining
Subject: Politics - International Politics - Topic: European Union
Details
Institution/College: University of Heidelberg (Institut für Politikwissenschaft)
Tags: Theorien, Europäischen, Integration, Proseminar, Europäische, Integration
Year: 2000
Pages: 19
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-14476-6
ISBN (Book): 978-3-640-25699-0
File size: 198 KB
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Abstract
"Die Europäische Union darf nicht länger hinter ihren eigenen Anforderungen zurückstehen. Für die F.D.P. ist die Grundrechte-Charta ein entscheidendes Element für eine Europäische Verfassung (...)." "Wir müssen so etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa schaffen." Die Forderung an die Europäische Integration sind damals wie heute ein heiß diskutiertes Thema. Antworten auf die Frage, welche Aufgaben die Europäische Union im Zuge der Integration erfüllen muss, suchen nicht nur Politiker wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger oder Winston Churchill. Doch bevor es möglich ist, Ziele zu erkennen und zu formulieren, muss man zumindest eine Vorstellung davon haben, wie eine Europäische Integration zustande kommen und funktionieren kann. Darüber haben sich Vertreter verschiedener Theorierichtungen wie Hans J. Morgenthau oder David Mitrany Gedanken gemacht und mit ihren Schriften zur politischen Diskussion beigetragen. Die "Blütezeit" der daraus entstandenen Schulen erstreckt sich von Mitte der 40er Jahre bis in die 70er Jahre hinein. Doch da es im Zusammenhang mit der Europäischen Integration um die großen Themen des 20. Jahrhunderts wie Krieg und Frieden, Souveränität oder Staatenbildung geht, lohnt es sich, die Theorien der Europäischen Integration näher zu untersuchen und sie auf ihre Zweckmäßigkeit hin zu überprüfen. Hierfür ist jedoch die eindeutige Definition der Begriffe "Theorie" und "Europäische Integration" vonnöten, da ihre Bedeutungen im politischen Zusammenhang noch differenzierter als im alltäglichen Gebrauch zu verstehen sind. Diese Klärung soll in Teil II geschehen. Im Hauptteil werden die drei wesentlichen Theorie-Richtungen, nämlich der Realismus aus der ökonomischen Theorietradition und aus der soziologischen der Funktionalismus und der Föderalismus vorgestellt. Zum Schluss (Teil IV) soll überprüft werden, ob die verschiedenen Schulen ihr Ziel gemäß ihrer Definition erfüllen und somit für die Politik nützlich sind.
Excerpt (computer-generated)
Theorien der Europäischen Integration
von Sonja Breining
Inhaltsverzeichnis
I) Einleitung: 1
II) Begriffsklärung: 2
1.) Die Europäische Integration: 2
2.) Die Theorie in der Politikwissenschaft: 2
3.) Fazit: Was Integrationstheorien leisten sollen: 3
III) Hauptteil: 3
1.) Die realistische Theorie: 3
2.) Die föderalistische Theorie: 7
3.) Die funktionalistische Theorie: 9
IV) Schluss: 13
V) Literaturverzeichnis: 15
I) Einleitung
"Die Europäische Union darf nicht länger hinter ihren eigenen Anforderungen zurückstehen. Für die F.D.P. ist die Grundrechte-Charta ein entscheidendes Element für eine Europäische Verfassung (...)." "Wir müssen so etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa schaffen." Die Forderung an die Europäische Integration sind damals wie heute ein heiß diskutiertes Thema. Antworten auf die Frage, welche Aufgaben die Europäische Union im Zuge der Integration erfüllen muss, suchen nicht nur Politiker wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger oder Winston Churchill. Doch bevor es möglich ist, Ziele zu erkennen und zu formulieren, muss man zumindest eine Vorstellung davon haben, wie eine Europäische Integration zustande kommen und funktionieren kann. Darüber haben sich Vertreter verschiedener Theorierichtungen wie Hans J. Morgenthau oder David Mitrany Gedanken gemacht und mit ihren Schriften zur politischen Diskussion beigetragen.
Die "Blütezeit" der daraus entstandenen Schulen erstreckt sich von Mitte der 40er Jahre bis in die 70er Jahre hinein. Doch da es im Zusammenhang mit der Europäischen Integration um die großen Themen des 20. Jahrhunderts wie Krieg und Frieden, Souveränität oder Staatenbildung geht, lohnt es sich, die Theorien der Europäischen Integration näher zu untersuchen und sie auf ihre Zweckmäßigkeit hin zu überprüfen.
Hierfür ist jedoch die eindeutige Definition der Begriffe "Theorie" und "Europäische Integration" vonnöten, da ihre Bedeutungen im politischen Zusammenhang noch differenzierter als im alltäglichen Gebrauch zu verstehen sind. Diese Klärung soll in Teil II geschehen. Im Hauptteil werden die drei wesentlichen Theorie-Richtungen, nämlich der Realismus aus der ökonomischen Theorietradition und aus der soziologischen der Funktionalismus und der Föderalismus vorgestellt. Zum Schluss (Teil IV) soll überprüft werden, ob die verschiedenen Schulen ihr Ziel gemäß ihrer Definition erfüllen und somit für die Politik nützlich sind.
II) Begriffsklärung
1.) Die Europäische Integration
Der Begriff "Integration" ist lateinischen Ursprungs: Das Verb "integrare" heißt "wiederherstellen" oder "ergänzen", das Eigenschaftswort "integralis" bedeutet "ein Ganzes ausmachend". Der Duden übersetzt "Integration" mit "Vervollständigung, Zusammenschluss, Vereinigung, Summierung". In Bezug auf Staaten jedoch umfasst das Substantiv "Integration" noch spezifischere Bedeutungen. In diesem Zusammenhang versteht man die Integration als Prozess, als dessen Ergebnis aus zwei oder mehreren nationalstaatlichen Akteuren ein neuer supranationaler Akteur gebildet wird. Der Integrationsprozess umfasst im wesentlichen drei Dimensionen: Die institutionelle Dimension als Ort der politischen Entscheidungsfindung, die sozialpsychologische Dimension, verstanden als gemeinsames Bewusstsein und schließlich die Dimension der Transaktionen, worunter man die gesellschaftliche Verflechtung versteht . Die drei Theorierichtungen beschäftigen sich jedoch hauptsächlich mit der institutionellen und der Dimension der Transaktionen. Als Unterdimensionen dieser kann man die Integration als Prozess beobachten und dessen Fortschrittsgeschwindigkeit feststellen oder die Integration als erreichtes Ergebnis beurteilen. Diese Unterdimensionen spielen in den drei Schulen eine eher untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen stattdessen die Gründe für das Fortschreiten oder Scheitern des europäischen Integrationsprozesses.
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