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Radio in Peru

Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Carolyn Zeck
Subject: Cultural Studies

Details

Institution/College: Humboldt-University of Berlin
Tags: Radio, Peru
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 18
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V76937
ISBN (E-book): 978-3-638-80873-6

File size: 223 KB
Notes :
12 Literaturangaben, davon 3 Internetadressen


Abstract

Welche Bedeutung haben Medien und speziell das Radio in einem unterentwickelten Land wie Peru? Welche Auswirkungen haben sie auf die Gesellschaft? Wie werden sie von der Bevölkerung allgemein und im Besonderen von den Campesinos (Bauern) rezipiert? Um diese Fragen beantworten zu können, muss man einiges Wissen über die politischen und ökonomischen Umstände in diesem Land in seine Überlegungen miteinbeziehen. Außerdem hat sich in den letzten 80 Jahren, in denen es Radio in Südamerika gibt, in technologischer sowie in entwicklungspolitischer Hinsicht viel verändert. Ich werde deshalb versuchen, die Entwicklung des Radios und seine Rolle als Unterhaltungs- und Informationsmedium im Wandel der Zeit angemessen zu beschreiben. Zuerst möchte ich jedoch einen kurzen Abriss über die Einführung des Radios in Südamerika und über die Einflüsse nordamerikanischer bzw. europäischer Konzepte geben. Danach möchte ich auf Perus damalige Regierung unter Präsident Augusto B. Leguía und deren Intention beim Gebrauch des Radios eingehen. Der Hauptteil meiner Arbeit soll aber den Blick auf die sozialen Komponenten im Umgang mit Radio lenken. Wie wird Radio eingesetzt? Was für Ideen werden umgesetzt? Welche Ziele werden beabsichtigt? Kann das Radio Bildungsarbeit leisten? Wie beeinflusst es das Bewusstsein der Bevölkerung? Trägt es positiv zur Entwicklung des Landes bei? Für die Beantwortung dieser Fragen werde ich den Blick sowohl auf die im Land verborgenen Kräfte, als auch auf die Arbeit der internationalen Entwicklungshilfe im Umgang mit Medien lenken und anhand von einem konkreten Projektbeispiel die Erfolge und Schwierigkeiten dieser Arbeit aufzeigen.


Excerpt (computer-generated)

Humboldt Universität Berlin
Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften Fachbereich Ästhetik Seminar „Radiogeschichte und Hörspiel“

Radio in Peru

von Carolyn Zeck
2004

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 3

2 Radiogeschichte ... 3
2.1 Einführung des Radios in Südamerika ... 3
2.2 Die Anfänge in Peru ... 4

3 Radio als Sprachrohr für die indigene Bevölkerung Perus ... 10
3.1 Die programas folclóricos ... 10
3.2 Radio in der Entwicklungshilfe ... 12
3.3 Tierra Fecunda ... 13

4 Schluss ... 17

5 Literaturverzeichnis ... 18

 

1 Einleitung

Welche Bedeutung haben Medien und speziell das Radio in einem unterentwickelten Land wie Peru? Welche Auswirkungen haben sie auf die Gesellschaft? Wie werden sie von der Bevölkerung allgemein und im Besonderen von den Campesinos (Bauern) rezipiert? Um diese Fragen beantworten zu können, muss man einiges Wissen über die politischen und ökonomischen Umstände in diesem Land in seine Überlegungen miteinbeziehen. Außerdem hat sich in den letzten 80 Jahren, in denen es Radio in Südamerika gibt, in technologischer sowie in entwicklungspolitischer Hinsicht viel verändert. Ich werde deshalb versuchen, die Entwicklung des Radios und seine Rolle als Unterhaltungs- und Informationsmedium im Wandel der Zeit angemessen zu beschreiben.
Zuerst möchte ich jedoch einen kurzen Abriss über die Einführung des Radios in Südamerika und über die Einflüsse nordamerikanischer bzw. europäischer Konzepte geben. Danach möchte ich auf Perus damalige Regierung unter Präsident Augusto B. Leguía und deren Intention beim Gebrauch des Radios eingehen.
Der Hauptteil meiner Arbeit soll aber den Blick auf die sozialen Komponenten im Umgang mit Radio lenken. Wie wird Radio eingesetzt? Was für Ideen werden umgesetzt? Welche Ziele werden beabsichtigt? Kann das Radio Bildungsarbeit leisten? Wie beeinflusst es das Bewusstsein der Bevölkerung? Trägt es positiv zur Entwicklung des Landes bei? Für die Beantwortung dieser Fragen werde ich den Blick sowohl auf die im Land verborgenen Kräfte, als auch auf die Arbeit der internationalen Entwicklungshilfe im Umgang mit Medien lenken und anhand von einem konkreten Projektbeispiel die Erfolge und Schwierigkeiten dieser Arbeit aufzeigen.

 

2 Radiogeschichte

2.1 Einführung des Radios in Südamerika

Argentinien behauptet von sich, der Vorreiter in der Ausstrahlung von Radiosendungen in Südamerika zu sein. Erste Versuche soll es schon um 1918 gegeben haben, aber am 26. 8. 1920 kam es in Buenos Aires zum Durchbruch: es wurde die Wagneroper „Parsifal“ gesendet. Die Begeisterung unter den Zuhörern war groß, es wurden innerhalb von 10 Jahren mehrere Radiosender (Radio Argentina, Radio Sudamérica, R. Belgrano, R. Splendid, R. Mitre, R. Municipal, Excelsior, Porteña, etc.) und das Unternehmen „Pekam Company“ gegründet, welches in der Produktion von Radioapparaten in Konkurrenz mit nordamerikanischen und europäischen Unternehmen trat. 1
Andere Beispiele liefern Kuba und Mexiko, deren Anfänge mit dem Medium Radio sehr stark von nordamerikanischen Interessen gelenkt wurden. In den Vereinigten Staaten hatte sich schon eine richtige Radioindustrie entwickelt. Darin miteinbegriffen war die Produktion von Radioapparaten, Grammophonen und Schallplatten, denn die Livesendungen waren damals noch zu teuer. Somit gab es auch eine große Nachfrage an Musikern und Orchestern, die ihre Stücke auf Platte aufnahmen.2
Die Radiostationen in Mexiko wurden hauptsächlich von Industrieunternehmen zu kommerziellen Zwecken gegründet. So entstand z. B. im Juni 1922 der Sender Liga Nacional de Radio, über den ein Erfahrungsaustausch über die Industrie stattfand. Im selben Jahr wurde JH von der Zigarettenfirma „El Buen Tono“ und 1923 vier Sender (IJ, El Mundo, El Universidad Ilustrado, la CYJ) von dem Elektrounternehmen „General Electric“ gegründet. In den Jahren darauf kamen auch staatliche und parteiliche Sender (z.B. CFE u. XEFO ) dazu.3
Auf Kuba wurde im Oktober 1922 die Cuban Telephone Company gegründet. Schon 1921 verkaufte die Radio Corporation of Cuba Radiogeräte, um die Hörerzahl und das Sendegebiet der US-amerikanischen Radiostationen zu vergrößern. Bis 1930 entstanden ca. 40 kommerzielle Sender auf Kuba.4 Eine wichtige Rolle spielte hierbei auch das nordamerikanische Unternehmen Western Electric, welches auch in Brasilien, Puerto Rico und Venezuela Sender bereitstellte.5

[...]


1 Gargurevich 1995:30 f
2 Gargurevich 1995:17
3 Gargurevich 1995:31 f
4 ebd.:32 f
5 ebd.:34 f


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