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Die Argonauten

Subtitle: Eine griechische Sage in Wort und Bild

Textbook, 2002, 32 Pages
Author: Ernst Probst
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Category: Textbook
Year: 2002
Pages: 32
Language: German
Archive No.: V7637
ISBN (E-book): 978-3-638-14820-7
ISBN (Book): 978-3-638-73445-5
File size: 838 KB
Notes :
Die Argonauten. Eine griechische Sage in Wort und Bild. Handlung: Die Abenteuer des Helden Jason. 35 Seiten, sehr gut lesbare Großschrift.


Abstract

Als Argonauten werden Helden der griechischen Sage bezeichnet, die mit dem Schiff Argo nach Kolchis fuhren, um dort das sagenhafte "Goldene Vlies" zu holen. Bei diesem wertvollen Vlies handelte es sich um das Fell eines goldenen Widders. Zu den Argonauten gehörte Jason, der mit Hilfe von Medea, der Tochter des Königs von Kolchis, das Vlies errang. Medea floh mit Jason, wurde seine Gemahlin, schenkte ihm zwei Kinder, wurde aber später verstoßen und nahm grausam Rache.


Excerpt (computer-generated)

Die Argonauten

Im Lande Thessalien wuchsen Phrixos und Helle, die Kinder des Königs Athamas, miteinander auf. Sie hatten ein hartes Leben; denn ihr Vater hatte seine Frau Nephele verstoßen und den Kindern eine Stiefmutter gegeben, unter der sie viel zu leiden hatten. Als die böse Ino gar den Knaben Phrixos opfern wollte, griff Gott Hermes zur Rettung der beiden Kinder ein. Er brachte Nephele einen riesigen geflügelten Widder mit einem Fell von lauterem Gold zum Geschenk. „Dieser Widder mit dem goldenen Vlies soll deine Kinder aus der Gewalt ihrer Stiefmutter befreien“ sagte Hermes; „denn er kann auf den Wolken laufen und wird sie ins Land Kolchis tragen!“ Nephele folgte dem Rate des Hermes, und bald darauf ritten die Geschwister eng umschlungen auf dem Rücken des Wundertieres durch die Lüfte.

Doch als Helle das Meer in furchterregender Tiefe unter sich sah, ließ sie plötzlich, vom Schwindel gepackt, den Bruder los und stürzte ins Meer, das noch heute der Hellespontos, das Meer der Helle, heißt. Phrixos dagegen erreichte glücklich das Land der Kolcher. Hier opferte er den Widder zum Dank für die Götter; das goldene Vlies gab er dem König Aietes, der ihn gastfreundlich aufnahm, zum Geschenk. Dieser weihte es dem Ares und ließ es in einem heiligen Hain an eine Eiche nageln.

Viele Jahre später herrschte in Thessalien der König Pelias, der seinen Bruder Aison, den rechtmäßigen Herrscher, des Thrones beraubt hatte. Vorzeiten nun war dem Pelias ein Orakel verkündet worden: ein Mann, der in nur einem Schuh zu ihm komme, werde auch ihn dereinst vom Throne stoßen. Einst veranstaltete Pelias ein Festmahl zu Ehren des Meergottes Poseidon, zu dem auch sein Neffe Jason, der Sohn seines Bruders, erschien. Dieser hatte auf seinem Wege zur Königsstadt einen Bach durchqueren müssen und dabei einen Schuh im Schlamm verloren. Mit Entsetzen blickte Pelias auf den kraftvollen Jüngling, der – mit nur einem Schuh bekleidet – in die Königshalle trat. Als er in dem Fremdling seinen Neffen erkannte, verbarg er aber seine Furcht und nahm ihn freundlich auf. Später jedoch suchte er einen nichtigen Vorwand, um sich des gefährlichen Nebenbuhlers zu entledigen. Schließlich wies er ihn außer Landes. „Nicht eher sollst du mir wieder vor Augen treten“, gebot er ihm, „als bis du mir das goldene Vlies deines Vorfahren Phrixos herbeibringst!“ Durch diesen Auftrag glaubte Pelias den Neffen zu verderben, zumal da Jason zögerte, dem Befehl des Oheims zu folgen. Der Jüngling ahnte die Gefahren, die auf ihn warteten, und war deshalb bestrebt, mutige Gefährten um sich zu scharen. Griechenlands berühmteste Helden folgten seinem Ruf. Unter ihnen waren auch Herakles und zwei Söhne des Windgottes Boreas, dazu Theseus und die Zwillingsbrüder Kastor und Polydeukes, auch Peleus, der Vater des Achilles, der Sänger Orpheus und viele andere zählten zu Jasons Fahrtgenossen.

[...]


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