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Analyse eines publizistischen Textes

Seminararbeit, 2002, 12 Seiten
Autor: Jan Fischer
Fach: Sprachwiss. / Sprachforschung (fachübergreifend)

Details

Veranstaltung: Pressesprache des Russischen
Institution/Hochschule: Universität Rostock
Tags: Analyse, Textes, Pressesprache, Russischen
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 12
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V71492
ISBN (E-Book): 978-3-638-63550-9
ISBN (Buch): 978-3-638-75494-1
Dateigröße: 134 KB

Zusammenfassung / Abstract

Theoretischer Ausgangspunkt im Seminar war es, die Sprache in Funktionalstile einzuteilen. Demnach gibt es: 1. Alltagssprache (mündliche, ungezwungene Kommunikation) 2. offizielle Kommunikation (geschrieben oder gesprochen; vollständige, ganze Sätze) 3. fachliche Kommunikation (spezielle Themen; Fachausdrücke) 4. Presse und Publizistik (Standardsprache+offizielle+Fachsprache) Die Pressesprache als Teil der Nationalsprache funktioniert auch als Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse und des Zustands einer Sprache. Verschiedene Ansichten und Meinungen gab es zur Normenproblematik und Varietätenproblematik, wobei folgende Einteilungen als am nützlichsten erschienen: • Varietäten: Standardsprache: kodifizierte Literatursprache (кодифицированный литературный язык) Substandard: Umgangssprache (разговорная речь) Nonstandardsprache: Dialekte, niedere Umgangssprache (просторечие) • Sprachliche Normen: - sind Teil der sozialen Normen einer Gesellschaft. Sie regeln das sprachlich-kommunikative Handeln. - sind Verallgemeinerungen, die aus dem sprachlichen Usus hervorgegangen sind und gleichzeitig den Usus regeln. - sind Auswahlgrößen aus der Gesamtheit der Möglichkeiten, die die Sprache in einem bestimmten Zeitraum für die Bildung und Verwendung sprachlicher Mittel besitzt. - sind präskriptive Größen. Sie existieren intern im Bewusstsein der Angehörigen einer Sprachgemeinschaft, können aber auch extern als Normkodifizierung aufgezeichnet sein. Oskar Müller unterscheidet zwischen Nähesprechen und Distanzsprechen und ordnet folgende Charakteristika zu: Nähesprechen: dialogisch, kontextunabhängig, wenig geplant, sparsam, extensive Versprachlichung. Distanzsprechen: monologisch, kontextabhängig, stark geplant, intensiv, kompakte Versprachlichung. Nach Wolfgang Gladrow sind für die Norm des umgangssprachlichen Äußerungsaufbaus folgende Spezifika kennzeichnend: Positionierung der Konstituenten, Akzentuierung, Reduzierung von Konstituenten. Als Soziolinguist ordnet er die Umgangssprache dem städtischen Raum und die Nonstandardsprache eher dem ländlichen Raum zu. Die Standardsprache charakterisiert er als fest, bewusst, starr, und die Umgangssprache als dynamisch, unbewusst.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Rostock
Seminar: Pressesprache des Russischen und Polnischen
WS 2001/02, 7. Fachsemester

Analyse eines publizistischen Textes

von

Jan Fischer

 


Inhaltsverzeichnis

I. Theoretische Einleitung 4

II. Fremdwörter 6

III. Modewörter 6

IV. Lexik des Nonstandard 8

V. Umgangssprachliche Lexik 8

VI. Umgangssprachliche Wendungen 9

VII. Verwendung von Ellipsen 10

VIII. Syntaktischer Zusammenhang der Wortformen 10

IX. Verkürzungen 11

X. Zusammenfassung 11

XI. Literaturverzeichnis 12

XII. Quellenverzeichnis 12

 


 


Vorbemerkungen

Die Analyse bezieht sich auf ein Interview mit Gennadi Zjuganow vom 4.11.1998 in der russischen Zeitschrift „Argumenti i fakti“. Der Politiker äußert sich zur aktuellen politischen Situation in Russland. Zitate aus diesem Text sind in der Arbeit nicht weiter gekennzeichnet, dafür alle anderen Zitate. Die Schreibweise ё=e wurde in den Zitaten so übernommen. In der Arbeit habe ich die deutsche Schreibweise „Zjuganow“ und „Zemskaja“ benutzt, im Quellenverzeichnis die russische. Zitate aus dem Interview mit Zemskaja sind gekennzeichnet durch: (Zemskaja, Известия). Im Literaturverzeichnis sind zu den Rostocker Beiträgen zur Sprachwissenschaft keine Jahreszahlen, sondern nur die jeweiligen Heftnummern vermerkt. Die selbigen wurden in der Druckerei der Universität Rostock gedruckt.


I. Theoretische Einleitung

Theoretischer Ausgangspunkt im Seminar war es, die Sprache in Funktionalstile einzuteilen. Demnach gibt es:
1. Alltagssprache (mündliche, ungezwungene Kommunikation)
2. offizielle Kommunikation (geschrieben oder gesprochen; vollständige, ganze Sätze)
3. fachliche Kommunikation (spezielle Themen; Fachausdrücke)
4. Presse und Publizistik (Standardsprache+offizielle+Fachsprache)
Die Pressesprache als Teil der Nationalsprache funktioniert auch als Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse und des Zustands einer Sprache.
Verschiedene Ansichten und Meinungen gab es zur Normenproblematik und Varietätenproblematik, wobei folgende Einteilungen als am nützlichsten erschienen:

• Varietäten:
Standardsprache: kodifizierte Literatursprache (кодифицированный литературный язык)
Substandard: Umgangssprache (разговорная речь)
Nonstandardsprache: Dialekte, niedere Umgangssprache (просторечие)

• Sprachliche Normen:
- sind Teil der sozialen Normen einer Gesellschaft. Sie regeln das sprachlich-kommunikative Handeln.
- sind Verallgemeinerungen, die aus dem sprachlichen Usus hervorgegangen sind und gleichzeitig den Usus regeln.
- sind Auswahlgrößen aus der Gesamtheit der Möglichkeiten, die die Sprache in einem bestimmten Zeitraum für die Bildung und Verwendung sprachlicher Mittel besitzt.
- sind präskriptive Größen. Sie existieren intern im Bewusstsein der Angehörigen einer Sprachgemeinschaft, können aber auch extern als Normkodifizierung aufgezeichnet sein.

Oskar Müller unterscheidet zwischen Nähesprechen und Distanzsprechen und ordnet folgende Charakteristika zu:
Nähesprechen: dialogisch, kontextunabhängig, wenig geplant, sparsam, extensive Versprachlichung.
Distanzsprechen: monologisch, kontextabhängig, stark geplant, intensiv, kompakte Versprachlichung.

Nach Wolfgang Gladrow sind für die Norm des umgangssprachlichen Äußerungsaufbaus folgende Spezifika kennzeichnend: Positionierung der Konstituenten, Akzentuierung, Reduzierung von Konstituenten. Als Soziolinguist ordnet er die Umgangssprache dem städtischen Raum und die Nonstandardsprache eher dem ländlichen Raum zu. Die Standardsprache charakterisiert er als fest, bewusst, starr, und die Umgangssprache als dynamisch, unbewusst.

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