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Seminararbeit, 2002, 15 Seiten
Autor: Markus Plieninger
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt; Würzburg (Wirtschaftswissenschaften)
Tags: DRG, Diagnostic Related Groups
Jahr: 2002
Seiten: 15
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-14880-1
ISBN (Buch): 978-3-638-74626-7
Dateigröße: 175 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Zukünftig wird es in der Bundesrepublik Deutschland ein neuartiges Abrechnungssystem im Krankenhausbereich geben. Dabei wurden Grundlagen aus dem australischen System (AR-DRG) übernommen, und auf unsere nationalen Gegebenheiten (G-DRG) angepasst. Die sogenannten Diagnosis-Related-Groups (DRG´s), übersetzt: diagnoseorientierte Fallpauschalen, werden ab 01. Januar 2003 die Kostenerstattung im Krankenhausbereich regeln. Das bedeutet, dass medizinische Leistungen mit entsprechend pauschalisierten Preisen vergütet werden. Dieses Entgeltsystem wird weitreichendere Auswirkungen auf Kliniken, sowie das Belegarztsystem haben, als jede bisherige Gesundheitsreform zuvor. Die amtierende Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt spricht sogar "von einer Revolution im Bereich der Krankenhausvergütung". Der folgende Text soll nun einen Überblick über die Auswirkungen der Einführung der Diagnosis-Related-Groups in Deutschland geben, hinsichtlich der Qualität der Versorgung. Hierbei sollen kritisch Auswirkungen des Versorgers (Krankenhaus) und Versorgten (Patient) betrachtet werden. [...]
Textauszug (computergeneriert)
Auswirkung der Einführung von Diagnosis-Related-Groups
auf die Qualität der Versorgung
von Markus Plieninger
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Das neue Abrechnungssystem 1
2.1. Wesen der Diagnosis Related Groups 1
2.2. Gesetzesgrundlage 3
3. Qualität der Versorgung 4
3.1. Allgemein 4
3.2. Komplexität des neuen Systems 4
3.3. Auswirkung auf die Patientenversorgung 5
4. Leistungsverlagerung in andere Versorgungsbereiche 7
5. Veränderung der Versorgungsstruktur 7
6. Zusammenfassung 8
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Systematik des AR-DRG-Systems 3
1. Einleitung
Zukünftig wird es in der Bundesrepublik Deutschland ein neuartiges Abrechnungssystem im Krankenhausbereich geben. Dabei wurden Grundlagen aus dem australischen System (AR-DRG) übernommen, und auf unsere nationalen Gegebenheiten (G-DRG) angepasst. Die sogenannten Diagnosis-Related-Groups (DRG´s), übersetzt: diagnoseorientierte Fallpauschalen, werden ab 01. Januar 2003 die Kostenerstattung im Krankenhausbereich regeln. Das bedeutet, dass medizinische Leistungen mit entsprechend pauschalisierten Preisen vergütet werden. Dieses Entgeltsystem wird weitreichendere Auswirkungen auf Kliniken, sowie das Belegarztsystem haben, als jede bisherige Gesundheitsreform zuvor. Die amtierende Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt spricht sogar "von einer Revolution im Bereich der Krankenhausvergütung". Der folgende Text soll nun einen Überblick über die Auswirkungen der Einführung der Diagnosis-Related-Groups in Deutschland geben, hinsichtlich der Qualität der Versorgung. Hierbei sollen kritisch Auswirkungen des Versorgers (Krankenhaus) und Versorgten (Patient) betrachtet werden.
2. Das neue Abrechnungssystem
2.1. Wesen der Diagnostic Related Groups
Das weltweite Problem der unlogischen Preisvielfalt in Krankenhäusern hat international dazugeführt, pauschalierte Entgeltsysteme zu entwickeln. Den Ursprung der Diagnosis-Related-Groups findet man in den Vereinigten Staaten von Amerika, genauer in der Yale Universität in New Haven im Bundesstaat Connecticut. Dort haben amerikanische Forscher bereits 1977, unter der Führung von Prof. Fetter, begonnen ein Fallpauschalensystem für Krankenhäuser zu entwickeln. Die HCFA-DRG´s sind die daraus resultierende Forschungsergebnisse. Erstmals wurde dieses System 1983 im Bundesstaat New Jersey eingesetzt. Inzwischen sind eine ganze Reihe unterschiedlicher DRG-System-Varianten weltweit im Gebrauch. Ziel solcher DRG´s ist es, aufwands- und kostenhomogene Behandlungsfallgruppen zu definieren. Diese Behandlungsfallgruppen lassen sich zunächst durch 23 Hauptdiagnosen (MDC) darstellen. Je nachdem, ob eine operationssaalgebundene, nicht operationssaalgebundene oder gar keine Prozedur (medizinische Behandlung) durchgeführt wurde, werden sie auf drei Partitionen aufgeteilt (Abb.1). Neben den MDC´s gibt es sogenannte Pre-MDC für Ausnahmefälle (z.B. Langzeitbeatmung) und sogenannte Fehler-DRG´s, für nicht gruppierbare Fälle. Die 409 Basis-DRG´s ("adjacent DRG"), in die unter anderem z.B. Alter, Geschlecht und Aufenthaltsdauer einfließen, sind in bis zu fünf Fallschweregrade (PCCL) unterteilt. Dazu kommen noch Nebendiagnosen, denen noch der Komorbidität- (Begleitkrankheit) und Komplikationengrad (CCL) zugeordnet werden kann, die den Aufwand und die Kosten zusätzlich erhöhen. Somit hat das AR-DRG-System 661 Fallgruppen, wobei im Gespräch ist, das G-DRG-System mit bis zu drei Fallschweregraden (PCCL) auf 600 bis 800 DRG´s auszuweiten (Fritze,2001).
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