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Der Aufstieg des Augustus im Spiegel der Res Gestae Divi Augusti

Seminararbeit, 2006, 9 Seiten
Autor: Regina Eberle
Fach: Geschichte - Frühgeschichte, Antike

Details

Institution/Hochschule: Universität Regensburg
Tags: Aufstieg, Augustus, Spiegel, Gestae, Divi, Augusti
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 9
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V71377
ISBN (E-Book): 978-3-638-62746-7

Dateigröße: 86 KB


Textauszug (computergeneriert)

Universität Regensburg
PS: Der Prinzipat des Augustus
WS 2005/06

Der Aufstieg des Augustus im Spiegel der Res Gestae Divi Augusti

von

Regina Eberle

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis  2

1. Einleitung  3

2. Allgemeines zu den Kapiteln 1 und 2 der Res Gestae  3

3. Schönfärberei  4
3.1 Die „eigenen Mittel“ des Oktavian  4
3.2 Die Befreiung Roms aus der „Gewaltherrschaft“ durch die Schlacht von Mutina 43 v. Chr.   4
3.3 Der politische Seitenwechsel: die Wahl zum Konsul am 19.08.43 v. Chr.   5
3.4 Doppelschlacht von Philippi 42 v. Chr.  5

4. Weglassung  6
4.1 Die Haltung des Senats und die Unterstützung durch Cicero  6
4.2 Die Triumviratszeit  6
4.3 Die Beseitigung der Gegner durch die Proskriptionen  7
4.4 Die Veteranenansiedlung 41 v. Chr  7

5. Zusammenfassung  8

6. Quellen- und Literaturverzeichnis  

Quelle  9
Sekundärliteratur  9

 

 

1. Einleitung

Die Res Gestae Divi Augusti, auch Monumentum Ancyranum genannt, sind an den Wänden des Tempels des Augustus und der Roma in Ancyra, dem heutigen Ankara, nahezu vollständig erhalten und gelten laut Mommsen als „Königin der Inschriften“. Als Rechenschaftsbericht verfasst, ist es eine Selbstdarstellung des Augustus, mit der er nicht die bloßen Fakten seiner Herrschaftszeit niederschreiben, sondern sich der Nachwelt vielmehr in einem positiven Licht präsentieren wollte. Die Wiederherstellung der res publica und die Bewahrung der Traditionen der mos maiorum sollten als seine primären Ziele erkennbar sein.

Die Res Gestae zeichnen sich durch ein stark reihenden, sachlichen Stil aus, der sie wie eine Aneinanderreihung von Tatsachen aussehen lassen soll. Unvorteilhaftes wird jedoch verschwiegen und Fakten bewusst verdreht.

Die Historiker, die sich mit Augustus beschäftigt haben, sind sich einig, dass die Angaben, die seinen Aufstieg betreffen als „falsch, zumindest als völlig entstellt angesehen werden [müssen]“1. „Den Nachschauenden erschreckt beinahe die Unverfrorenheit, mit der Augustus das damalige Geschehen nachzeichnete“. 2 Ronald T. Ridley hat in seinem Buch „The Emperor’s Retrospect“ eigens ein Kapitel mit dem Titel „Lügen“ verfasst, in dem die Wahrheitsverdrehungen in den Res Gestae detailliert behandelt werden.

Ich werde nun im Folgenden genauer auf die Kapitel 1 und 2 des Tatenberichts eingehen, die Augustus’ Aufstieg beschreiben. Da Augustus nicht einfach plump gelogen hat, sondern Geschehnisse vielmehr positiver dargestellt hat, als sie sich tatsächlich zugetragen haben, werde ich in dem ersten meiner beiden Hauptkapitel genauer auf diese Schönfärbereien eingehen. Anschließend werden jene Dinge behandelt, die nicht in die Res Gestae mit aufgenommen wurden, da sie für Augustus Ansehen nicht gerade förderlich gewesen wären.

2. Allgemeines zu den Kapiteln 1 und 2 der Res Gestae

Die Kapitel 1 und 2 beschreiben zusammen mit den beiden Abschlusskapiteln 34 und 35 die politische Laufbahn des Augustus, hier wird der Aufstieg vom Privatmann zum pater patriae dargestellt. Die schrittweise Erlangung der Macht wird als reibungslos und völlig rechtmäßig dargestellt. Auslassungen verbunden mit dem tatsächlich Erreichten lassen Augustus als idealen Staatsführer erscheinen.

3. Schönfärberei

3.1 Die „eigenen Mittel“ des Oktavian


„Mit neunzehn Jahren habe ich aus privater Initiative
und aus eigenen Mitteln ein Heer aufgestellt[…]“ 3

Was Augustus hier schreibt ist nur zum Teil richtig- hätte er tatsächlich nur eigene Mittel zur Verfügung gehabt, wäre der Marsch auf Rom gescheitert. Doch der junge Oktavian bediente sich auch Gelder, für deren Verwendung er keinerlei Berechtigung hatte. So kassierte er den Jahrestribut der Provinz Asia sowie einen Teil der Gelder die für den Partherfeldzug bestimmt waren, ein. Dies geschah ohne jegliche rechtliche Grundlage.

Um aus der Schlacht von Mutina siegreich hervorgehen zu können hatte Oktavian anfangs auch zu wenig Soldaten, die ihn unterstützten. Durch die unlegitime Anwerbung von Veteranen und Übernahme zweier makedonischer Heere- der legio Martia und der 4. Legion- die von Antonius zu ihm übergelaufen waren, hatte er schließlich genug Kräfte hinter sich.4

3.2 Die Befreiung Roms aus der „Gewaltherrschaft“ durch die Schlacht von Mutina 43 v. Chr.


„[…] mit dem ich dem Staatswesen, das durch Gewaltherrschaft
einer politischen Machtgruppe unterdrückt wurde, die Freiheit wiedergab.“ 5

[....]


1 Bleicken, Jochen: Augustus. Eine Biographie, 509- 510.

2 Ebd., 510.

3 Aug. RG 1.

4 Vgl. Kienast, Dietmar: Augustus. Prinzeps und Monarch, 30.

5 Aug. RG 1.


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